DSV Fachausschuss Beschlüsse Wettkampfwesen und Termine


1. Deutsche Jugendmeisterschaften Wegfall der Pflichtzeiten, Zulassung über die vorliegende Bestenliste pro Jahrgang die 30 Erstplazierten jedoch ohne Nachrücken bei Absage oder Ausfall.
2. Meldezulassung nur für den Zeitraum der Bestenliste vom 1.1.2010 bis 20.5.2010 (Meldeschluss)

3. DMS 2010 fällt endgültig aus

4. DMS 2011
1. Bundesliga 50 m Bahn dadurch Wegfall 100 m Lagen für alle Ligen

5. DMS – J Finale auf der 25 m Bahn

6. Deutsche Meisterschaften 2011 kann noch nicht terminiert werden, da man Erfahrungen aus 2009 und 2010 zum Topereignis erst einmal analysieren will

7. Neue Wettkampfstruktur, hier soll eine Arbeitsgruppe gebildet werden.


Termine 2010

30.4. – 2.5.2010 39. DSTV Trainerfachtagung in Weiskirchen

2. – 6.6.2010 Deutsche Jahrgangsmeisterschaften mit Mehrkampf und DM lange Strecke Berlin

30.6. – 4.7.2010 122 Deutsche Meisterschaften Berlin

14.- 18.7.2010 Junioren Europameisterschaften Helsinki

4.8. – 15.8.2010 Europa Meisterschaften Budapest

30. – 31.10.2010 World Cup Berlin

11. – 14. 11.2010 Deutsche Kurzbahnmeisterschaften in Wuppertal

25. – 28.11.2010 Kurzbahn Europameisterschaften in Eindhoven

15. – 19.12.2010 Kurzbahn Weltmeisterschaften in Dubai

 

Termine 2011

5. – 6.2.2011 Länderkampf Deutschland – Großbritannien

12. – 13.2.2011 DMS Vorkampf

26. – 27.2.2011 DMS Endkampf

29.4. – 1.5.2011 40 DSTV Trainerfachtagung in Berlin – Zeuthen

18. – 22.5. 2011 Deutsche Jahrgangsmeisterschaften

3. – 4.12.2011 DMS J Finale


 

Geimeinsame Festlegung zur Anwendung der FINA-Regeln

bezüglich der Schwimmanzüge

ab dem 01.01.2010

 

Ab dem 01.01.2010 wird für den Bereich des Deutschen Schwimmverbandes (alle Veranstaltungen der Fachsparten Schwimmen - einschließlich Freiwasserschwimmen - und Masters) folgendes festgelegt:

1. Schwimmanzüge dürfen bei Männern aus einem, bei Frauen aus einem oder zwei Teilen bestehen, nur bis zu den Knien reichen und

- müssen bei Männern unterhalb des Bauchnabels enden;

- dürfen bei frauen weder den Nacken noch die Schultern bedecken.

 

2. Während des Wettkampfes darf nur ein Schwimmanzug getragen werden. Es ist nicht erlaubt, zwei oder mehr Schwimmanzüge übereinander zu tragen.

 

3. Schwimmanzüge dürfen Anstandsregeln nicht verletzen und müssen aus undurchsichtigem, wasserdurchlässigem Gewebe beschaffen sein.

 

4. Weitergehende Vorschriften der FINA, der LEN und(oder anderer Internationaler Organisationen bezüglich der Verwendung bestimmter Schwimmanzüge bleiben vorbehalten (Liste der von der Fina geprüften zugelassenen Modelle zu finden unter: http://www.fina.org).

 

 


 

Internationale Zusammenarbeit NVVZT und DSTV


Am Wochenende wurden bei einer Tagung der Nederlandse Vereniging van Zwemsporttrainers (NVVZT) in Brakel die ersten Gespräche für eine zukünftige enge Zusammenarbeit geknüpft.
Dem Vorsitzenden der NVVZT René Dekker und dem Leiter Anton Koekkoek wurde eine von DSTV Vizepräsident Winfried Leopold erarbeitete Themenliste für die mittelfristige Zusammenarbeit durch DSTV Vizepräsident Claus Vandenhirtz überreicht.

Bei einem nächsten Treffen der beiden Vorstände werden die Niederländischen Kollegen ihrerseits eine Themenvorschlagsliste mitbringen um dann gemeinsam die nächsten Schritte für diese Zusammenarbeit zu erarbeiten.
Das Treffen sollte mit dem Ziel stattfinden, den Europäischen Einigungsgedanken zu unterstützen und der gegenseitigen Erfahrung dienen.

Erfahrungsaustausch ist die preiswerteste Investition.

 

Das Bild zeigt von links nach rechts:
Vorsitzender der NVVZT René Dekker, Leiter Anton Koekkoek und
DSTV Vizepräsident Claus Vandenhirtz


Erarbeitete Themenliste durch DSTV Vizepräsident Winfried Leopold
Stand 29.10.09


Betr. Vorarbeiten für Treffen der Vorstände des NVVZT und DSTV


1. Anzustreben ist das Zusammenwirken hinsichtlich


- Weiterbildung der Trainer durch Maßnahmen wie Fortbildungsseminare, Literaturaustausch, Internetnutzung, usw.
- Vertretung der Trainer gegenüber Landesverbänden und Arbeitgebern (evtl. auch gegenüber Sportler- und Elterninteressen)
- (Traineraustausch/Trainerverpflichtung zwischen den Ländern)
- Weiterentwicklung der Organisationsstruktur der beiden Trainervereinigungen
- Verstärkung/Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit beider Vereinigungen
- Beeinflussung der Planung und Organisation von Wettkämpfen, Trainingslagern
- Organisation von gegenseitigen Hospitationen bei den verschiedensten Maßnahmen (Training, Wettkampf, Fortbildung usw.)
durch einen breiten Erfahrungsaustausch
- zur Zusammenarbeit mit den nationalen Schwimmverbänden
- zur Vertretung in Gremien der nationalen Schwimmverbände
- zur Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen, Universitäten, Wasserrettungsvereinigungen, anderen Trainervereinigungen (Weltschwimmtrainervereinigung und Trainervereinigungen anderer Sportarten)
- zur Zusammenarbeit mit dem medizinischen und physiotherapeutischen „Betreuungspersonal“

2. Zum Vorgehen:


- Vorliegendes Papier in den Vorständen beraten, um einerseits durch Ergänzungen, andererseits durch Streichungen, Klarheit über die gemeinsamen Ziele und das Vorgehen zu erlangen.
- Es sollten noch im Jahre 2010 gemeinsam zu verantwortende Maßnahmen zwischen den Trainervereinigungen festgelegt werden.
- Anzudenken ist das spätere Einbeziehen weiterer Trainervereinigungen (Niederlande und Deutschland als Impulsgeber).


Anni Vandenhirtz


NEU - NEU - NEU- NEU - NEU - NEU - NEU - NEU - NEU - NEU - NEU - NEU - NEU

Da wir immer wieder Fragen von Schwimmtrainern erhalten, die ihre tägliche Arbeit betreffen und sich daraus auch rechtliche Probleme ergeben, haben wir nunmehr eine neue Rubrik vorgesehen, in der unregelmäßig Fragen von allgemeinem Interesse durch den mit uns verbundenen Verbandsjuristen Rechtsanwalt Dr. Reitz aus Aachen beantworten werden.
Mitglieder der DSTV können in Zukunft über unsere Vorstandsmitglieder oder an Claus Vandenhirtz direkt entsprechende Fragen richten. Wir werden sodann die Fragen, die eine Allgemeinbedeutung haben könnten, an Herrn Rechtsanwalt Dr. Reitz weiterleiten und unter der Rubrik Rechtsberatung veröffentlichen.

Hinweis:
Siehe Rechtsberatung

 


Die Deutsche Schwimmtrainer - Vereinigung gratuliert den Trainern für ihre Erfolge während der WM in Rom 2009!

Nur die Trainer mit ihren Athleten bringen letztlich den Erfolg!

 

 

Norbert Warnatzsch

Britta Steffen Gold 100 m Freistil 0:52,07 WR

Gold 50 m Freistil 0:23,73 WR

Silber 4 x 100 m Freistil (Startschwimmerin 0:52,22 WR)

Bronze 4 x 100 m Lagen (0:51,99)

Bejamin Starke Silber 4 x 100 m Lagen (Schmetterling 0:50,91)

 

 

 


Frank Embacher

Paul Biedermann Gold 400 m Freistil 3:40,07 WR

Gold 200 m Freistil 1:42,00 WR

Silber 4 x 100 m Lagen (0:46,89)

Daniela Schreiber Silber 4 x 100 m Freistil (0:52,37)

 


Stephan Lurz

Thomas Lurz Gold 5 km 56:26,9

Gold 10 km 1:52:06,9


 



Nikolai Evseev

Angela Maurer Gold 25 km 5:47:48,0 Std.


 

Henning Lambertz

Daniela Samulski Silber 50 m Rücken 0:27,23

Silber 4 x 100 m Freistil (0:53,84)

Bronze 4 x 100 m Lagen (Rücken 0:59,40)

Hendrik Feldwehr Silber 4 x 100 m Lagen (Brust 0:58,51)

Sarah Poewe Bronze 4 x 100 m Lagen (Brust 1:06,81)

 

 

Martin Grabowski - Thomas Rother - Bernd Henneberg

Helge Meeuw Silber 100 m Rücken 0:52,54

Silber 4 x 100 m Lagen (Rücken 0:52,27)

Annika Mehlhorn Bronze 4 x 100 m Lagen (Schmetterling 0:57,14)

 

 

Michael Spikermann

Petra Dallmann Silber 4 x 100m Freistil (0:53,75)

 


 

Ehrung der erfolgreichsten Trainer im Deutschen Schwimmverband für die Saison 2008


Die Ehrungen erfolgen im Rahmen der
Deutschen Meisterschaften im Schwimmen in Berlin

 

Nationalmannschaft

Norbert Warnatzsch SG Neukölln Berlin

Erfolgreichster Trainer während der Olympischen Spiele Peking 2008

Britta Steffen

Gold 100 m Freistil 0:53,12

Gold 50 m Freistil 0:24,06 OR + DR


Jugend – und Junioren Nationalmannschaft

Alexander Kreisel DSW 1912 Darmstadt

Erfolgreichster Trainer während der Junioren Europameisterschaften in
Belgrad / Serbien 2008

Marco Koch

Gold 200 m Brust 2:12,25


Silber 100 m Brust 1.01,98

Bronze 50 m Brust 0:28,32


JWM Monterrey Mexiko Silber 100 m Brust 1:02,56


Silber 200 m Brust 2:15,27


Beste Nachwuchsarbeit im Jugendbereich

SG Dortmund

Für die Erfolge während der Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin 2008

1. SG Dortmund 176 Punkte
2. SV Halle 148 Punkte
3. SG Bayer Wup/Uer/Dor 134 Punkte


Bewertung Platz 1 bis Platz 8 im Finale
15 – 13 – 11 – 9 – 7 – 5 – 3 – 1
Frauen Jahrgang 1995 - 1994
Männer Jahrgang 1994 – 1993 – 1992

(v. l. n. r. Alexander Kreisel - Norbert Warnatsch - Peter Heckmann, Vorsitzender der SG Dortmund)


 

Aktualisierte Fassung der Handhabung der Kontrollen bezüglich der Schwimmanzüge hier als .pdf zum Download

Handhabung der Kontrollen bezüglich Schwimmanzüge

Festlegung Anwendung bei Masterswettkämpfen

Swimsuits approved

(Stand 01.07.09)

 

 


 

Achtung - Achtung - Achtung


Für den Deutschen Schwimmverband gilt ab sofort die neue Richtlinie des Weltschwimmverbandes FINA betreffend Schwimmanzüge, d.h. also bei allen anstehenden Wettkämpfe findet diese neue Regelung Anwendung.


Wir bitten alle Trainer um Beachtung !

Regeln zum Download

(07.04.09)


Spannende Vorträge und Diskussionen erwarten die Teilnehmer an der Jahrestagung in Goch

Nun hat von Seiten des Deutschen Schwimmverbandes der neue Bundestrainer
Dirk Lange
seine Teilnahme zugesagt.

Er wird im einleitenden Teil zur Situation im Schwimmen im DSV sprechen sowie die Teilnehmer über Neuerungen, insbesondere über den Aufbau der Stützpunktstruktur informieren, ebenso wird er für Fragen aus dem Plenum zur Verfügung stehen. Außerdem wird er seine Planung bezüglich Vorbereitung WM Rom 2009 und Olympia 2012 vorstellen.

Bei einem Interview anlässlich des World Cup in Berlin im November 2008 sicherte Dirk Lange bereits seine Zusammenarbeit mit der DSTV in der Trainerausbildung zu.

 

 

(25.03.09)


Ir. Wieger Mensonides Niederlande


technischer Direktor beim Schwimmteam Eindhoven
als Referent bei unserer Tagung in Goch

Was bedeuten Widerstände im Wasser, beim Training beim Wettkampf?
Was wissen wir über die Reibung des Körpers im Wasser, was bedeutet dies für das Training?
Mit diesen Fragen wird sich Ir. Wieger Mensonides aus den Niederlanden auf unserer Fachtagung in Goch bei seinem Vortrag beschäftigen.
Wieger Mensonides gewann 1960 eine Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in Rom über 200 m Brust
Mit seinen Kenntnissen in der Informations - Technologie, sowie als Trainer und ehemaliger Schwimmer entwickelte er Software über die Widerstände des Körpers im Wasser.
In den letzten Jahren war er technischer Berater des Schwimmteams in Eindhoven und hat unter anderem die Technikanalysen für Pieter van den Hoogenband und Inge de Bruin erstellt.


(23.03.09)

 


 

DSTV Präsidium tagte 16./17.02.09 in Duisburg


Die Mitglieder der DSTV erwarten mit Recht Hilfestellung bei der Suche nach einer gerechten und leistungsorientierten Vergütung ihrer Tätigkeit. Diesem Anforderungsprofil hat sich das Präsidium auf der Vorstandssitzung in Duisburg schwerpunktmäßig erneut gestellt. Vorausgegangen waren die umfassenden Fragebogenaktionen der letzten Monate, deren Auswertung online in der Rubrik „Aktuell“ zu finden ist.
Entsprechende Richtlinien des Bundesministeriums des Inneren samt ergänzender Erlasse wurden ebenso herangezogen wie verschiedene Bemühungen, mit Verbänden und Gewerkschaften ins Gespräch zu kommen. Der Arbeitskreis „Trainerberuf“ wird künftig von Günter Schmah geleitet.

Die vom 30.04.-03.05.09 in Goch stattfindende Trainer-Fachtagung erfordert weiterhin Abstimmungsbedarf.
Geht es doch auch darum, den außerfachlichen Teil unter dem Motto „Mittelalter“ mit Leben zu füllen. Man darf gespannt sein, wie kreativ alle Teilnehmer/innen damit umgehen.
Außerdem werden gemäß Ehrenordnung alle Mitglieder, die vor 20 und mehr Jahren beigetreten sind, ausgezeichnet.

Ein Augenmerk sollte auch auf die News der DSTV in der Zeitschrift „Masters Info“ des Deutschen Fördervereins Senioren-Schwimmsport e.V. (DFSS) gelenkt werden. Hier ist unser Mitglied Günter Schmah, den die DSTV in den Fachausschuss Masterssport entsendet, gleichfalls aktiv.

Diskussionsbedarf bestand und besteht auch bei der Wahl des Zeitpunktes künftiger Trainer-Fachtagungen. Kollidiert doch das 1. Maiwochenende z.T. mit anderen Verpflichtungen gewünschter Referenten u.a. Veranstaltungen. Für 2010 bleibt es bei der Termin 30.04.-02.05., passende Tagungsstätten werden besucht.


Ulrike Wolf
22.02.2009

 


 

Bericht vom VI World Swimming Clinic in Mexico City 2008


Jörg Hoffmann, Trainer am Olympiastützpunkt Potsdam, ehemaliger Weltklasseschwimmer wurde vom Deutschen Schwimmverband als Teilnehmer zur VI World Swimming Clinic vom 9. – 12. 10.2008 nach Mexico City entsandt.

Sein Bericht mit nachstehenden Vorträgen

> Mark Schubert “Beijing 2008: Olympic madness“

> Frank Busch “The kick is the key to success in modern swimming”

> Phil Whitten “Visions of the swimming world and predictions of its future”
< Dave Marsh “Teaching turns is a great inv estment in our sport”

> Dave Marsh “The beginner`s progress brings success to the pro”

> Phil Whitten “The new `Hi-Tech`swimsuit: its impact on the sport”

> Bill Rose “Open water: strategies, training and competition”

> Pierre Lafontaine “The best environment for fast and fun training”

> Mark Schubert “The secret to becoming a successful swimmer”

> Rick Demont “Strength training for swimmers without compromising their future”

Der komplette Bericht zum Download hier

Bei einem Treffen in Berlin bestätigte uns Trainer Jörg Hoffmann, dass er seine Sicht der Trainingsauffassung während der clinic in Mexico bestätigt fand, welche härtere und längere Trainingseinheiten einfordert. Außerdem wünscht er Internationale Kontakte zu fördern, keine Abschottung im Training sondern internationale Trainingscamps, da dort die Athleten motiviert werden und engagierter das Training absolvieren.

 


 

Die Deutsche Schwimmtrainer- Vereinigung e. V.
trauert um sein Gründungsmitglied Helmuth Kempf


Helmuth Kempf
der am 18. Januar 2009 unerwartet - und für uns alle unfassbar - verstarb.

Er war Mitglied der 1. Stunde seit Gründung der DSTV im Jahr 1971 hat er die DSTV mit geprägt und vor allen Dingen das Mitspracherecht der Trainer mit seiner für ihn typischen, freundlichen und offenen Art im DSV gefördert.
Wir haben einen Freund und Förderer der DSTV verloren.

 

Vorstand der DSTV

Zum Tode von Helmuth Kempf - Nachruf des Vorsitzenden des Fachauschuss Schwimmen im DSV Tjark Schroeder vom 20.01.2009 (pdf)

 


 

BSCTA 45.Annual Swimming Coaching Conference
26. - 28.September 2008 / Leicestershire / England

Bericht und Eindrücke zusammengestellt von Martin Grabowski (OKT.2008)

Allgemeines:

Durch einen schnellen Schulterschluss von der DSTV und dem DSV und mit Unterstützung durch den HSV konnte ich sehr kurzfristig an der Trainertagung der BSCTA (British Swimming Coaches & Teachers Association ) in Hinckley (England) teilnehmen.

An der ausgezeichnet gut organisierten Tagung nahmen ca. 160 Trainer, vorwiegend aus Großbritannien teil.
Die Referate verteilten sich inhaltlich auf zwei Bereiche: zum einen natürlich die Darstellung / Auswertung der für Großbritannien sehr erfolgreichen zurückliegenden Schwimmsaison mit den internationalen Meisterschaften (Olympia / Juniorenweltmeisterschaft / Junioreneuropameisterschaft) und zum zweiten auf den Bereich der qualifizierten Fortbildung u.a. durch mehrere Leitreferate von zwei der bekanntesten Schwimm-Trainer aus den USA als sogenannte Gastdozenten. Nach jedem Referat gab es eine offene Diskussion, an der sich das Plenum sehr rege beteiligte und in der die Referenten äußerst offen Ergänzungen bis hin zu den kleinsten Details in ihren Ausführungen darstellten.

In einem Beiprogramm wurde am Samstag parallel zur Trainertagung ein ganztägiges Fortbildungsangebot für Lehrer in Bezug auf das Schwimmen angeboten.

Ein offizielles Dinner für alle Teilnehmer am Samstagabend, bei dem in sechs Kategorien die erfolgreichen Trainer des Jahres 2008 mit einem Preis geehrt wurden rundete die gelungene Tagung ab.

Bevor in vielen sehr offen geführten Vorträgen der Leistungsstand von „British –Swimming“ dargestellt und diskutiert wurde, hat Terry Denison ( Vorsitzender der BSCTA) das Plenum in einer Grundsatzrede auf das Wochenende und auch ganz besonders auf die zukünftigen 4 Jahre bis hin zu Olympia – London – 2012 eingestimmt mit der Aussage „Britisch Swimming is now number three in the world“ und hat dies untermauert mit 2xGold / 2xSilber / 2xBronze sowie 16xFinale und 21x Semifinale bei Olympia in Peking (China) - 4xGold / 2xSilber / 2xBronze bei der JWM in Monterrey (Mexiko) – 10xGold / 5xSilber / 3xBronze bei der JEM in Belgrad (Serbien)

Referate:

1. Bill Furniss / Nottingham (Eng) ->Rebecca Adlington & the Nova Women`s Superteam

-Bill Furniss ist seit 28 Jahren Trainer in Nottingham, hat eine Vorliebe für Techniktraining und u.a. die Philosophien bei entsprechender Vorbereitung zu jeder Tageszeit gut schwimmen zu können, Eigenverantwortung des Sportlers, Technik ist limitierend, trainiert nur die Anforderungen des Rennens, die „Routine“ ist alles, wichtige Faktoren für „Lange-Strecken“ sind eine hohe Grundgeschwindigkeit sowie Schnelligkeitsausdauer als auch das Renntempo im Training mit kurzen Pausen halten zu können.
-„Nova“ mietet u.a. Bäder in der Umgebung an, hat 3 Center mit Nachwuchsgruppen, Schwerpunkt Technikausbildung / 2 Trainingseinheiten / Woche nur Technik), Verbleib max. 2 Jahre, strenge Kontrolle der Entwicklung in allen Gruppen, „Nottingham“ ist kein „British – Center“
Rebecca Adlington hat er in 7 Jahren entwickelt ( Produkt des „Nova- Systems“), sie ist 180 cm groß, Trainingsgewicht 71,7 kg und Wettkampfgewicht 69,5 kg, sie hat eine perfekte Persönlichkeit, normalen Körperbau, mit 13 Jahren zu Bill, vor 4 Jahren 8:41 jetzt 8:14,01 über 800 m Freistil (Weltrekord), regelmäßiger starker Leistungsanstieg, R.A. arbeitet sehr hart und wartet auf das „Tapering“, Training ist sehr mit hoher Intensität, kein einfacher Weg ( Krankheiten / Enttäuschungen im Wettkampf) aber alles gut weggesteckt (max. 2 Tage), R.A. wurde Olympiasiegerin durch die perfekte Beziehung zu ihrem Trainer Bill Furniss. R.A. erst mit 16 Jahren unter 60“/ 100 Freistil in 10 Einheiten ca. 70 km / Woche davon 6 x „Quality“ (3 x nachmittags) nur in Camps bis zu 80 km / Woche, 3 – 4 x Land/Woche, schlechte Trainingsstätte 25 m Bahn, R.A. schwimmt 1x/Woche auf der
BSCTA 45.Annual Swimming Coaching Conference
26. - 28.September 2008 / Leicestershire / England

Bericht und Eindrücke zusammengestellt von Martin Grabowski (OKT.2008)


50 m Bahn (nach den Trials 3 x / Woche, letzter Makrozyklus vor Peking für Entwicklung von Zuglänge, nach Wettkampf in Rom immer „negative split“ im Training für 8 Wochen Erhöhung der Geschw. durch Erhöhung der Zuglänge, sehr forderndes (brutales) Training, bis an die Grenze, Tapering 3 Wochen 70 km – 60 km – 50 km mit Hauptserien zu 4 km – 3 km - 2 km „negativ“, im Olympiavorbereitungscamp – Japan nicht die Kontrolle beim Tapering, da R.A. 10 Tage vor 400 Freistil krank wurde, R.A. ist Profi ( keine Schule), Training und Ruhen ist das „Leben, wenig Beine im Training, da sie sehrgut Beine schwimmt, viel Schnorchel und Flossen. Bill Furniss bezeichnet Rebecca Adlington als die beste Technikerin der Welt.

? sehr beeindruckender Vortrag mit hoher Emotion dargestellt.

? Bill Furniss`s Trainingsphilosophie wird über hohe Intensität – Laktattoleranz – kurze Pausen – „ harte Arbeit“ sehr erfolgreich umgesetzt.


2. Dave Marsh / CEO & Head Coach Mecklenburg Aquatics (USA) -> Kirsty Coventry und
Margret Hölzer

- Kirsty Coventry, 200 m Rücken 2003 – 2:14,9 / 2004-2:09,1 / 2005-2:09,9 / 2006-2:12,3 / 2007-2:06,8 / 2008- 2:05,2 ( Weltrekord) hat oft Probleme mit Bändern ( Schulter / Knie ), gute Persönlichkeit, lieb und nett außerhalb des Trainings, aber im Wasser „geht es ab“, einmal pro Woche „Paperset“ (kompletter Trainingsplan auf einem Zettel wird ohne Kommentierung / Erläuterung abgeschwommen – Sportler und Trainer haben mentale Erholungspause voneinander), hat Top D – Kicks nach Start und Wende, 2006 Schulterprobleme- mehr Brust trainiert (für Lagen)

- Margret Hölzer 23 Jahre, 200 m Rücken 2001-2:14,2 / 2002-2:11,0 / 2003-2:09,2 / 2004-2:10,7 / 2005-2:08,5 / 2006-2:09,4 / 2007-2:07,1 / 2008-2:06,0, komplizierte Jugend, Eltern geschieden, 1,5 Stunden Anfahrt zum Training, immer nur so schnell wie nötig, nach Manchester ( Kurz-WM April 2008) Wechsel nach Seattle, ab Januar nur 1 x/ Tag Training, viel Intensität, M.H. super „Kampfgeist“ in Melbourne 2007 WM – Goldmedaille mit je nach Renntaktik 6 – 10 D – Kicks.
- Zu Beginn waren K.C. und M.H. ein gutes (Trainings-) „Team“, auch Zimmerkolleginnen, jetzt gehen sie sich etwas aus dem Weg K.C. hat großen Respekt „Angst“?) vor M.H., große Unterschiede von K.C. und M.H.
K.C. arbeitet sehr methodisch und gleichmäßig, M.H. sehr kraftvoll aber manchmal überzogen, M.H. besser bei „greifen und ziehen“, KC besser bei Wasserlage und Technik

3. Marc Spackman / Head Coach Lincoln Vulcans (Engl) ->coaching Lizzie Simmonds

- Lizzie Simmonds trainiert seit 2005 bei Mark Spakman, L.S. 2005 bei EYOF von M.S. basiert auf große aerobe Grundlage auf 25 m Bahn und 50 m Bahn, L.S. Stand in 2005 war: Stärken sind D-Kicks / erstklassige Disziplin / Unterstützung (Eltern / Ernährung / Management) / super Athletik – Einstellung , Schwächen sind mentale Schwäche / Wissen (Ernährung) / Kraft, in 2006 / 2007 deutliche Technikverbesserung, viel D – Kicks auf 25 m Bahn trainiert, dabei große Amplitude und hohe Frequenz, Verbesserung der Ernährung, Krafttraining auf ihre Defizite abgestimmt ( konnte schlecht rennen), Landtraining wurde ein großer Punkt im Training, mentale Schulung durch Visualisierung von Übungen / Focus auf kontrollierbare Punkte bzw. Faktoren / Entwicklung von „ich will die Beste werden „ und dies im Training zu nutzen, bis zur Olympia – Qualifikation 2008 deutliche Verbesserung der Kraft an Land, Entwicklung und trainieren von Geschwindigkeit mit Aquapacer ( Zugfrequenz), Schulung von Laktattoleranz, viel Training bei hoher Geschwindigkeit im Speedo LZR Racer, sehr intensive Serien, viel „negative - split“, viel Laktattoleranz – Training (mehrmals pro Woche, viel D – Kicks auch in längeren Serien (mind. 13,5 Meter)
- In der Summe gelang die Entwicklung einer „Gewinner – Mentalität“, die Fähigkeit spezifisch im Training zu arbeiten, in einem Team zu arbeiten, Verbesserung von Kraft, Entwicklung von Geschwindigkeit, gutes Wassergefühl erlangen, bei 9 Einheiten pro Woche ( Mo 2x / Di 2x / Mi 1x / Do

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Bericht und Eindrücke zusammengestellt von Martin Grabowski (OKT.2008)

1x / Fr 2x / Sa 1x) und ca 66 km / Woche (konstant in den 3 Jahren, Veränderung der Intensität von Jahr zu Jahr.
? Training wird über hohe Intensitäten / Laktattoleranz / Umgänge gestaltet.

4. Dave Champion / Head Coach Team Ipswich (Eng) -> JWM 2008 (Monterrey) und JEM 2008
(Belgrad)

- JWM, 6 Trainer, 6 weitere als „Support“, unmittelbar nach jedem Abschnitt ein Debriefing mit dem ganzen Personal (12), bemängelte die teilweise täglichen Änderungen durch die Organisation, super Resultat für GM
- JEM, 10 Trainer, 9 weitere als „Support“, 42 Sportler (22 weiblich / 20 männlich) Debriefing wie bei JWM, sehr schlechte Organisation der Veranstaltung, Klasse – Resultat, Top – Perspektive für die nächsten 4 Jahre, auch Sportler die keinen Wettkampf mehr hatten mussten noch trainieren, kaum eine andere Nation hat ausgeschwommen, viele andere Nationen ( Sportler und Betreuer) haben sich gesonnt (vor – während – nach dem Wettkampf), super „Wir – Gefühl“ und Nationalstolz bei den Briten ( u.a. Hymne lautstark mitgesungen)

? die klare Ausrichtung des Verbandes auf die JWM (Monterrey) als Zielwettkampf inkl. Tapering.

5. Mark Perry / Head Coach Northampton (Eng) -> Open Water (Peking 3 out of 6 medals)

- allg. Darstellung des brit. Systems, viele Sportler und viele Trainer, fast alle aus dem Becken.
Perspektiv Coaches für 2012, zukünftig Auswahl der Sportler für die Freiwasserteams über die 800 / 1.500 m im Becken, erst als zweites die Freiwassererfolge, Entwicklung über Ranking im Becken, dann Freiwasser spezifische Camps und Wettkämpfe zur Entwicklung, nationale und regionale Programme.
- im Wettkampf entscheidend sind: Taktik, Geschwindigkeit ( 9,5 km schwimmen / 500 m Spurt), Ausdauer, mentale Stärke, Erfahrung (Sogschwimmen / Team – Wettkampf) Strategie, Nahrungsaufnahme, eigene Härte bezw. Selbstüberwindung.
- Training für 2012: weiter forschen, Erfahrung sammeln durch viele Personen, „pool-based“ nicht unbedingt“ distance – based“, Weltklasse – führend, London 2012 im Hyde Park ( 6 Runden / 21 Grad Celsius)
? riesiger Aufwand für Projekt Gold 2012 und vier Sportler dabei qualifiziert.

6. Rob Greenwood / Head Coach Gallica (Engl) -> Ancient Britain / Modern Programme

- vor 4 Jahren Zusammenschluss von 22 Vereinen mit ca. 4000 Schwimmern, Struktur über vier Aufbaugruppen bis hin zu einer Topgruppe, 9 Einheiten pro Woche mit ca 55 – 60 km / Woche Wassertraining.

=< Training ausgelegt auf Intensität / Laktattoleranz / viel „progressive“

- zwei Schwimmer im Team JWM / JEM – Rob Bale 200 F 1:49,4 JWM 71:49,0) JEM und Dan Sliwinski 100 B – JWM, Anreise am 3. Juli (DSV am 4. Juli) nach Rückreise direkt Training am Vormittag und dann früh zu Bett am nächsten Tag normaler Rhythmus mit Training am Vormittag und Nachmittag, Woche nach der JWM ca 35 - 40 km (Montag – Sonntag) dann 2. Woche nach JWM ca. 30 – 35 km (Mo – So), dann JEM Woche

7. Frank Bush / Head Coach University of Arizona (USA) -> Technique and Drills

-“the ceiling are the fundamentals”, Philosophie zum “Schwimmen” und “Technik”-> dann “Drills”, viel über Flossen – Schnorchel – Beine (“Kicking”), sehr viele Technikübungen im Training -> besonders „Wasserfassen“ und Beine (u.a. K-Beine mit Schnorchel mit einem Arm angehoben)Training mit
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Schnorchel ->“Keep in Line“, (Körperspannung halten) teilweise Schnorchel zugeklebt, „Out and In“ auch mit Gewichten an den Fußgelenken (u. a. für Flexibilität), mit Bändern an den Fußgelenken und hoher Arm – Frequenz, D – Arme mit K-Beine für flache Wasserlage, Paddles nur greifen -> fast gestreckter Armzug, mit einer Flosse und einem Paddle “run and dive“ für das Eintauchen und Gleiten, starten mit Beine zuerst und dann zur gesamten Schwimmart.

8. Patrick Miley / Head Coach Garioch (Scot) -> Coac hing Hannah Miley

-“Coach – Swimmer” -> Partnerschaft, Philosophie begründet auf Thomas Edison Spruch “…. Viele Menschen geben zu früh auf....“, persönliche Erfahrungen „Trainer“ zu sein: Umgehen mit Verlust und Wechsel (Änderungen) im Zivilleben und Familie (1989 – 1994) Audiopacing (1995 – 1996) Aquapacer (1997 – 2000) Überlegungsmethode (2001 – 2003)
- Hannah Miley, geb. 8.8. 1989, 165 cm / 51,5 kg, zwei verschieden Persönlichkeiten -> nass / trocken, seit 1990 in Schottland am gleichen Ort, letzte Saison ca 23 Stunden Training / Woche, schwimmt täglich alle vier Schwimmarten, 2005 JEM 400 L in 4:47,4 ->Olympic –Trials 2008 400 L in 4:33,2, konstante Entwicklung, Saison 2007/2008 ca 3.200 km – 64 km/ Woche – 50 Trainingswochen – je 12 Einheiten (von 1 – 3 Stunden) – Montags – Freitags u. an. 6 – 8 Uhr morgens – überwiegend auf der Kurzbahn ( von Dez. 2007 – April 2008 nur 10x Langbahn) – 3 – 4x / Woche nur „Skills“ und „flotation“, Hauptgründe für die Entwicklung -> große Stabilität, 10 Wettkämpfe Langbahn ( viel international), 8 Wettkämpfe Kurzbahn 1 – 2x /Woche „Pilates“ mit dem Versuch der Übertragung ins Wasser („Flotation), Überprüfung (Steuerung) mit Pulskontrolle (sowohl in Ruhe als auch Belastung / HF – Variabilität) – damit der Versuch der täglichen Steuerung im Training und Wettkampf in starker Abhängigkeit mit dem Nervensystem, H.M. schläft tagsüber 45 – 60 Minuten, wichtigste Vorteile von H.M. ist „Flotation“ und „Trainingsstabilität“ mit Planung - Flexibilität aber mit Focus – Rückkopplung (Feedback) – Aquapacer, Zukunftsaufgaben : Kombination Uni / Training, neue Renn – Taktik, Lagen und event. 200 F

=< Fan von Herzfrequenzkontrolle unter besonderem Einbezug von Beziehung Sympathikus /
Parasympathikus

9. Dave Marsh / CEO & Head Coach Mecklenburg Aquatics (USA) -> “Little Things”

-“Finish” – siehe Olympia 2008 – viele 1-3 Platzierungen nur 1/100 Bereiche auseinander
-„Turns“ - Delphin –Kicks – trainieren der schnellen Drehung „Out and IN“
- das „Little Thing Rennen“ bei Olympia 2008 ist 50 m Freistil Männer mit C.Filo /Goldmedaille /
trainiert bei Dave Marsh

10. Adam Ruckword / Head Coach Birmingham (Engl) / Rebuilding City of Birmingham

- allg. Darstellung des Systems von Historie bis aktuell ( mit vielen mangelhaften Bedingungen)


11. Frank Bush / Head Coach University of Arizona (USA) -> Landtraining und
Trainingsphilosophien

- Arizona – System – 9 Einheiten / Woche – Mo/Mi/Fr je 2x – DI/Do/Sa je 1 x, morgens bei Lagenschwimmer Arbeit in der schlechtesten Schwimmart, Di und Do am Nachmittag Beinarbeit ca. 2,5 – 3 km, Mi Nachmittag WA- Training, Di/Do erst Kraft (Langstreckler Wasser) dann Wasser, Sa erst 2,5 Stunden Wasser dann Krafttraining, Mo/Mi/Fr je 30 Minuten Land vor dem Wasser, extrem viele Varianten für Stabi – Rumpf, u.a. Ziel am Saisonende Klimmzüge Frauen (10x) Männer (20x) in den ersten 7 Wochen der Saison 3x/Woche laufen
Philosophien: “kick to swim” – Einheit - als ein Team – jeder sieht jeden – Möglichkeit der Unterhaltung, “160 HF” – Reduzierung der Zeit bei gleicher Herzfrequenz von 160, „Kraft / Züge / Zyklus“ im Wasser – effektiv und intensiv – immer mit Aufgabe / Grund, „Speed“ – „run and Dive“ – HF – Rumpfstabi – Gleiten („Streamlining“), „Starts“ – Balance für Schrittart – erst Arme zum Körper dann

BSCTA 45.Annual Swimming Coaching Conference
26. - 28.September 2008 / Leicestershire / England

Bericht und Eindrücke zusammengestellt von Martin Grabowski (OKT.2008)

Starten, „Schnorchel“ – super aber anschließend noch ohne schwimmen, „Flossen“ – Fußgelenkflexibilität – schnell schwimmen (lange Flossen), „Paddles“ – Fläche vergrößert – langsam schwimmen mit Steigerung – intensive Beine, „persönlich“ – größte Freude die Änderung im Leben des Sportlers zu bewirken – teilhaben am Leben des Sportlers und der Entwicklung

12. Frank Bush / Head Coach Un8iversity of Arizona (USA) -> “Great Ethics – Great Athletes”

- “Arizona – Team – Code” – show up (erscheinen) / pay attention (aufpassen) / say the truth ( sage die Wahrheit ) / be honest to the team (sei aufrichtig, respektvoll zum Team), “Team – Unity” – Team Gleichheit ist ein wichtiger Faktor (z.B. für Staffel) und sorgt für Respekt gegenüber den Mitstreitern bezw. auch Männer / Frauen Respekt, „Effort(Bemühungen/ Attitude (Einstellung) / Talent“ sind die entscheidenden Dinge die Sportler dazu erziehen ihr eigener Trainer zu sein, physische / psychische Level limitieren den Erfolg (Gleichgewicht wäre optimal), mit den Sportlern viel sprechen – besonders vor und nach dem Training, Vertrauen auch im alltäglichen Leben (nicht nur schwimmen) – reden über den Alltag – Unterstützung der Entwicklung zu einem ausgereiften Menschen ( mit beiden Füssen auf der Erde) – Ansehen / Aufsehen was Trainer sagt ist die Weisheit ( wie beim Papst), Anerkennung der Teamleistung („Team – Spirit“)

? generelle Strategie von Frank Bush zum Training -> „Day to Day“ – Basis


13. Colin Huffen / ASA Education Manager / Certification for Coaches

- neues System soll bis 2016 aufgebaut sein (3 / 7/ 11 Jahresplan) ASA ist der Deckmantel von 31 Sportorganisationen, aktuell Entwicklung von neuer Trainer – Ausbildung, Entwicklung von Fitness- Lehrer / Trainer - Ausbildung, Entwicklung neuer Anforderungen der Qualifikation (seit 2007) in 2008 – 2011 weitere Entwicklung der Fortbildungen und Querverbindung (spezifisch / allgemein) als auch spezielle Ziele und spezielle Regionen entwickeln für / mit Trainer, momentaner Stand und Entwicklung ähnlich wie bei der Trainerakademie in Köln ( versch. Sportarten) – Nutzung lokaler / regionaler Fortbildungen zur Entwicklung – mentoring Entwicklungsprojekte – UK Coaching Center of Excellence in Leeds ( Uni) – dabei führt UKCF alles zusammen und leitet Synergien weiter, bzw. steigert Effizienz, in der ASA gibt es eine Trainerausbildung auf den Stufen 1 – 5 (3-Senior Coach / 4 – Master Coach / 5- fehlt noch), alte Methode auf großer Breite der Teilnehmer viel schwimmbasiert und mehr „was“ zu teach / Coach neue Methode mit Focus auf „wie“ zu teach / Coach und ab Stufe 3 national organisiert.


14. Davew Marsh / CEO & Head Coach Mecklenburg Aquatics (USA) -> coaching World Class
Breaststroke

- es ist einfacher von “Fehlern zum Erfolg” als von “Entschuldigungen zum Erfolg” zu kommen
- Brustschwimmen ist sehr unterschiedlich, beindominiert / Amanda Beard) armdominiert (Brandon Hanson) gute Kombination (Timing ist schwierig / der Körperlinie folgen ist schwierig), Beine ist ein Limit


Zusammenfassung:

Es war mir eine wahre Freude und eine große Ehre an der Tagung der BSCTA teilnehmen zu dürfen. Es verging keine Minute, in der ich nicht durch die Offenheit der Referenten und die interessierten Fragen des Plenums die zu jeder Zeit sehr konstruktiv und leistungsorientiert auf die Zukunft gerichtet waren, begeistert war !!!!!
In der Art ihrer Darstellungen sorgten alle Beteiligten für die enorme Verbreitung von Wissen und dem tieferen Verständnis von den Abläufen im Hochleistungssport Schwimmen an den Beispielen der Medaillengewinner bei den diesjährigen internationalen Meisterschaften.

Vielen Dank auch an dieser Stelle an die DSTV, den DSV und den HSV, die mir die Teilnahme an der Tagung ermöglicht haben. Für Fragen oder weitere ergänzende Informationen stehe ich natürlich jederzeit zur Verfügung.

Martin Grabowski / Brey Okt.2008



 

DSTV Präsidium tagte Mitte November in Duisburg

Die veränderte Führungsstrukturen im DSV und die damit einhergehende Änderungen im Bereich Aus- und Fortbildung waren ein wichtigen Thema auf der 1 1/2tägigen Präsidiumssitzung. Durch Sportdirektor Lutz Buschkow, Leipzig, und Disziplintrainer Dirk Lange, Berlin, erhofft sich der DSTV mehr Diskussion und Anregung für die Trainerfortbildung und insgesamt mehr Internationalisierung.

Dem Antrag auf Aufnahme in den Ausschuss Masters konnte stattgegeben werden, in ihm wird der Mitarbeiter Günter Schmah die Vereinigung vertreten. Im Ausschuss Lehrwesen wird Winfried Leopold das bisherige Mitglied Dieter Graumann ersetzen.

Dem Thema Öffentlichkeitsarbeit widmete man sich mit Vorschlägen für mehr online-Präsenz und dem Wunsch nach zeitnaher, aktueller Berichterstattung. Hauptaugenmerk wird wieder auf die nächsten Auflagen „Der Schwimmtrainer“ und die blauen Fachbände mit Veröffentlichungen von Experten gelegt..

Ausführlich wurden dann die Durchführungsmodalitäten der Trainer-Fachtagung in Goch/Niederrhein, Sporthotel De Poort, 30.04.-02.05.2009 besprochen. Die dortige Hotelanlage verfügt über einen umfangreiches Sportangebot, das die Teilnehmer u.a. ausführlich testen können. Inhaltlicher Schwerpunkt wird eine Auseinandersetzung mit den Ergebnissen der Olympischen Spielen 2008 sein.
Als Leitthema wurde die Wettkampflehre gewählt und weitere Themen werden sich mit Fragen der Erhöhung der Belastbarkeit und der Technik der Schwimmarten und ausgewählten Themen des Masterschwimmens befassen. Um dem Gedanken nach internationaler Präsenz näher zu kommen, werden ausländische Referenten vor Ort sein.
Ein Beiprogramm wird Interessierte in den Archäologischen Park nach Xanten führen und ein Abendprogramm im mittelalterlichen Stil wird sicher das Beisammensein bereichern.

Da der Geschäftsführer Matthias Woyde sein Amt niedergelegt hat, wurde Ulrike Wolf einstimmig als kommissarische Geschäftsführerin gewählt.

Ulrike Wolf
30.11.2008

 


 

Worldcup Berlin 15.11.2008

Dirk Lange tritt Nachfolge von Manfred Thiesmann an!!!!!!


Personalentscheidung während des Worlcup Berlin 2008


DSTV Interview mit Dirk Lange

 

Dirk Lange von 2005 – 2008 National Coaching Derektor / Head Coach des südafrikanischen Schwimmverbandes kehrt nach Deutschland zurück.

Er wird als Disziplintrainer an der Seite von Sportdirektor Lutz Buschkow versuchen, das Schiff des Deutschen Schwimmverbandes wieder in erfolgreiche Bahnen zulenken.

Der südafrikanische Schwimmverband betrauert seinen Weggang. Er hat einen guten Job gemacht und beglückwünscht gleichzeitig den Deutschen Schwimmverband für seine Wahl.

Laut Aussage von Dirk Lange steht er für Internationalität und Wettkampfhärte.
Bei der Zusammensetzung der Nationalmannschaften sind die Staffeln das Herz, hier will er verstärkt sein Augenmerk darauf richten.

Jedoch nicht nur die Mannschaft mußgeformt werden, sondern auch der Trainerpulk muss neu auf die neuesten Erkenntnisse und wissenschaftlichen Auswertungen ausgerichtet werden. Hier will er verstärkt mit der DSTV zusammen arbeiten.

Dirk Lange wurde im Jahr 1999 von der Deutschen Schwimmtrainervereinigung zum erfolgreichsten Trainer der Nationalmannschaft gekürt.

Von allen Seiten wird die Personalentscheidung sicher nicht wohlwollend betrachtet, die Einwände reichen von “ Sucht normalerweise den schnellen Erfolg, dies kann wieder mit der Gegenfrage beantwortet werden, Was braucht der DSV ??????


Die DSTV wünscht ihm viel Erfolg und sichert eine Zusammenarbeit gerne zu.


Anni Vandenhirtz

 

 

 


 

DSTV Auswertung der Fragebogenaktion
„Stellenwert des Schwimmtrainers“

Durch viele Anfragen angeregt, hat die Deutsche Schwimmtrainervereinigung eine Fragebogenaktion über den finanziellen Bogen der Entlohnung sowie rechtliche Absicherung eines Arbeitsvertrages gestartet.

Diese Aktion begann während der Deutschen Meisterschaften in Berlin im April 2008 ging weiter während der Jahrestagung der DSTV in Zeuthen Mai 2008 und endete mit den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin 2008

Insgesamt wurden 208 Fragebogen anonym ausgefüllt und abgegeben.
Die Garantie des Wahrheitsgehaltes kann natürlich nicht von der DSTV übernommen werden, jedoch nach Prüfung und Analyse der ausgefüllten Bogen besteht die Gefahr der Übertreibung in keinster Weise. Im Gegenteil, für welches Salair teilweise ein unvorstellbarer Teil der eigenen Freizeit in den Dienst des DSV gestellt wird, spottet jeder Beschreibung
Da gibt es Trainer mit der A – Lizenz, welche selber die Ausbildung bezahlt haben und nach eigenen Angaben 60 Stunden im Monat für 250,00 € arbeiten, das entspricht einem Stundenlohn von 3,16 € der Mindestlohn im Baugewerbe beträgt meines Wissens nach 6,50 €

Erste Auswertung:

Es wurden 208 Fragebogen ausgefüllt abgegeben, erfreulich nur 5 haben keine Lizenz angekreuzt
Die 203 Fragebögen teilen sich auf in A – Lizenz 58 / B – Lizenz 93 / und C Lizenz 52.

Aus – und Fortbildung
Im ersten Teil des Fragebogens ging es um die Finanzierung der Ausbildung und der Fortbildung der einzelnen Lizenzen.

Über 54 % der Kosten der Ausbildung und 51 % Kosten der Fortbildung wird von den Vereinen übernommen.
30 % bei der Ausbildung und 34 % der Fortbildung wird von den Akteuren selber getragen
Der Rest wird teils vom Verband und gesplittet selber und Verein übernommen.

117 Teilnehmer gaben als Tätigkeit die Bezeichnung Trainer an.

Weitere 83 Trainer sind zusätzlich zu ihrer Trainertätigkeit auch noch in der Vereins - Vorstands – oder Verbandsarbeit mit organisatorischen Aufgaben eingebunden.
8 Teilnehmer hatten dazu keine Angaben.

Finanzierungen
Im zweiten Teil des Fragebogens ging es um die Finanzierung der Tätigkeit als Trainer

Die Frage zum Erhalt einer Aufwandsentschädigung beantworteten 106 Trainer mit ja
Davon mit C Lizenz 25 B Lizenz 53 A Lizenz 26 ohne Lizenz 2

Jedoch nur 74 Akteure nannten den Betrag der Aufwandsentschädigung:

Betrag pro Monat C Lizenz B Lizenz A Lizenz Anzahl
Bis 100,00 €
5 4 2 11
200,00€
7 13 5 25
300,00€
1 4 4 9
400,00€
1 2 5 8
500,00€
- 4 5 9
600,00€
- 3 1 4
700,00€
- 2 - 2
800,00€
- 2 - 2
900,00€
- - 1 1
1.500,00€
- - 1 1
2.800,00€
- 1 - 1
4.500,00€
- - 1 1 Verband

Fast 50 % der Trainer erhalten eine Aufwandsentschädigung nur bis 200,00 €

Die Frage nach Vergütung mit Stundensätzen beantworteten
Mit ja 97 Trainer
Mit nein 105 Trainer
Keine Angaben 6 Trainer

Die 97 Trainer mit Vergütung nach Stundenlohn teilen sich auf:

C Lizenz 34 Trainer davon erhalten 10 eine zusätzliche Aufwandsentschädigung
B Lizenz 44 Trainer davon erhalten 18 eine zusätzliche Aufwandsentschädigung
A Lizenz 15 Trainer davon erhalten 8 eine zusätzliche Aufwandsentschädigung
4 machten keine Angaben über die Höhe ihrer Aufwandsentschädigungen.

Die Stundenlohnsätze gehen von 3,72 € bis 45,00 €

Stundensatz A Lizenz B Lizenz C Lizenz Anzahl
3,72 - 5,70 € 2 5 7 14
6,00 - 7,70 € 1 5 13 19
8,00 - 9,80 € 3 11 12 26
10,00 - 15,00 € 9 21 1 31
18,00 - 20,00 - 45,00 € - 2 1 3

35% der befragten Trainer arbeiten im Bereich der Stundensätze bis 7,70 € wobei 60 % dieser Trainer im Besitz der C Lizenz sind.
28 % der befragten Trainer arbeiten im Bereich 8 – 10,00 € Stundenlohn und 33 % wobei hier auch der größte Anteil im Besitz der A + B Lizenz ist im Stundenlohnbereich 10,00 – 15,00 %

Die Frage nach einem festen Monatsgehalt wurde von 44 Trainern mit ja beantwortet davon erhalten 10 Trainer noch eine zusätzliche Aufwandsentschädigung.

 

Monatsgehalt netto A Lizenz B Lizenz C Lizenz Aufwandsentschädigung
175,00 - 800,00 € 4 5 - 2 x 400,00 u. 1 x 250,00 €
1.000,00 € - 1.600,00 € 11 3 - 1 x 120,00 u. 1 x 200,00 €
2.000,00 € - 3.300,00 € 2 2 1 1 x 100,00 u. 1 x 5,00 €

 

Monatsgehalt brutto A Lizenz B Lizenz C Lizenz Aufwandsentschädigung
178,00 € - 800,00 € 2 2 - 1 x 400,00 €
1.000,00 € - 1.850,00 € 1 2 - -
2.000,00 € - 2.900,00 € 6 1 - 1 x 300,00 € u. 1 x 400,00 €
3.200,00 € -4.000,00 € 2 - - -


Aus diesen Auswertungen Stundensatzverrechnungen und Gehälter ist zu ersehen, dass die Finanzierungen meist gemischt erreicht werden über Verein, Stadt, Land und Bund.
Dies bedeutet natürlich eine große Unsicherheit innerhalb der Planung für den Betreffenden, da die Finanzierungen sehr stark leistungsabhängig sind und jedes Jahr neu aufgestellt werden, sodass eine langfristige Planung mit finanzieller Absicherung nicht möglich ist.

Die Frage zu weiteren Vergütungen beantworteten 26 Trainer mit ja

aufgeteilt:

A Lizenz 11

B Lizenz 11

C Lizenz 4

Jedoch nur 3 Trainer machten Angaben über ihre Vergütung:

A Lizenz 2.450,00 €
B Lizenz 160,00 € und 60,00 €

Arbeitsvertrag

Der Arbeitsvertrag eines der wichtigsten Bestandteile eines jeden Trainers, der am Beckenrand steht, konnten nur 72 Trainer mit ja beantworten.
133 Trainer arbeiten ohne Arbeitsvertrag zusätzlich machten 3 keine Angaben hierzu.

Bei den 72 Trainern haben je 40 % in der A und B Lizenz und 20 % in der C Lizenz einen Arbeitsvertrag
Bei den 133 Trainern ohne Arbeitsvertrag ist das Verhältnis A und C Lizenz jeweils 1/3 und bei der B Lizenz 2/3

Bereits 1996 hat der Rechtsanwalt der DSTV Dr. Helmuth Reitz in einem ausführlichen Referat auf der Jahrestagung in Warendorf auf die Wichtigkeit eines Arbeitsvertrages hingewiesen.
(nach zu lesen Band 12 Lernen und Optimieren)

Gerade auch ehrenamtliche Mitarbeiter am Beckenrand sollten über einen Arbeitsvertrag abgesichert sein, da bei Streitigkeiten innerhalb des Vereins in Haftungsfällen der ehrenamtliche Mitarbeiter keinen Beweis vorlegen kann, dass er die Arbeit im Auftrag des Vereins ausgeführt hat.

Bewertung

Alle diese Ausführungen sind natürlich nur ein Spiegelbild der abgegebenen Formulare, jedoch sehr deutlich ist zu erkennen, dass immer noch ein Großteil unserer Trainer mehr aus Idealismus denn aus materiellem Anreiz den Beruf oder die Berufung aus üben.

Die gerade stattgefundene Olympia – Auswertung in Göttingen hat auch deutlich gemacht, dass der Bereich der Trainerfinanzierung noch auf sehr wackeligen Füssen steht und hier nach Gutdünken der jeweiligen Vereine und Organisationen gehandelt wird.
Bestes Beispiel der Ausspruch eines erfolgreichen Spitzentrainers „vom Trainergehalt könnte ich nicht leben“
Jeder weiß, welcher Zeitaufwand nötig ist, um Aktive im Spitzenbereich zu trainieren!

In einem Zeitungsartikel war zu lesen, ich zitiere:

Ein Viertel aller deutschen Trainer im olympischen Hochleistungssport arbeiten nur auf Honorarbasis, davon verdienen über die Hälfte weniger als 400,00 € im Monat, zudem beträgt die durchschnittliche Vertragsdauer 1,7 Jahre.

Dieser Ausspruch bestätigt unsere erste Auswertung.

Die Deutsche Schwimmtrainervereinigung wird sich weiterhin mit der Auswertung und dem Stand des Trainers innerhalb der sportlichen Entwicklung der Vereine und Verbände beschäftigen.

29.9.2008
Anni und Claus Vandenhirtz




 

Die Deutsche Schwimmtrainer - Vereinigung gratuliert

Britta Steffen

zu


ihrem großartigen Erfolg der Goldmedaille über

100 m Freistil in


0:53,12

sowie zu ihrer Goldmedallie über 50 m Freistil in 24,06

Die deutsche Schwimmtrainer - Vereinigung gratuliert

Norbert Warnatzsch

dem Trainer von Britta Steffen zum großartigen Erfolg

seiner Schwimmerin bei den Olympischen Spielen in Peking 2008


Gegenüberstellung DM Berlin - OS Peking

unserer Teilnehmer in Peking

 

FRAUEN

Strecke
Name
Bestzeit

Qualizeit

DM Berlin

Erreichte

Zeit Peking

Platzierung
50 F Britta Steffen DR 24,19 24,19 24,90 VL 6  
        24,43 SF 3  
        24,06

Finale

OR + DR

1. Olympiasiegerin
  Petra Dallmann 25,29 25,29 25,43 V 25  
100 F Britta Steffen ER 53,05 53,20 53,57 VL 2.  
        53,96 SF 6.  
        53,12 Finale 1. Olympiasiegerin
  Petra Dallmann 54,35 54,90 54,70 VL 16  
        55,05 SF 13  
200 F Annika Lurz DR 1:55,68 1:57,83 1:59,98 VL 22  
  Petra Dallmann 1:58,60 1:58,60 2:00,21 VLK 24  
400 F Jaana Ehmcke 4:10,56 4:10,56 4:15,15 VL 25  
800 F Jaana Ehmcke 8:26,70 8:26,70 8:39,51 VL 25  
100 R Christin Zenner 1:01,24 1:01,24 1:03,87 VL 42  
  Antje Buschschulte DR 1:00,33 1:01,30 1:00,48 VL 14  
        1:01,15 SF 15  
200 R Christin Zenner 2:12,61 2:12,61 2:20,28 VL 34  
100 B Sarah Poewe ER 1:07,10 1:08,69 Vl 20  
  Sonja Schöber 1:07,81 1:08,17 1:11,36 VL 36  
200 B Sarah Poewe 2:25,10 2:25,53 abgesagt      
  Anne Poleska 2:25,79 2:25,79 2:26,74 VL 14  
        2:26,71 SF 10  
100 S Daniela Samluski DR 58,63 58,63 1:00,27 Vl 46  
200 S kein Start            
200 L Katharina Schiller 2:13,73 2:13,73 2:18,00 VL 30  
400 L Nicole Hetzer 4:37,97 4:43,49 abgesagt      
  Katharina Schiller 4:45,32 4:45,32 4:51,52 VL 29  
4x100 F Maike Freitag 55,12 55,12 54,53 VL 3  
  Antje Buschschulte DR 54,39 55,04 54,29      
  Daniela Götz 54,94 55,04 55,34      
  Britta Steffen ER 53,03 53,20 54,16      
4x100 F Britta Steffen ER 53,03 53,20 OR 53,38 Finale 5 3:36,85
  Maike Freitag 54,53 55,12 54,30      
  Daniela Götz 54,94 55,04 55,34      
  Antje Buschschulte 54,39 55,04 53,83      
4x200 F Maike Freitag 1:58,92 1:59,40 1:58,09 VL 12 7:58,11
  Petra Dallmann 1:58,60 1:58,60 1:59,55      
  Daniela Samulski 1:59,67 2:02,11 2:01,67      
  Annika Lurz 1:55,68 1:57,83 1:58,80      
4x100 L Antje Buschschulte 1:00,33 1:01,30 1:00,51 VL 9 4:02,53
  Sarah Poewe 1:07,10 1:07,10 1:08,55      
  Daniela Samulski DR 58,63 58,63 59,78      
  Britta Steffen ER 53,03 53,20 53,29      

 

MÄNNER

Strecke Name Bestzeit

Qualizeit

DM Berlin

Erreichte

Zeit Peking

  Platzierung  
50 F Steffen Deibler 22,11 22,11 22,67 VL 38  
  Rafed El-Masri DR 21,86 22,26 21,96 VL 10  
        22,09 SF 14  
100 F Steffen Deibler DR 48,55 48,55 49,39 VL 33  
200 F Paul Biedermann DR 1:46,37 1:46,37 1:47,09 VL 5  
        1:46,41 SF 5  
        DR 1:46,00 Finale 5  
400 F Paul Biedermann 3:47,69 3:47,69 3:48,03 Vl 18  
  Christian Kubusch 3:48,00 3:47,96 3:52,73 VL 29  
1500 F Christian Kubusch 15:13,71 15:13,71 abgesagt      
100 R Helge Meeuw ER 53.10 53,10 54,88 VL 19  
  Thomas Rupprath 53,92 54,16 55,77 VL 33  
200 R Helge Meeuw DR 1:56,34 1:57,92 1:58,42 VL 11  
        1:56,85 SF 8  
        2:00,97 Ausschwimmen 9  
100 B kein Start            
200 B kein Start            
100 S Thomas Rupprath DR 51,88 52,05 53,56 Vl 45  
  Benjamin Starke 52,23 52,23 53,50 VL 41  
200 S kein Start            
200 L Markus Deibler 2:02,23 2:02,23 2:04,54 VL 32  
400 L kein Start            
4x100 F Steffen Deibler 48,55 48,55 49,61 VL 15 3:18,00
  Jens Schreiber 49,34 49,34 59,58      
  Benjamin Starke 49,44 49,44 49,65      
  Paul Biedermann 49,27 49,27 49,15      
4x200 F Paul Biedermann DR 1:46,00 1:46,37 1:47,48 VL 12 7:13,92
  Benjamin Starke 1:48,10 1:48,10 1:48,51      
  Christian Kubusch 1:49,23 1:50,00 1:49,28      
  Stephan Herbst 1:48,64 1:48,98 1:48,65      
4x100 L kein Start            

 


 

Schlussbetrachtungen

Am letzten Tag eine zweite Goldmedaille für Britta Steffen über 50 m Freistil in 24,06 gleichbedeutend mit Olympia Rekord und Deutschem Rekord.
Herzlichen Glückwunsch!

Nun sind die Schwimmwettkämpfe während der Olympischen Spiele 2008 in Peking Geschichte.

Aus deutscher Sicht betrachtet mit vielen Enttäuschungen, die Hoffnungen, welche durch die erreichten Zeiten bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin geweckt wurden, sind bis auf drei Ausnahmen nicht erfüllt worden.

Britta Steffen und Paul Biedermann haben die Erwartungen erfüllt bezw. übertroffen.

Alles andere war Enttäuschung pur. Hier gibt es viel zu tun.

Wir haben uns die Mühe gemacht und eine Auflistung erstellt.
Hier sind die persönlichen Bestzeiten – die geschwommenen Qualifikationszeiten Zeiten in Berlin und die erreichten Zeiten mit Platzierung in Peking aufgelistet. So kann sich jeder selbst ein Bild von der wenig überzeugenden Leistung unserer Mannschaft machen.

Vielleicht kann unsere zusammengestellte Liste als zusätzliche Grundlage für die weitere künftige Arbeit im DSV dienen.

17.8.2008
Anni und Claus Vandenhirtz

(17.08.08)


Bundestrainer Manfred Thiesmann berichtet telefon-life für die DSTV von den Olympischen Spielen in Peking


Bericht 4


Britta ist weiter auf Erfolgskurs, als drittschnellste hat sie sich für das Finale über 50 m Freistil qualifiziert.
Ansonsten zieht sich der Faden der Erfolglosigkeit weiter durch das deutsche Schwimmteam.
Etwas hinterfragt wurden durch Bundestrainer Manfred Thiesmann die einzelnen Staffelaufstellungen unserer Mannschaft.
Bei den Staffelaufstellungen müssen sehr genau die eigenen Stärken und Schwächen den Konkurrenten gegenüber gestellt werden um optimale Zeiten und Platzierungen zu erreichen. Nicht jeder ist als Schlussschwimmerin in der Lage noch letzte Reserven herauszuholen oder als Startschwimmerin optimale Zeiten zu schwimmen. Aus seiner Sicht ist es ein Unding schon weit im Voraus die Staffelaufstellung festzulegen.

Die Siegesserie von Michael Phelps steht natürlich weiterhin als Gesprächsthema ganz oben. Diese konstante Leistungsserie auf Weltrekordniveau ragt doch sehr heraus und überall gibt es Bewunderung, Hinterfragung und natürlich auch Zweifel ob alles mit rechten Dingen zu geht, jedoch sind dies alles nur Spekulationen.

Eine weitere Beobachtung und ein Unterschied zum deutschen Team stellte Bundestrainer Manfred Thiesmann bei den gegebenen Interviews fest, unsere Athleten sind außer Atem besonders bei Helge Meeuw und Christin Zenner festzustellen, dagegen bei den Spitzenathleten anderer Länder ist bei den Gesprächen keinerlei Atemnot festzustellen, also eine super gute und kurze Erholphase.

Ein Fazit dieser Olympischen Spiele in Peking ist auf jeden Fall eine enorme Leistungssteigerung nicht nur bei den Aktiven anderer Erdteile, sondern auch bei den Athleten aus den europäischen Nachbarländern, wie Frankreich, Großbritannien und Italien.

Der Deutsche Schwimmverband hat hier großen Nachholbedarf, Ausdauer allein genügt nicht, man muss auch schnell schwimmen können.

Es ist zwar noch nicht offiziell, jedoch unter der Hand wird der Cheftrainer Springen „Lutz Buschkow“ aus Halle als neuer Sportdirektor gehandelt, wahrscheinlich hat die Erfolgsserie der Springer den Ausschlag gegeben, ob man jedoch die Organisation der verhältnismäßig kleinen Gruppe der Springer auch auf die Schwimmer übertragen kann, bleibt abzuwarten.

Dies ist der letzte Bericht life aus Peking, da Manfred Thiesmann am Sonntag bereits seine Heimreise antritt.
Er war ja nicht zum 1. Mal in China, sondern seit 1982 hat er bestimmt 10 x das Land besucht und auch er bestätigt die gewaltigen Sprünge in der Entwicklung dieses Landes und nach anfänglicher sehr strengen Bewachung und Abgrenzung innerhalb des Olympischen Geländes wird nach seiner Beobachtung die Stimmung immer gelockerter, die Fröhlichkeit und Aufgeschlossenheit nimmt immer mehr zu, so dass auch hier allmählich der Funke Olympia überspringt.

Die Deutsche Schwimmtrainer - Vereinigung bedankt sich ganz herzlich bei Manfred Thiesmann, dass er uns seine Sichtweise, Beobachtungen und Stimmungen life zur Verfügung gestellt hat.

Wir wünschen ihm für seine Resttätigkeit als Bundestrainer noch viel Erfolg und wünschen uns, dass er auch weiterhin dem Schwimmsport mit seinen Erfahrungen und seinem Wissen zur Verfügung steht.

Protokolliert 16.8.2008

Anni Vandenhirtz

(16.08.08)

 


 

Bundestrainer Manfred Thiesmann berichtet telefon-life für die DSTV von den Olympischen Spielen in Peking


Bericht 3

Endlich eine Erfolgsnachricht!


Britta Steffen hat Gold über 100 m Freistil in 53,12 geholt und das bei komplett vertretener Weltelite im Finale.

Dies bedeutet die erste Goldmedaille für den DSV nach 16 Jahren.

Dies waren die ersten Worte von Manfred Thiesmann bei unserem täglichen Telefongespräch direkt aus Peking.

Bei diesem Finale waren denn auch fast alle DSV Mannschaftsmitglieder in der Schwimmhalle anwesend und es herrschte auch endlich einmal Stimmung im deutschen Lager, was bei den vorherigen Tagen nicht unbedingt der Fall war.

Bemerkenswert die Parallele zwischen dem überragenden Schwimmer dieser Spiele Michael Phelps und Britta, beide haben kein Höhentraining absolviert.
Britta hat hier ihren eigen Kopf gegen ihren Trainer Norbert Warnatzsch durchgesetzt, der das Höhentraining sehr befürwortet, man sieht der Erfolg gibt ihr recht, was natürlich nicht bedeuten soll, dass Höhentraining generell in Frage gestellt werden soll, aber es führen eben viele Wege nach Rom, hier bezw. nach Peking.

Die unterschiedlichen Vorbereitungen innerhalb der Nationalteams anderer Länder wird sicherlich noch ein Thema sein, womit sich die Deutsche Schwimmtrainer – Vereinigung bei ihrer nächsten Jahrestagung in Goch 2009 beschäftigen wird.

Michael Phelps USA stellt jedoch alle anderen Teilnehmer dieser Schwimmwettbewerbe in den Schatten. Seine unheimlich schnelle Erholung, bei seinem Wahnsinns Programm alle Wettkämpfe mit Vorlauf – Semi Finale und Finale bedeuten ja je Disziplin 3 x starten, sind bemerkenswert. Heute morgen bei den Finalläufen gewann er seine 6. Goldmedaille über 200 m Lagen in Weltrekordzeit 1:54,23 dann folgte das Finale von Britta, nach der Siegerehrung 200 m Lagen hatte er gerade noch Zeit seinen Schwimmanzug zu wechseln und seine Goldmedaille zur Aufbewahrung zu geben um im Semi Finale über 100 m Schmetterling die zweitbeste Zeit 50,97 hinter dem Serben Milorad Cavic in 50,92 zu erreichen. Hier stellt sich die Frage nach seinem Trainingsaufbau oder ist hier einfach ein Ausnahmetalent mit Ergeiz und Einsatz zum Tragen gekommen?

 

Protokolliert 15.8.2008

Claus Vandenhirtz

(15.08.08)


 

Bundestrainer Manfred Thiesmann berichtet telefon-life für die DSTV von den Olympischen Spielen in Peking


Bericht 2

Eine gewisse Routine folgt nun den Tagesabläufen und andere Sportarten sind ebenfalls sehr interessant zu betrachten, welche Leistungen dort geboten werden. Beach Volleyball bei dieser hohen Luftfeuchtigkeit ist eine echte Herausforderung, der noch lange nicht jeder gewachsen ist. Da ergeht es den Schwimmern wesentlich besser, die Luft im National Aquatics Center ist hervorragend und für Athleten und Zuschauer gleichermaßen gut zu ertragen.

Ab und zu regnet es nein d.h. es schüttet und dann ist jede Bewegung im Freien eine Komplett dusche. Da ist ein Besuch in einer Markthalle schon wesentlich besser zu verkraften, jedoch das Angebot ist schon für unsere Augen teilweise gewöhnungsbedürftig.


Die Finalläufe am frühen Morgen scheinen für Europäer eine Herausforderung zu sein, auch bei anderen Spitzenathleten sind Einbrüche zu verzeichnen, so kam im Finale über 4 x 200 m Freistil Frauen auch eine Lillhage aus Schweden nicht unter die 2:00 Minuten Grenze.

Bei Helge Meeuw beim Ausschwimmen um einen Finalplatz über 200 m Rücken machte sich sehr deutlich ein Einbruch im Leistungszustand bemerkbar, bis 100 m konnte er dem Russen Arkady Vyatchanin stand halten, dann jedoch blieb er mit 3,22 Sekunden zurück und konnte so keinen Platz untern den ersten 8 erreichen.

Tröstlich ist, dass auch bei anderen Nationen Berg und Talfahrten in der Qualifikation um Finalplätze stattfinden.
So konnte sich die Weltrekordlerin über 100 m Freistil Lisbeth Trickett Australien nur über die Disqualifikation der Chinesin Pang Jiaying für das Finale qualifizieren.

Olympische Spiele sind eben etwas besonderes, manche Athleten wachsen bei diesen Wettkämpfen über sich hinaus, andere haben nicht die Nervenstärke um diesem Druck standhalten zu können.

Jedoch kann dies alles nicht über die allgemeine Leistungsschwäche der deutschen Schwimmer mit einzelnen Ausnahmen hinwegtäuschen. Unterschiedliche Zeitzyklen mit Qualifikationsmodalitäten sind schon angesprochen worden, aber auch das alleine kann nicht der Grund sein. Schließlich haben viele Länder aus europäischer Sicht die Europameisterschaften im März diesen Jahres auch als Qualifikationswettkampf genutzt und diese Zeitspanne entspricht auch der unseren. Ein Unterschied könnte jedoch die Zusammensetzung unserer Mannschaft darstellen.
Eine Vielzahl von Vereinen stellen jeweils einen Athleten, der dann diesen letzten und wichtigsten Abschnitt, einen kompletten Zyklus von April Deutsche Meisterschaften bis zu den Olympischen Spielen, quasi alleine mit seinem Trainer absolvieren muss, abgesehen von den Vorbereitungslehrgängen, an denen dann vielleicht der eigene Trainer aus beruflichen Gründen nicht teilnehmen kann. Wir sollten vielleicht einmal über den Tellerrand schauen, es wird immer mehr in sogenannten Trainingszentren mit internationaler Besetzung das Training gemeinsam durchgezogen, dies erhöht sicherlich die Trainingsintensität, da hier auch andere Athleten um Medaillen kämpfen.

Vielleicht war aber auch die Zeit zu kurz um die völlige Umstellung der Wettkampfvorbereitung durch den Sportdirektor Örjan Madsen zu bewerkstelligen.

Fragen auf die noch Antworten gefunden werden müssen.

Protokolliert

Anni Vandenhirtz

(14.08.08)


 

Bundestrainer Manfred Thiesmann berichtet telefon-life

für die DSTV von den

Olympischen Spielen in Peking

Nach der Nichtnominierung von Manfred Thiesmann durch den DSV für die Olympischen Spiele in Peking hat sich Michael Groß, dreifacher Olympiasieger - zählt zu den erfolgreichsten Schwimmern aller Zeiten - sehr kurzfristig mit Manfred Thiesmann in Verbindung gesetzt und für ihn als Zuschauer die Teilnahme bei den Olympischen Spielen ermöglicht. Ein Zeichen, dass man sich sehr gut verstanden hat und dies bis zum heutigen Tage überlebt hat.
Manfred Thiesmann, viele Jahre Mitglied des Trainerrates in der Deutschen Schwimmtrainer Vereinigung hat sich freundlicherweise bereit erklärt seine Eindrücke bei den Schwimmwettkämpfen in Peking wertfrei der DSTV zur Verfügung zu stellen

1. Bericht


Nach hektischer Anreise, direkt vom Flughafen zur Schwimmhalle, ist der erste Eindruck überwältigend, hier wurden wirklich alle Register gezogen um optimale Bedingungen zu schaffen.
Offiziell sind die Schwimmwettkämpfe ausverkauft, jedoch gibt es immer noch freie Plätze, die Stimmung bei den Zuschauern empfindet er als sehr diszipliniert, es fehlt die losgebundene Fröhlichkeit vergangener Olympischer Spiele, das gleiche gilt auch für die Siegerehrungen.
Eine andere Sichtweise tut sich auf, die deutsche Mannschaft sitzt ihm auf der Tribüne direkt gegenüber, freundliches Grüßen und Zuwinken von einigen Aktiven, bedeuteten Balsam für die Seele. Gemeinsam mit Michael Groß kann Manfred Thiesmann nun objektiv seine Beobachtungen aufnehmen.

Zur deutschen Mannschaft vor Ort denkt er, auch wenn dies so etwas nebensächlich abgetan wird, dass der neue Speedo Anzug zumindest in den Köpfen und psychisch eine große Rolle bei den deutschen Athleten spielt, da sie eine der wenigen Mannschaften vor Ort sind, die diese neuen Anzüge nicht tragen dürfen, da sie laut Verband an ADIDAS vertraglich gebunden sind.
Immerhin starten nach seinen Angaben und dies ist ja auch im Fernsehen zu beobachten ca. 90 % in Speedo Anzügen. Er denkt dass dies noch eine große Diskussion innerhalb des DSV geben wird. Man muss sich nicht gegen ADIDAS stellen, sondern sollte den Aktiven eine freie Materialwahl zugestehen. Immerhin sollen Tests ergeben haben, dass der Athlet bei 50 m bereits 0,5 Sekunden schneller schwimmt als mit anderer Schwimmbekleidung.
Anmerkung:
Bei den deutschen Meisterschaften, der einzigen Qualifikation für Peking hatten unsere Athleten die freie Materialwahl und haben teilweise ihre Olympia Qualifikation in eben diesen Speedo Anzügen erreicht.

Weiterhin wurde seiner Meinung nach das Höhentraining zu stark auf den Höhepunkt Deutsche Meisterschaften mit Olympia Qualifikation ausgerichtet. Die gesamte weitere Vorbereitung war wahrscheinlich zu lang und keine komplette gemeinsame Vorbereitung, da aus schulischen und beruflichen Gründen immer wieder etliche nicht teilnehmen konnten oder wollten.
Ein viertel Jahr zur Vorbereitung mit Vorbereitungslehrgängen ist einfach zu lang. Die Wissenschaft allein sollte nicht maßgebend sein, sondern die Praxis muss viel mehr eingebunden werden. Der Trainer ist schließlich nicht nur dazu da die Stoppuhr zu halten.


Protokolliert:
Claus Vandenhirtz

(13.08.08)

 


 

Deutsche Schwimmtrainervereinigung
DSTV

Heinz Hoffmann
Eine Ära ist zu Ende

Heinz Hoffmann “Gründer der Deutschen Schwimmtrainer Vereinigung e.V. ist am 20.7.2008 im Alter von 94 Jahren verstorben.

Amann – Meistermacher – Schwimmpapst – Boss – mit vielen Namen wurde er gerufen, für seine Aktiven war er Trainer und auch väterlicher Freund, der sie ins Leben begleitete und ihnen, wo immer nötig, Hilfestellung anbot.
Für die Trainer war er Kollege – Freund und vor allen Dingen Vorbild in seiner Haltung zur Leistung, Erweiterung und Förderung des Wissenstandes im Hochleistungstraining.
Je mehr seine Aktiven als Leistungsträger in die Nationalkader einstiegen, je mehr stellte er eine unzufrieden stellende Zusammenarbeit DSV – Trainer fest.
Seit 1961 hat Heinz Hoffmann sich bemüht die Trainer in den DSV mehr einzubeziehen, um so eine effektivere und erfolgreichere Zusammenarbeit zu starten.
Dies gelang auch zwischenzeitlich bereits 1967 wurde parallel zum Schwimmausschuss unter Führung des Generalsekretärs ein Trainerausschuss berufen. Hier entstand unter Mitwirkung von Heinz Hoffmann eine sehr gute und erfolgreiche Zusammenarbeit, welche jedoch nach den olympischen Spielen 1968 in Mexiko wieder aufgelöst wurde.

 

 

Von 1969 bis 1971 gab es einen Schwimmausschuss von 3 Trainern, welche die Sparte Leistungssport zu vertreten hatten. Auch hier arbeitete Heinz Hoffmann erfolgreich an vorderster Front.
1971 verdichteten sich die Gerüchte, dass der DSV an einer Zusammenarbeit mit den Trainern nicht mehr interessiert war.
Diese Ausbootung wurde von Seiten der Trainer nicht kritiklos hingenommen und Heinz Hoffmann war der Anlaufpunkt aller Zuschriften und Beschwerden, in dieser Sache etwas zu unternehmen.
So wurden bei den Deutschen Meisterschaften 1971 in Wattenscheid ein Rundschreiben an die Trainer verteilt um bei einer Zusammenkunft über eine stärkere Vertretung der Trainer zu beraten.
Am 11.8.1971 sprachen sich dann 58 Trainer für die Gründung einer Trainervereinigung aus.
Auf dieser Versammlung bestätigte Helmut Kempf, Mitglied im DSV Schwimmausschuss, dass der Schwimmwart sehr wohl die Zusammenarbeit mit den Trainern wünscht und es sollten auf dieser Versammlung 3 Vertreter gewählt werden um die Belange der Trainer im Schwimmausschuss zu vertreten.
Dies erfolgte auch und anschließend wurde der Vorsitzende der Trainervereinigung gewählt. Mit 44 Stimmen wurde Heinz Hoffmann Präsident dieser Trainervereinigung.
Unter der Federführung des Gründers Heinz Hoffmann entwickelte sich diese Trainervereinigung kurz genannt „DSTV“ zu einem selbständigen und anerkanntes Gremium im Deutschen Schwimmverband mit Sitz und Stimme in den Hauptausschüssen und Fachausschüssen.
Die Trainerfortbildung erreichte neue Qualitäten, die Jahrestagungen der DSTV entwickelten sich als Treffpunkt der Trainer und das Mitspracherecht der Trainer wurden immer mehr ausgebaut.
So wurde unter seiner Leitung der Wille zur Mitbestimmung und die Bereitschaft Mitverantwortung zu tragen um so die Vorstellungen und Forderungen der Praktiker des Schwimmsportes der Trainer eingebracht und die Vorhaben fanden in den Ausschüssen positive Resonanz.
1983 wird durch Fragebogenaktionen und Arbeitskreise unter Leitung von DSTV Präsident Heinz Hoffmann eine konkrete Wettkampfplanung erarbeitet , welche bei der Veröffentlichung im Schwimm Magazin positiv bewertet wurde.
Immer wieder war es Heinz Hoffmann der mit neuen Ideen und seinem unverwechselbaren Willen Dinge zum positiven wendete und damit die Zusammenarbeit DSV und DSTV weiter ausbaute und festigte.
So ist es nicht verwunderlich, dass unter seiner Leitung die Vereinigung zur größten Schwimmtrainer Vereinigung in Europa avancierte.
1984 als 70ig jähriger legte er den Vorsitz der DSTV in die Hände von Georg M. Fuchs. Dies bedeutete aber keinesfalls aufhören und zurückziehen, nein, als einstimmig gewählter Ehrenpräsident war seine Mitarbeit auch weiterhin ungebrochen.
Heinz Hoffmann einer der engagiertesten und erfolgreichsten deutschen Trainer, der durch seine überragende Arbeit seine Schützlinge zu Weltklasseleistungen geführt hat und dabei das Ansehen der Trainer in vorbildlicher Weise gefördert und unterstützt hat, weilt nun nicht mehr unter uns.
Die Geschichte der DSTV wird jedoch auch weiterhin mit dem Andenken an seinen Gründer Heinz Hoffmann verbunden bleiben.

Anni Vandenhirtz


 

Was kommt nach Olympia


DSTV informiert


Viele Fragen werden an die DSTV gestellt, welche auch durch uns nicht immer zufriedenstellend beantwortet werden können.
So reifte bei DSTV Vizepräsident Claus Vandenhirtz der Gedanke bei den verschiedenartigsten Veranstaltungen kurze Informationstreffs zu organisieren. Der Startschuss fiel bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin, hier eine kurze „Info – Veranstaltung“, präsentiert durch die DSTV zu veranstalten.

Auch dem Vorstand der DSTV war und ist aus eigenen Erfahrungen bewusst wie schwierig ein solches Unterfangen sich darstellt, während einer Meisterschaft Trainer für eine kurze Zeit von ihren Aktiven wegzulocken.

Da der Jugend Mehrkampf in den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften integriert war, boten sich die etwas längeren Pausen zwischen Vorläufen und Endläufen an.

So waren denn alle Vorbereitungen auf Freitag d. 13.6. 2008 nach Beendigung der Vorläufe gerichtet.

Dank der hervorragenden Mitarbeit des Referenten für DSV Veranstaltungen Gunnar Kiupel und dem Ausrichter der diesjährigen der Deutschen Jahrgangsmeisterschaften „SSC Reinickendorf“ konnte die Veranstaltung in der Meisterschaftslounge stattfinden.

Bei einem kleinen Umtrunk sollten nachstehende Themen behandelt werden.

< Wie geht es weiter nach Olympia?
< Terminplanung und DSV Jahrgangsmeisterschaften
< Leistungskommission
< Vorschau DSTV Jahrestagung 2009

Zur Stellungsnahme dieser Themen stellten sich freundlicherweise zur Verfügung:

Generalsekretär Jürgen Fornoff als Vertreter des DSV Präsidiums
Tjark Schroeder Vorsitzender Fachausschuss Schwimmen
Achim Jedamsky Bundestrainer Jugend u. Junioren
DSTV Präsidium


In der vollbesetzten Meisterschaftslounge konnte der Präsident der Deutschen Schwimmtrainer Vereinigung Georg M. Fuchs dann auch gut gelaunt die Trainer und Referenten dieser Veranstaltung begrüßen.

Mit dem wohl aktuellsten Thema „Wie geht es weiter nach Olympia“ eröffnete DSV Generalsekretär Jürgen Fornoff die Vortragsreihe welches sich nahtlos mit dem Komplex Leistungskommission verband.
Freimütig, ohne Beschönigung bekannte er, dass es nicht gelungen ist bis Peking besser zu werden. Der Wechsel innerhalb der Olympiaperiode bis Peking hat einerseits nicht den erwünschten schnellen Erfolg gebracht, andererseits war eine Umsetzung von neuen Strukturen so schnell nicht möglich.
Jedoch Rückwärtsschauen bringt nichts, die brennenste Frage ist und bleibt wie geht es weiter, um in London 2012 erfolgreich zu sein.
Der deutsche Schwimmverband verfügt über ein sehr zergliedertes System. Landesstützpunkte – Bundesstützpunkte – Olympiastützpunkte, jeder erhält finanzielle Zuwendungen. Die Einrichtung dieser Stützpunkte erfolgte immer nach den Erfolgen in der Vergangenheit, dies soll geändert werden.
Aus diesen Gründen wurde eine Leistungskommission gegründet die sich mit diesen Fragen befassen sollte.
Nach mehreren Sitzungen mit dem DOSB sollen in Zukunft feste Zielvereinbarungslösungen vorgestellt werden und danach können sich Leistungszentren als Bundesstützpunkt bewerben. Es wird also nicht mehr nach den vergangenen Erfolgen die Festlegung erfolgen, sondern in einem Ausschreibungsverfahren 6 – 7 Stützpunkte ausgewählt werden.

Hierbei wird eine komplexe Betrachtung der Möglichkeiten und das Hauptaugenmerk auf eine vernünftige Trainerstruktur innerhalb der Stützpunkte erfolgen. Auch sollen die Erfolgschancen auf Medaillenplätze klar dargestellt und erklärt werden.
Denn bei einer vernünftigen und ausreichenden Bezahlung sprich Unterstützung durch den DSV müssen auch dementsprechende Erfolge eintreten.
Alle anderen Stützpunkte werden durch den DSV keinerlei Bezahlung mehr erhalten.

Weiterhin soll es in Zukunft einen Leistungssportdirektor geben, welcher für alle 4 Sparten des DSV für die Probleme dieser Art die Verantwortung trägt.

An Bundestrainern steht nach Olympia nur noch Achim Jedamsky zur Verfügung, welcher auch weiterhin in diesem Amt bestätigt werden wird.

Offene Positionen müssen neu besetzt werden, jedoch sieht der DSV hier eine Schwachstelle um gute Trainer zu finden, es fehlt an Nachwuchs.
Auch bei diesen Besetzungen sollen nicht nur die bisher erreichten Erfolge ein Maßstab sein, sondern jeder kann sich bewerben. Nachdem nun die Finanzierung sichergestellt ist, konnte Jürgen Fornoff eine Auflistung mit den Bewerbungskriterien an die anwesenden Trainer verteilen.

Vorsitzender des Schwimmausschusses Schwimmen Tjark Schroeder umriss die Schwierigkeiten der weiteren Terminplanung, welche immer wieder durch finanzielle Probleme seitens der Finanzierung in Frage gestellt wird.

Die Wünsche vieler Trainer, ob späte Meisterschaft ohne Qualifikation – oder Meisterschaften entsprechend mit Qualifikation – oder Meisterschaften mit Jahrgangsmeisterschaften – lassen sich nicht einfach unter einen Hut bringen. So steht die Terminierung der Deutschen Meisterschaften auch für 2009 noch auf sehr wackeligen Füssen, da die Verhandlungen mit dem Fernsehen noch nicht abgeschlossen sind.
Allgemein ist bekannt, dass sich die deutschen Termine nach den internationalen Terminen richten
Schwimmwoche „ja“ oder „nein“, diese Diskussion ist auch noch nicht, trotz der überwiegenden Zustimmung bei der Befragung der Trainer durch die DSTV, abgeschlossen.

All diese Schwierigkeiten wurden in kurzen Zügen den anwesenden Trainern nahe gebracht um der im Vorfeld teilweise harschen Kritik aus den Reihen der Trainer entgegen zu treten.

Bundestrainer Achim Jedamsky warb dann für seinen Termin - Deutsche Jahrgangsmeisterschaften 2009 vom 21. – 24.5. 2009
Dieser frühe Termin hatte an den DSTV Info Ständen und bei der DSTV Jahrestagung in Zeuthen immer wieder große Kritik hervorgerufen, da die Pause mit Sommerferien dann einfach zu groß sei.
Achim Jedamsky umriss in kurzen Zügen die Schwierigkeiten um bei den zukünftigen Junioren – Europameisterschaften an die Erfolge vergangener Zeiten anknüpfen zu können.
Bei der Jugend sind immer wieder die Mittel gekürzt worden, so dass ein kontinuierlicher Aufbau der Jugend Mannschaften sich als sehr schwierig darstellt, zumal die größte Anzahl der jeweiligen Mannschaftsmitglieder immer wieder aus wechselnden kleinen und mittleren Vereinen stammen.
Er möchte die Zeit von mindestens 6 Wochen bis zum Topereignis JEM nutzen um bei ein oder zwei Lehrgängen eine Mannschaft zu formen, um Aktive und Trainer mit technischen Verbesserungsmöglichkeiten vertraut zu machen und um die Zuspitzung zum Topereignis auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen.

Auch Bundestrainer haben Zukunftsvisionen welche aber immer wieder an der Realität der Finanzierung scheitern. So möchte Achim Jedamsky als Bundestrainer des Nachwuchses ein Perspektiv Team formen, um den Übergang zur absoluten Spitze abzufedern, da hier mindestens 50 % der Talente bereits verloren gehen.
Wieder zu sehen bei den Jahrgangswertungen, hier sind die Endläufe in einzelnen Disziplinen noch nicht einmal voll belegt.

Zum Schluss konnte DSTV Vizepräsident Winfried Leopold die Jahrestagung 2009 vorstellen, diese findet vom

30.4. – 3.5.2009 in Goch am Niederrhein statt.

Der vorläufige Themenkomplex umfasst unter anderem eine Auswertung der Olympischen Spiele Peking aus deutscher und internationaler Sicht, sowie eine Podiumsdiskussion mit deutschen Teilnehmern der Olympischen Spiele 2008. Dazu gesellen sich Fragen der Belastbarkeit und der Technik des Rückenschwimmens. Ein weiterer Schwerpunkt wird sich mit der Wettkampflehre befassen, einem Thema, dass unter anderem den Aufbau des Trainings vor Wettkämpfen als auch die Renngestaltung und die psychischen Probleme der Vorbereitung jüngerer bzw. erfahrener Schwimmer aufgreifen wird.

Die aufgestellten Plakatwände mit Erinnerungen aus 37 Jahren Deutsche Schwimmtrainer Vereinigung haben deutlich gemacht, dass einige Probleme aus vergangenen Zeiten auch heute nicht an Aktualität verloren haben.


Anni Vandenhirtz

(30.06.08)


 

DSTV Beobachtungen bei der EM
in Eindhoven 2008

Nach einigen Jahren Abstinenz konnte die DSTV wieder 2 Beobachter zu den Europameisterschaften im Schwimmen nach Eindhoven entsenden.

Videoaufnahmen, Analysen und Kontakte für die DSTV waren das Ziel.
Das Hauptaugenmerk sollte auf eventuelle Veränderungen in der Technik liegen, da die Weiterbildung der Trainer, eines der wichtigsten Ziele der DSTV, immer wieder auf dem neuesten Stand erfolgen sollte.
Festzustellen war, dass zahlreichen Beobachterteams einzelner Nationen mit Schwerpunkt auf Videobeobachtungen in Eindhoven vertreten waren. Mit nachfolgenden Teams haben wir Kontakt aufgenommen und teilweise interessante Gespräche geführt. Frankreich waren mit 2 – Schweden 3 – Irland 1 – Großbritannien 2 – Russland 1 – Polen 2 – Italien 3 Videokameras vor Ort.
Die Niederlande waren mit 25 Teilnehmern, 8 Videokameras betreut von Trainern und ehemaligen Schwimmern federführend unter dem Software Ing. Marcel de Natris Macher von swim-watch vertreten. Zusammen mit diesem Team und unterstützt durch den KNZB wurde diese Sofware für alle teilnehmenden Länder erstellt und angeboten. Es wurden alle Semi Finals also 16 Teilnehmer und alle Finals aufgenommen und entsprechende Analysen erstellt.
Hier wurden Schnelligkeit - Zuglänge – Frequenz - Startzeit – Startlänge – Auftauchen – 15 – 25 – 50 – 65 – 75 – 90 und 100 m gemessen, außerdem vor jeder Wende – und den Wendvorgang Diese Daten mit Video standen nach einem Rennen innerhalb von 10 Minuten den Trainern zur Verfügung und konnten über einen entsprechenden Login Code auf dem eigenen Computer abgerufen werden.
• Sehr detaillierte Wettkampfanalysen (jede 50m Bahn aufgeteilt in 6 Sektionen)!
• Videosoftware mit einstellbarer Geschwindigkeitswiedergabe ( 50 Bilder pro Sekunde), perfekt für Training!
• Splitzeiten aufgenommen mit Pocket PCs!
• Reale Zeit mit Startanalyse (mit automatischer Bilderkennung)
Aus unserer Sicht eine gute Begleitung für Trainer zur Analyse des Trainings- und Wettkampfgeschehens.

Wie wir weiter erfuhren, hat der Deutsche Schwimmverband bereits Zugang zu diesem Programm, es wäre wünschenswert, wenn bei der Zusammenarbeit zwischen DSV und DSTV die Möglichkeit bestehen würde, dass auch Trainer welche im Moment nicht direkt in der ersten Reihe stehen, aber sicherlich interessiert sind, einen solchen Zugang erhalten würden.
Wir glauben, dass die Motivation der leistungsbezogenen Arbeit sicherlich erhöht würde. Der DSV braucht viele Trainer, welche Spitzenathleten hervorbringen, Konkurrenz belebt das Geschäft und fördert die Leistung.

Überhaupt ist es schade, dass nach unserem Wissensstand der DSV kein Beobachterteam nach Eindhoven entsandt hat. Einige Trainer wären sicherlich gerne in Eindhoven gewesen.
Allein einmal internationale Sportler im Wettkampf zu beobachten bedeutet Motivation. Außerdem ergeben sich Möglichkeiten, Gespräche mit anderen Trainern zu führen, auch dies erweitert den Horizont und hebt die Begeisterung, das Training wieder neu zu gestalten.

Terminierung
LEN Präsident Bartolo Concolo nannte die Europameisterschaften bei seiner Eröffnungsansprache in Eindhoven einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in Peking. Auf ausdrücklichen Wunsch wurde die EM nach vorne verlegt, um so die Vorbereitungen auf den diesjährigen Höhepunkt OS Peking nicht zu gefährden.
Neu bei diesen EM, auch hier wurde das komplette Programm der WM geschwommen.
Die Teilnehmerzahl mit 878 Athleten aus 42 Ländern lag höher als bei den EM in Budapest, ein weiterer Beweis, dass die EM von allen Ländern als wichtiger Zwischentest angesehen wurde.
Schade, das Deutschland bei diesen EM kampflos seine Vormachtstellung im Schwimmsport abgab, da fast alle Topstars aus unterschiedlichen Gründen nicht angetreten sind.
Da findet ein hochkarätiger Wettkampf statt und fast kein DSV Athlet nimmt teil. Betrachtet man die Teilnehmerliste, so muss man feststellen, dass Sportdirektor Dr. Örjan Madsen mit seiner Aussage: „die Schwimmer brauchen schwere Wettkämpfe“ Recht hatte. Die meisten Spitzentrainer in Deutschland sind dieser Vorgabe leider zu diesem Zeitpunkt nicht gefolgt. Jedoch Trainer Frank Embacher mit seinem Schützling Paul Biedermann folgte den Vorgaben von Sportdirektor Madsen. Sein Athlet war hier schon in einer hervorragenden Form und wurde Europameister mit neuem deutschen Rekord. Laut Trainer Embacher sollte man neue Wege gehen, „sprich Wettkampferfahrung sammeln“ Diese guten Leistungen werden sicherlich dazu beitragen mit mehr Erfahrungen in die Qualifikationsphase einzutreten.

Wenn man bedenkt, dass die Franzosen zum gleichen Zeitpunkt wie wir ihre einzige Qualifikation für Peking bestreiten und hier ihre Leistungen in hervorragender Weise „Weltrekorde Alain Bernard“ in Eindhoven abrufen konnten, muss man sich wirklich fragen was besser ist.
Für die meisten internationalen Spitzenathleten waren die EM ein direkter Härtetest. Durch die Semi Finals und Staffelwettkämpfe gingen sie hier 7 - und teilweise bis zu 15 Mal an den Start.
Auf jeden Fall gehen hier viele Athleten anderer Nationen in bezug auf Leistungsabfrage und Motivation gestärkt in die weitere Vorbereitung für Peking.

Wir haben uns bei vielen Mannschaften über den Qualifikationsmodus für Peking erkundigt.
So waren für die Länder Schweden, Niederlande, Dänemark und Ukraine diese Europameisterschaften die letzte Möglichkeit sich zu qualifizieren, jedoch auf den Nationalen Meisterschaften müssen sich die qualifizierten Athleten noch einmal bestätigen.
Viel interessanter fanden wir jedoch, dass z.b. Spanien genau wie wir nur eine einzige Qualifikation und zwar die Nationalen Meisterschafen zur Verfügung stellen. Bemerkenswert der Termin dieser Nationalen Meisterschaften, Spanien 1. – 6. April 2008

Für Italien und Polen sind die Nationalen Meisterschaften vom 1. – 5. bzw. 3. – 6. April 2008 die letzte Qualifikation, jedoch zusätzlich konnten sich die Athleten auch schon bei der EM in Eindhoven qualifizieren. Trotz der Terminenge war Italien hier sogar mit einem 42 köpfigen Team vertreten.

Trainertreffen:
Das angekündigte Trainertreffen im Hotel van Valk war mit ca. 60 Trainern gut besucht.
Nach der Begrüßung durch die LEN gab es einen Vortrag über „Rhythmus in Swimming“
vorgetragen von “Ross Sanders” erstellt in Zusammenarbeit mit dem Centre for Aquatics Research and Education und Physical Education Sport and Leisure Studies University of Edinburgh.

Bei diesem Vortrag ging es um die Frage:
„Weißt du, ob dein Schwimmer einen guten Rhythmus hat?“

Sehr ausführlich wurden in den einzelnen Schwimmtechniken an Hand von Videoaufzeichnungen, Messungen und Analysen die Körperform zum entsprechenden Rhythmus des einzelnen dargestellt.
Sehr interessant waren die, als Diagramm dargestellten Kraftlinien, welche die einzelnen Arbeitsgänge in einem Zyklus hervorbringen. Z. B. die einzelnen Höhen der Bein- und Arm- Ablituden, sowie die Bewegungen der einzelnen Körperteile, wie Schulter – Kopf – oder Rumpf immer im Zusammenhang mit den einzelnen Körperformen, bzw. Körpergrößen.
Vor allen Dingen konnte man hier feststellen, welchen Kraftaufwand einzelne Bewegungen in Anspruch nehmen und nicht zum optimalen Vorwärtsantrieb beitragen.
Hier gibt es bestimmt viele Ansätze in der Technikanalyse dies zu berücksichtigen.

Diesen sehr interessanten Vortrag sehen wir wieder einmal als guten Start an, dass innerhalb der Schwimmtechniken doch immer wieder neue Erkenntnisse hervorgebracht werden, welche in der richtigen Anwendung bestimmt zur Leistungssteigerung beitragen können.

Als negativ empfanden wir, dass die Aufnahmen nicht aus dem Wettkampfgeschehen hervorgegangen waren, sondern es sich um Aufnahmen einzelner Schwimmer in leeren Becken handelte, Wettkampf und so genanntes Vorschwimmen sind aus unserer Sicht jedoch mit der nötigen Vorsicht zu genießen.

Wir denken durch viele Gespräche und neue Kontakte wäre vielleicht hier die Grundlage geschaffen, einer unserer nächsten DSTV Fachtagungen international zu gestalten.


Es war ein großes Ereignis für die europäische Schwimm – Spring und Synchronfamilie.
Es wurden hervorragende Ergebnisse erzielt. 6 Weltrekorde – 18 Europarekorde und über 200 Nationale Rekorde sprechen eine Sprache für sich, so die Ausführungen von LEN Sekretär Sven Folvik

Super Europameisterschaften sind Geschichte. Die Wettkämpfe und vor allen Dingen der
Letzte Tag war eine Demonstration der Leistungen im Schwimmsport in Europa.

Schade, ohne große Beteilung der deutschen Schwimmer!!!!

Europa hat jedenfalls in Sachen schwimmsportliche Leistungen im Weltschwimmsport auf dem Weg zu den Olympischen Spielen einen guten Platz eingenommen.

Anni und Claus Vandenhirtz

 


Ehrung der erfolgreichsten Trainer im Deutschen Schwimmverband für die Saison 2007


Die Ehrungen erfolgen im Rahmen
der Deutschen Meisterschaften
in Berlin 2008


Jugend – und Junioren Nationalmannschaft

Jaqueline Zenner VfV Hildesheim


Erfolgreichste Trainerin während der Junioren Europameisterschaften in
Antwerpen / Belgien

Christin Zenner Gold 50 m Rücken 0:29.12 AKR / CR Silber 100 m Rücken 1:03,35


Ehrung für die erfolgreichste Nachwuchsarbeit im Jugendbereich im Deutschen Schwimmverband für die Saison 2007


Die Ehrungen erfolgen im Rahmen der
Deutschen Meisterschaften
in Berlin 2008

Für die Erfolge während der Deutschen Jugendmeisterschaften
In Dortmund 2007

1. Wfr. Hannover 190 Punkte

2. S.V. Halle 154 Punkte

3. SG –EWR Rheinhessen Mainz 105 Punkte


Bewertung Platz 1 bis Platz 8 im Endlauf

 


 


 

 


Leistungsbild der DSTV
Deutsche Schwimmtrainer Vereinigung

36 Jahre besteht die Deutsche Schwimmtrainervereinigung, eine in sich eigenständige Stimme im Deutschen Schwimmverband, inzwischen eine der größten Schwimmtrainer-Vereinigungen Europas.
Das Angebot reicht von praxisbezogener Lehrarbeit im Babyschwimmen, Weiterbildung in der Nichtschwimmerausbildung zu neuen aktuellen Erkenntnissen im pädagogischen und psychologischen Bereich in der Arbeit mit Jugendlichen und Athleten, bis hin zu neuen Formen der Technik- und Trainingsschulung im Hochleistungssport.
Durch ihr Fortbildungskonzept ist sie nicht nur eine wichtige Organisation der Deutschen Trainer, sondern inzwischen ist es schon zu einer Selbstverständlichkeit geworden, daß die Trainer der angrenzenden deutschsprachigen Länder Mitglied in der DSTV sind.
Jedoch auch andere europäische Länder schätzen inzwischen die Deutsche Schwimmtrainervereinigung zum Gedankenaustausch von schwimmsportlichen Erkenntnissen und wissenschaftlichen Untersuchungen. Ein fester Bestandteil ist die gegenseitige Mitgliedschaft der niederländischen Schwimmtrainervereinigung und der DSTV, hier werden laufend Erfahrungen der Trainer im Schwimmsport ausgetauscht.
Weiterhin erfolgt ein weltweiter Informationsaustausch durch die Mitgliedschaft der DSTV in der World – Swimming – Coaches - Association – (WSCA)
Diese Mitgliedschaft in der WSCA läßt die deutschen Schwimmtrainer an der Entwicklung des Weltschwimmsports teilnehmen und mitbestimmen.
Die DSTV vertritt nicht nur die Interessen der deutschen Schwimmtrainer innerhalb der verschiedenen Ausschüsse des DSV, sondern ist auch inzwischen zu einer Anlaufstation von unterschiedlichsten Fragen und Problemen um den Schwimmsport allgemein geworden.

36 Jahre Schwimmtrainervereinigung bedeutet auch ein Wandel vom ehrenamtlichen zum Teilzeit- oder Berufstrainer als volltime Job mit allen Nebenwirkungen.
Die neu geschaffene Rechtsberatung für die Mitglieder der DSTV ist ein weiterer wichtiger Bestandteil innerhalb der Arbeit der DSTV.
Die Weiterbildung der Trainer ob ehrenamtlich oder hauptberuflich ist das größte Anliegen der DSTV, denn Stillstand bedeutet Rückschritt.

Die bisher erschienenen 28 Bücher „ Lernen und Optimieren“ dokumentieren Weiterbildung auf hohem Niveau, welche auch an Universitäten im In – und Ausland versandt werden. Diese blauen Bände stellen eine breit gefächerte Dokumentation des Schwimmsports in allen Facetten dar, und ermöglichen auch den Trainern eine fachliche Weiterbildung, die nicht an den Jahrestagungen der DSTV teilnehmen können.
Zusätzlich zu den Dokumentationen der Jahrestagungen erfolgt seit 3 Jahren eine zusätzliche Buchreihe „Zur Methodik des Schwimmtrainings“ welche die Leitthemen der letzten Jahrestagungen behandeln und in ausführlicher Form darstellen.

Die seit 1977 erscheinende Mitglieder Zeitschrift „ Der Schwimmtrainer“ hat nichts an Aktualität verloren.
Bereits in der ersten Ausgabe berichtet unser heutiger Sportdirektor Dr. Örjan Madsen über die Vorbereitung der Nationalschwimmer auf die Olympiade in Montreal 1976

Das seit 1972 aufgebaute Filmarchiv der DSTV mit aktuellen Dokumentationen der modernen Schwimmtechnik bei Internationalen Großereignissen, sowie Aufzeichnungen der gesamten Finalläufe der Deutschen Meisterschaften , und Lehrbeispielen auch mit Unterwasseraufnahmen zeugen von der umfassenden Arbeit innerhalb der DSTV um Trainern auch auf optischem Wege die Weiter- und Fortbildung zu erleichtern.

Das zusätzliche jährlich stattfindende Seminar „Komplexe Leistungsdiagnostik ( KLD )“ ermöglicht im begrenztem Maße Trainern und Aktiven anhand der Tests und deren Auswertung diese mit der KLD vertraut zu machen und Hinweise zur künftigen Trainingsgestaltung an Hand zu geben.

Die Webseite der DSTV (www.dstv-online.de) ermöglicht den Trainern sich zusätzlich umfassend über die DSTV zu informieren.
Adressen des Vorstandes und deren Mitarbeiter stehen zur Verfügung. Die Pinwand als Stellenvermittlung wird viel genutzt.
Die Bildung einer Europäischen Schwimmtrainervereinigung wird schon seit mehreren Jahren diskutiert und ist mit eines der Zukunftsvisionen der DSTV.
Jedoch das Hauptanliegen der DSTV ist und bleibt die Weitergabe von neuen Erkenntnissen im Austausch mit in- und ausländischen Trainern in Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Sportverbänden.
Schwimmtraining bedeutet umfassendes Wissen um die theoretischen ja wissenschaftlichen Grundlagen des Trainings, sie bilden das wesentliche Fundament um die Arbeit als Trainer zu verbessern und zu optimieren.

Claus Vandenhirtz

 

(09.10.07)


 

DSTV
Vertretung der Trainer im Deutschen Schwimmsport

Wettkampfwesen


Viele Diskussionen, Anfragen und Meinungen zum Wettkampfwesen im Deutschen Schwimmverband führen in der DSTV dazu, dieses Thema wieder aufzugreifen um entsprechend in den Ausschüssen des DSV, in denen die DSTV vertreten ist, Einfluß zu nehmen, um auf diesem Wege die Meinung der Trainer umzusetzen.

Betrachtet man das Wettkampfwesen im Deutschen Schwimmverband, so kann man feststellen, daß es im Grunde nur 2 Arten von Wettkämpfen gibt, Meisterschaften vom Bezirk bis zu den Deutschen Meisterschaften als höchstes Ziel und von Vereinen ausgerichtete Jahrgangs - Wettkämpfe mit überhöhten Teilnehmerzahlen.
Um eventuell eine Qualifikationszeit zu erreichen und an den entsprechenden Meisterschaften teilnehmen zu können, ist es notwendig die oben erwähnten Vereins-wettkämpfe zu besuchen.

Gerade Jugendliche genießen es, sich mit ihresgleichen zu messen, dies bedeutet ja auch Wettkampfsport

Anstrengende Tage stehen für eine oder einen jungen Schwimmer / in bevor, welche sich durch Fleiß und Freude am Schwimmen ausgezeichnet hat und vom Trainer oder Trainerin zu einem der Vereinswettkämpfe gemeldet wird, in der Hoffnung eventuell eine Qualifikationszeit für die entsprechenden Meisterschaften zu erreichen.
Um Geld zu sparen, wird in aller Frühe angereist. Den Aktiven erwartet eine volle Halle mit vielen Teilnehmern. Eigentlich sollte der oder die Aktive sich mit den Besten seines / ihres Jahrgangs messen, doch aus Zeit- und organisatorischen Gründen werden die Läufe der Schnelligkeit entsprechend zusammengestellt.
So ist es durchaus möglich, daß er oder sie als Schnellste / er ihres oder seines Jahrgangs auf irgendeiner Außenbahn mit wesentlich Älteren das Rennen absolviert.
Was bleibt als Motivation übrig?
Plazierung unbekannt, eventuell durch Aushang feststellbar, die Siegerehrung findet irgendwann statt, wird verpaßt, eventuell wird die Urkunde oder die Medaille nachgereicht.
Vielleicht hat er die Qualifikationszeit erreicht und der Trainer teilt ihm erfreut mit, daß er an den entsprechenden Meisterschaften teilnehmen kann.

Auf Bezirksebene und teilweise auf Landesebene erfolgen die gleichen Abläufe, nur mit dem Unterschied, daß es eventuell noch Finalläufe gibt, wo er dann eventuell endlich gegen ihres- oder seinesgleichen starten kann.
Allerdings kommt hier noch der Druck hinzu, nur ja die Pflichtzeit zu erreichen, da ansonsten in vielen Landesverbänden nachträglich erhöhtes Meldegeld ( ENM) fällig wird.
Ist dies eine optimale Förderung um jugendlichen Aktiven die Freude am Schwimmsport zu erhalten?
Seit Jahren stellen wir fest, daß der Nachwuchs wegbricht! Warum???
Vielleicht ist dies eines der Gründe.
Hier sollten sich die entsprechenden Gremien zusammensetzen und überlegen die Wettkämpfe interessanter zu gestalten und vor allen Dingen die Dauer des Wettkampftages zu reduzieren.

Nachträglich erhöhtes Meldegeld ( ENM)
Das immer noch von einigen Landesverbänden nachträglich erhöhte Meldegeld bei Nichterreichen der geforderten Pflichtzeit und deren Argumente ist so heute nicht mehr nachvollziehbar.

Warum kann jeder, der die Pflichtzeit erreicht hat, an den Meisterschaften teilnehmen?
Auf der einen Seite sicherlich ein guter Grund um den Nachwuchs zu fördern.
Fördern wir ihn wirklich???? Oder ist dies nicht nur eine gute Einnahmequelle???

Einige Ideen und Vorschläge welche sich aus den oben erwähnten Diskussionen innerhalb der DSTV mit den Trainern herauskristallisiert haben:

Im Zeitalter des Computers sind mit einem Mausklick Bestenlisten jeden Jahrgangs abrufbar und jederzeit aktuell. Folglich könnten in jedem Jahrgang höchstens 3 oder 4 Läufe entsprechend der Bestenliste zugelassen werden.
Fehlplätze durch Abwesenheit oder Krankheit werden entsprechend mit den Nachrückenden aufgefüllt. so wie z. B. in den Niederlanden schon seit Jahren praktiziert und durchgeführt.

Eine weitere Variante:
Teilnahmemodus über Bezirk – Landesverband – Deutsche Meisterschaften. Teilnehmberechtigt ist jeder der an den entsprechenden Meisterschaften teilgenommen hat und daraus resultierend wie oben, Begrenzung durch Bestenliste. ( siehe Leichtathletik)
Bei dieser Variante müßte die Wettkampfplanung natürlich entsprechend aufgebaut sein.

Bei diesen Vorschlägen würde nachträglich erhöhtes Meldegeld entfallen und ehrgeizige Eltern und Trainer oder reiche Vereine könnten die Meisterschaften nicht unnötig verlängern. Die Wettkämpfe könnten in wesentlich kürzeren Zeitabschnitten durchgeführt werden.
Für Aktive, Trainer, Kampfrichter und Zuschauer eine sicherlich erfreuliche Aussicht.

Hier ist endlich ein Umdenken innerhalb der Landesverbände gefordert.
Da es heute eigentlich keinerlei Gegenargumente zur Durchführung einer straffen aktuellen und leistungsgerechten Meisterschaft gibt, sollte im Zuge der Computer – und Kommunikationstechnik nun endlich die jahrelange Forderung der DSTV umgesetzt werden, die WB dahingehend zu ändern, daß die Erhebung von nachträglich erhöhtem Meldegeld bei Meisterschaften nicht mehr möglich ist.
Anmerkung:
Bereits schon vor einigen Jahren lehnten die Trainer durch Abstimmung auf einer DSTV Jahrestagung einstimmig die Erhebung von nachträglich erhöhtem Meldegeld ab.

Kindgerechte Wettkämpfe
Erfreulicherweise hat der DSV ja schon neue Wege im Wettkampfwesen für die Jüngsten unter 8 Jahre sowie 8 - 9 Jährige beschritten.
In den amtlichen Mitteilungen vom 19.5.2006 rot gedruckt und veröffentlicht in Swim& more Ausgabe 5/2006 sind die von den Landes – Schwimmwarten unter Mitwirkung der DSTV im Fachausschuß Schwimmen einstimmig beschlossenen Richtlinien für Wettkämpfe der oben erwähnten Altersklassen veröffentlicht worden.

Eigentlich sollte die WB für alle Landes - Schwimmverbände gleiche Geltung haben? Oder ist sie ein wertloses Stück Papier?
Eine von vielen Unmutsäußerungen unserer DSTV Mitglieder über durchgeführte Wettkämpfe und Ausschreibungen, die diese Richtlinien mißachten.

Hier stehen die Landes - Schwimmwarte, die den Beschluß einstimmig bejaht haben, und deren Bezirksschwimmwarte in der Pflicht, dies zu kontrollieren und entsprechende Gegenmaßnahmen durchzuführen.

Die DSTV wird die Einhaltung und Umsetzung der einstimmig beschlossenen Richtlinien für kindgerechte Wettkämpfe weiter verfolgen.

Annähernd 600 Trainer und Trainerinnen haben sich bis jetzt in der DSTV zusammen gefunden und versuchen das Geschehen im Deutschen Schwimmverband mit zu formen und zu gestalten. Die DSTV ist zwar nur mit je einer Stimme in den jeweiligen Ausschüssen und Gremien des DSV vertreten, jedoch um so mehr Trainer und Trainerinnen unsere Vereinigung mitgestalten je mehr Kraft werden die Aussagen der DSTV besitzen.

Anni Vandenhirtz

 


 

Deutsche Jahrgangsmeisterschaften in Dortmund


Deutsche Jahrgangsmeisterschaften mit Jugend Mehrkampf stellen an den Ausrichter hohe Anforderungen.
Die Startgemeinschaft Dortmund mit ihrem Vorsitzenden Peter Heckmann hat in diesem Jahr in hervorragender Weise die Ausrichtung angenommen und organisiert.
Für die DSTV war alles bestens vorbereitet und so konnten wir uns in das Getümmel einer Deutschen Jahrgangsmeisterschaft mit Jugend Mehrkampf stürzen.
Anfängliche Schwächen mit der elektrischen Zeitmeßanlage und die enorme Hitze, ließen einige Gemüter in Wallung bringen, jedoch letztendlich konnte ein normaler Ablauf stattfinden.
Ein Thema, welches die DSTV schon länger bewegt wurde beim Einblick in das Meldeergebnis bestätigt.
Warum so wenige Meldungen im Jahrgang 88 der Frauen?

Es brauchten keine Vorläufe stattzufinden und die Finalläufe waren teilweise noch nicht einmal mit 8 Teilnehmern voll belegt. Gerade 27 weibliche Finalteilnehmerinnen gegenüber den Männern mit 46 Finalteilnehmern konnten in den Finalläufen an den Start gehen.
Hat dieser Jahrgang bereits den Sprung in die offene Klasse geschafft?
Bei der Überprüfung der Endläufe der letzten Deutschen Meisterschaften in Berlin wurden jedoch nur 7 Teilnehmerin und 7 Teilnehmer dieses Jahrgangs entdeckt, welche den Sprung in das offene Finale geschafft haben.
Vielleicht ein geburtenschwacher Jahrgang?
Ist doch unsere absolute Spitze wesentlich älter, warum hören die Frauen so früh auf? Fangen wir zu früh an?
Werden keine entsprechenden Zielsetzungen gegeben?
Fragen die dringend überprüft werden müssen, ansonsten wird der Nachschub in die Spitze sehr dünn werden, da viele hinzugekommene Probleme, sprich - höhere Anforderungen in der Schule, - längere Schulzeiten – längere Anfahrtswege zu den Trainingsstätten, durch Schließung der Schwimmbäder und die kommenden geburtenschwachen Jahrgänge werden dazu beitragen den Leistungssport immer mehr in den Hintergrund rücken zu lassen.

Auch bei den Jugend Mehrkämpfen mit seinen schwimmspezifischen Übungen, eine sicherlich sehr gute und allumfassende Überprüfung wird die schwimmerische Leistung doch schon sehr hoch gepuscht. Die DSTV betrachtet schon seit längerem sehr kritisch die Vorgabe der entsprechenden Jahrgänge und deren Zielsetzung.

Bei den Frauen ist in diesem Jahr eine durchgehende Zielsetzung durch nachfolgende Maßnahmen bis zum Jahrgang 91 gegeben.
Jahrgang 95 Mehrkampfpokal
Jahrgang 94 / 93 European Youth Olympic Festival
Jahrgang 92 / 91 Jugend Europameisterschaften
Jahrgang 90 – 89 – 88 ohne direkte Zielsetzung

Bei den Männern sieht es aus der Sicht der DSTV etwas günstiger aus.
Hier ist die Zielsetzung um 2 Jahre verschoben.
Jahrgang 94 Mehrkampfpokal
Jahrgang 93 / 92 ohne direkte Zielsetzung
Jahrgang 92 / 91 European Youth Olympic Festival
Jahrgang 90 / 89 Jugend Europameisterschaften
Jahrgang 88 ohne direkte Zielsetzung

8 Jahre Intensivtraining bis zum Ende der Jahrgangsmeisterschaften, vielleicht eine zu lange Zeit, da hier eigentlich erst der Hochleistungssport beginnt.
Diese Fragen wurden sehr konträr gerade bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften am DSTV Infostand diskutiert.
Jahrgangsmeisterschaften in der jetzigen Form bedürfen aus der Sicht der DSTV einer gründlichen und umfassenden Überprüfung, damit den Jugendlichen nicht zu früh die Lust am Schwimmtraining verlorengeht.
Um die bereits im Mehrkampf und bei den Jahrgangsmeisterschaften geschwommenen Leistungen zu erreichen, bedarf es eines sehr umfangreichen und intensiven Trainings, welches eigentlich den späteren Jahrgängen und dem Hochleistungssport vorbehalten sein sollte.
Dieses Thema wird sicherlich auf der nächsten Präsidiumssitzung der DSTV sehr intensiv behandelt werden.
Zum Schluß noch ein Lob an den Veranstalter:
Die Rundum -Versorgung mit Speisen und Getränken und vor allen Dingen die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft kannte keine Grenzen.

Anni und Claus Vandenhirtz

 


 

Abstimmung DSV Schwimmwoche Ja oder Nein


Bei der letzten Fachausschußsitzung Schwimmen wies der Referent für DSV Veranstaltungen Gunnar Kiupel in seinen Ausführungen darauf hin, daß unbedingt, auch aus finanziellen Gründen eine Entscheidung getroffen werden muß „für oder gegen eine Schwimmwoche“, d.h. die Zusammenlegung der offen Deutschen Schwimm -Meisterschaften mit den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften ( alle Jahrgänge) wie bereits 2006 in Berlin letztmalig durchgeführt.
Er forderte die Landesverbände und die DSTV dazu auf, festzustellen, wie das Für und wider in ihrem Bereich bei der Basis vorhanden ist.

Die DSTV nahm dies zum Anlaß, bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin – der DSTV Jahrestagung in Braunschweig und den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Dortmund, die anwesenden Trainerinnen und Trainer über dieses Projekt „ Schwimmwoche Ja oder Nein „
abstimmen zu lassen.
Lebhafte, teilweise hitzige Diskussionen über das „Ja“ oder „Nein“ einer Schwimmwoche haben unseren Info Stand die letzten Monate begleitet.

Schwimmwoche ja, - aber dann auch mit Endläufen für alle Jahrgänge –
Schwimmwoche nein, - falls die Terminierung so früh in den April fällt –
Schwimmwoche ja, - aber nur in Berlin –
Schwimmwoche nein, - da viel zu lang, lieber 2 kürzere Termine –

Beginnend bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin über unsere Jahrestagung in Braunschweig und endend bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Dortmund gaben
insgesamt 218 Trainer und Betreuer ihr Votum ab. Die Stimmenauszählung ergab ein eindeutiges Ergebnis:
152 Ja Stimmen zu 66 Nein Stimmen
für die Schwimmwoche

Dieses Ergebnis wird bei der nächsten Fachausschußsitzung Schwimmen sicherlich die Ergebnisfindung beeinflussen bzw. erleichtern.


Abstimmung durch die DSTV Schwimmwoche "Ja oder Nein"


 

Ehrung DSV Nachwuchs 2006


Die Ehrung der erfolgreichsten Vereinsmannschaft im Nachwuchsbereich für das Jahr 2006 erfolgte durch die DSTV in diesem Jahr während der Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Dortmund.
Die Ermittelung der erfolgreichsten Nachwuchsmannschaft wird aus den Teilnehmern der Jahrgangs - Endläufe ermittelt.

Seit nunmehr 10 Jahren wird diese Ehrung durch die DSTV durchgeführt. Nur 2 Vereine konnten in unregelmäßiger Reihenfolge den Titel „erfolgreichste Nachwuchsmannschaft“ für sich in Anspruch nehmen.
Der SC Magdeburg konnte diese Ehrung 6 x für sich verbuchen und der SV Halle mit der diesjährigen Ehrung zum 4. Mal.
Stellvertretend für den SV Halle nahm Carmela Ertel die Ehrung entgegen. Für sie bereits die zweite Ehrung, da sie 2006 als erfolgreichste Trainerin der JWM in Rio de Janeiro Brasilien für die erreichten Leistungen Ihrer Schwimmerin Daniela Schreiber SV Halle / Saale geehrt wurde.

Dass beim SV Halle diese Ehrung in der Nachwuchsarbeit Früchte trägt, konnte man an den Erfolgen bei den Deutschen Meisterschaften im April sehen.
Es ist nicht selbstverständlich das JEM Teilnehmer den Sprung in die Nationalmannschaft schaffen. Jedoch beim SV Halle ist dies mit Paul Biedermann JEM Teilnehmer 2004
WM Teilnehmer 2005 in Montreal und 2007 in Melbourne sowie EM Teilnehmer 2006 in Budapest besonders gut gelungen. Mit Gold über 400 F – Silber über 200 F – Bronze über 100 F konnte er bei den Deutschen Meisterschaften 2007 in Berlin seine Leistungen unter Beweis stellen.
Toni Embacher ebenfalls SV Halle JEM Teilnehmer 2004 wurde bei den Deutschen Meisterschaften 2007 in Berlin Silbermedaillengewinner über 200 S
Auch bei den Frauen konnte Daniela Schreiber sich kontinuierlich steigern, über JEM 2005 – JWM 2006 nun bei den Deutschen Meisterschaften Aufnahme in den Olympiakader mit ihren zweiten Plätzen über 100 – 200 F bei den Deutschen Meisterschaften im April 2007 in Berlin

Wir wünschen dem Trainer 3- Gestirn Ehepaar Embacher und Carmela Ertel weiterhin viel Erfolg in der Trainingsarbeit vom Jugendlichen bis zum Top Athleten.


Ehrung beste Nachwuchsmannschaft 2006 SV Halle

Claus Vandenhirtz mit Carmela Ertel

Carmela Ertel SV Halle mit der Ehrung beste Nachwuchsmannschaft 2006


 

Trainerehrung 2007 durch die Deutsche Schwimmtrainervereinigung im DSV

Trotz der etwas ungewöhnlichen Terminierung - Deutsche Meisterschaften im April und knapp 10 Tage nach den Weltmeisterschaften in Melbourne / Australien konnte die Ehrung des erfolgreichsten Trainers innerhalb der Nationalmannschaft im Jahr 2007 vorgenommen werden.

Die Ehrung fand wiederum während der Deutschen Meisterschaften in Berlin am Samstag vor den Finalläufen statt.
Aus dem Familienclan Lurz stand diesmal der Trainer Stefan Lurz im Mittelpunkt.

Ein Zinnteller mit den Wappen der 16 Bundesländer und eine Goldmedaille wurde durch den Vizepräsidenten der Deutschen Schwimmtrainervereinigung Claus Vandenhirtz dem erfolgreichsten Trainer im Jahr 2007 Stefan Lurz unter großem Beifall überreicht.

Mit einer Goldmedaille und 3 Silbermedaillen hat er seine beiden Schützlinge Bruder Thomas und Ehefrau Annika punktgenau vorbereitet und beide Athleten konnten ihre Leistungen in Melbourne erreichen und verbessern.

Thomas Lurz erreichte Gold über 5 km in 56:49,6 und holte über 10 km in 1:55:32,58 eine Silbermedaille.
Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking wird erstmals die Distanz von 10 km in das Olympische Programm aufgenommen, so daß diese Disziplin eine zusätzliche Aufwertung erhalten wird.

Annika Lurz schwamm bereits im Halbfinale Deutschen Rekord und im Finale blieb sie hinter der Französin Laure Manaudou in 1:55,68 unter dem bestehenden Weltrekord von Franziska van Almsick und erreichte mit deutschem Rekord eine Silbermedaille
Ihre 2. Silbermedaille holte sie mit der 4 x 200 m Freistilstaffel.

Der Trainer Stefan Lurz blickt als aktiver Schwimmer auf Wettkampferfahrung zurück, Teilnahme JEM 1993 (8. über 200 S) JEM 1994 in Padovice (3. über 200 S) und 1995 bei den EM in Wien 6. über 5 km.
Aus dem aktiven Leistungssport hat er zur Trainertätigkeit gefunden und betreibt die
Trainingsarbeit zur Zeit als Halbtagsjob. Sein Hauptaugenmerk für die Zukunft sieht er in der Ausbildung und Betreuung des Nachwuchses. So ist es nicht verwunderlich, daß er ebenso neben der Betreuung seiner beiden Spitzenathleten mit einem starken Team an den diesjährigen Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Dortmund teilnehmen wird.

Seine Kritikpunkte über das schlechte Abschneiden eines Großteils der Nationalmannschaft bei den Weltmeisterschaften in Melbourne sieht er in einer zu langen Vorbereitungsphase ohne hochwertige Wettkämpfe und zu wenig Abwechslung im Tagesablauf innerhalb dieser langen Vorbereitungszeit.

Seine Wünsche für die Zukunft sind die Nachwuchsförderung und vor allen Dingen ein besserer Austausch mit internationalen Trainern, da ein „ über den Tellerrand schauen“ viele neue Einblicke in der bestehenden Trainingsarbeit eröffnen können und neue Impulse einen Schub in die richtige Richtung bedeuten.

Anni Vandenhirtz


 

Zusammenarbeit WSCA – DSTV
Deutsche Meisterschaften 2007 in Berlin


In diesem Jahr stand der Infostand der Deutschen Schwimmtrainervereinigung während der Deutschen Meisterschaften 2007 in Berlin ganz im Zeichen der Zusammenarbeit zwischen der WSCA (World Swimming Coaches Association) und der DSTV.
Dank der geleisteten Arbeit von Niels Bouws,Präsident der WSCA bis 2006, ist eine gute Zusammenarbeit gewährleistet. Die uns zugesandten Newsletters der WSCA mit Berichten zur Trainingsarbeit und Dokumentationen von Trainerkliniken weltweit, fördern die Weiterbildung auf internationalem Niveau.
So erhielten wir durch Matt Hooper (USA Office der WSCA) 27 Urkunden über die Plazierungen aus der unbereinigten Weltrangliste für das Jahr 2006 welche wir im Zuge der Deutschen Meisterschaften an die anwesenden Top Athleten der deutschen Nationalmannschaft übergeben konnten.

Diese Urkunden dokumentieren den Leistungsstandard der im Jahr 2006 erreichten Zeiten und Plazierungen im weltweiten Schwimmsport und wurde bis Platz 25 bewertet.
Die Rangfolge wurde aus 485 Schwimmern aus 44 Nationen welche im Jahr 2006 auf der 50 Bahn an den Start gegangen sind, erstellt.

16 Frauen und 11 Männer hatten sich mit ihren Disziplinen unter den besten 25 plaziert und konnten am DSTV Stand diese Urkunden entgegen nehmen.
Zieht man einen Leistungsvergleich zu den bei den Deutschen Wintermeisterschaften in Hannover erreichten Qualifikationszeiten für Melbourne, hier qualifizierten sich 10 Frauen und 6 Männer, ist festzustellen, das das Niveau unserer Frauen im Weltschwimmsport wesentlich höher angesiedelt ist, als der Männer.

Die besten Plazierungen erreichten Britta Steffen 100 F und Annika Lurz 200 F beide Platz 1 gefolgt von Helge Meeuw 100 R Platz 2
3. Plätze erreichten Britta Steffen 50 F, Jane Schäfer 50 B, Janine Pietsch 50 R, Nicole Hetzer 400 L, Helge Meeuw 50 und 200 R, sowie Thomas Lurz über 800 m Freistil.
Unter den 10 Besten konnten sich noch Christian Hein 800 F Platz 5, Steffen Driesen 50 R und Antje Buschschulte 50 S Platz 7, Thomas Lurz 1500 F und Janine Pietsch 100 R Platz 8, Antje Buschschulte 100 R Platz 9 plazieren.

Insgesamt wurden 51 Plazierungen erreicht. Diese Dokumentation des erreichten Weltstandards ist sicherlich Ansporn und Anreiz für die Athleten ihre gesteckten Ziele im internationalen Vergleich weiter zu verbessern.

Bei dieser Übergabe an unserem Infostand blieben natürlich Fragen an die Athleten nicht aus.
Melbourne stand immer noch im Vordergrund und allgemeine Hilf- und Ratlosigkeit warum die angestrebten Ziele nicht erreicht wurden, konnten wir bei vielen Gesprächen heraushören.
Einige Punkte waren immer wieder zu hören, zu lange Vorbereitung – zu wenig Wettkämpfe – zu wenig Wettkampferfahrung – zu kurze bzw. zu lange Anreise wegen der Zeitumstellung – auch die Schwimmbekleidung war bei einigen ein Thema sowohl positiv als auch negativ, diese Athleten wollten jedoch nicht namentlich genannt werden.

Uns als Vertretung der Trainer ist aufgefallen, daß bei fast allen Gesprächen der zündende Funke in Melbourne vermist wurde, auch bei dem Interview mit Örjan Madsen wurde dies bestätigt. Aus seiner Sicht fehlte die Fröhlichkeit und das Selbstbewußtsein im Wissen, daß man gut vorbereitet ist und nun endlich den Beweis seiner Leistungsstärke antreten kann.
Vielleicht kann hier eine verstärkte Wettkampferfahrung bei Internationalen Wettkämpfen dieses Selbstbewußtsein fördern.
Eine zu einseitige Beschäftigung nur mit Training sollte vielleicht durch kurze eingeschobene Erlebnisse aufgelockert werden, die den Kopf frei machen, damit der Wettkampf wieder den richtigen Stellenwert einnimmt und die Normalität im Umgang mit den Wettkämpfen zurückkehrt.

Peking rückt immer näher und ein solches Desaster wie in Melbourne möchte keiner, darum sollen laut Aussage von Örjan Madsen der Zeitplan und Trainingsablauf im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2008 auf der nun folgenden Auswertetagung neu erarbeitet werden.

Anni und Claus Vandenhirtz

 



 

DSTV Präsidium diskutiert anstehende Themen vor ihrer Jahrestagung vom 4.5. – 6.5.2007 in Braunschweig.

1. Beschlussfassung des Hauptausschusses des DSV zur Umsetzung der NADA – Vorschriften zur „Missed Test Policy

Die sehr kurzfristig durch die DSV Präsidentin Frau Dr. Christa Thiel der DSTV zugesandte
Einverständniserklärung zur „Anti Doping Ordnung“ wurde im Präsidium der DSTV mit ihrem Rechtsanwalt Herrn Dr. Reitz heiß diskutiert.
Vor allen Dingen die An – und Abmeldungspflicht bei Abwesenheit vom gewöhnlichen Aufenthaltsort werfen hier rechtliche Fragen auf.
Auch wenn es sich hier um Hochleistungssportler handelt, so sollte immer noch bedacht werden, daß dies auch ganz normale Menschen sind, welche auch schon einmal mit alltäglichen jedoch sehr tiefgreifenden Situationen konfrontiert werden und dann sicherlich die An – und Abmeldepflicht außen vor bleibt. Eine fundierte Erklärung sollte hier vor Sanktionen möglich sein. ( Ist nicht definiert)
Weiter wird vorausgesetzt, daß jeder über ein Mobiltelefon verfügt und sämtliche Telefonnummern bei spontanen Besuchen z. B. von Restaurants oder anderen Veranstaltungen u.s.w. für ihn verfügbar sind.
Die unantastbare Würde des Menschen sollte bei aller Kontrolle, welche sicherlich in der heutigen Zeit notwendig ist, nicht völlig außer Acht gelassen werden.
Nicht, daß wir falsch verstanden werden, die DSTV ist absolut für Doping Kontrollen und die Bekämpfung des Mißbrauchs von Dopingmitteln im gesamten Sportbereich.

Die Einverständniserklärung wurde nach Abstimmung im Präsidium, von unserem Präsidenten Georg M. Fuchs, unter Vorbehalt mit der Maßgabe, die gesamten Bestimmungen noch in diesem Jahr zu überarbeiten, unterzeichnet. Eine Stellungnahme durch unseren Rechtberater Rechtsanwalt Dr. Helmut Reitz wurde dieser Erklärung beigefügt.
Die DSTV ist selbstverständlich bereit bei der Überarbeitung der „Anti Doping Bestimmungen“ auch unter Einbeziehung ihres Rechtsanwalts mitzuwirken.

Dank der guten Planung unseres Vizepräsidenten Winfried Leopold wird dieses wichtige Thema auch bei unserer diesjährigen Jahrestagung im Programm berücksichtigt und durch Dr. Helmut Reitz mit dem Thema „Doping und Strafrecht“ gut vertreten sein.

Die Situation im DSV zu den „Anti Doping Bestimmungen“ wird nicht wie vorgesehen von Jürgen Fornoff vertreten, da zur gleichen Zeit die Hauptausschußsitzung des DSV stattfindet an der er teilnehmen muß, sondern dankenswerter Weise durch den WB Koordinator des DSV Manfred Dörrbecker dargestellt und erläutert.

Aufkommende Fragen werden sicherlich von beiden Fachleuten beantwortet werden.

2. Terminüberschneidungen

Wieder und nun schon zum wiederholten Mal findet unsere Jahrestagung ohne Vertretung des DSV Präsidiums statt. Obwohl wir bereits im Juli 2006 wie in jedem Jahr alle Landes-verbände und den DSV mit einem Schreiben informiert haben und die Bitte geäußert haben unseren Termin 4.5. – 6.5. 2007 unbedingt zu schützen und freizuhalten.
Aus für uns unerklärlichen Gründen findet nun schon zum 2. Mal genau auf unserem Termin die DSV Hauptausschußsitzung statt. Nicht nur, daß wir keine DSV Vertretung auf unserer Tagung begrüßen können, so ist es unserem Präsidenten Georg M. Fuchs wiDieederum nicht möglich die Interessen der DSTV und damit unserer Trainer auf der DSV Hauptausschußsitzung zu vertreten.


3. Schule und Leistungssport

Eine wichtige Diskussion für die Zukunft des Sports wird die angedachte Veränderung des Schulsystems vor allen Dingen durch die Ganztagsschulen bringen.
Hier muß das Thema Schule und Leistungssport neu definiert werden.
Wie soll ein vernünftig ausgerichteter Leistungssport noch sinnvoll entstehen können,
wenn die Sportlerinnen und Sportler frühmorgens um 7:00 Uhr das Elternhaus verlassen und gegen 18:00 Uhr unmittelbar aus der Schule zum Training kommen.
Die DSTV sieht hier einen Ansatzpunkt eine Diskussion in Gang zu bringen, damit sich unsere Vertreter Schule und Verein mit dieser anstehenden Problematik befassen.
Ein Thema, daß wir unmöglich übersehen können.

 

Der DSV hat diesen Bericht leider nicht veröffentlicht!

 

Claus Vandenhirtz
(22.02.07)


 

Deutsche Schwimmtrainer – Vereinigung
DSTV

Nachfolgend eine Abhandlung unseres Rechtsberaters und Rechtsanwalt Dr. Helmut Reitz
zur Doping Problematik.

Doping und Strafrecht


Die zunehmende Anzahl bekannt gewordener Doping-Fälle, auch prominentester Sportler, haben in den einzelnen Sport-Verbänden die Diskussion um die Doping-Vorschriften, aber auch die strafrechtliche Bewertung des Dopings erneut angefacht. Diese Diskussion hat auch dazu geführt, dass die Gesetzgebung in strafrechtlicher Hinsicht gefordert wurde.

Zur Diskussion steht ein Anti-Doping-Gesetz.


I. Allgemeines

Bisher hat sich der Gesetzgeber mit dem Phänomen des Doping nicht beschäftigt, so dass es bereits an einer gesetzlichen Definition fehlt. Gleichwohl ist über die internationalen und nationalen Organisationen eine allgemein verbindliche Definition gefunden worden, wonach man unter Doping alle Vorgehensweisen versteht,

die sich als unerlaubte, medizinische Methoden zur Leistungssteigerung im Sport darstellen.

Von genau dieser Definition geht auch die für den gesamten in Deutschland betriebenen Sport zuständige nationale Anti-Doping-Agentur NADA aus, die der internationalen Doping-Agentur WADA nachgebildet ist.

Die zum Einsatz kommenden Doping-Mittel sind mannigfaltig.

So werden mit unterschiedlichsten Zielsetzungen narkotisierende Mittel, Hormone, Stimulanzien und insbesondere auch die anabolen Steroide eingesetzt. Im Sinne der Definition des Begriffs "Doping" ist daher festzustellen, dass all die Mittel und Methoden, die in den sogenannten "Doping-Listen" aufgeführt sind, gleichzeitig und automatisch den Tatbestand des Dopings erfüllen.

In diesem Zusammenhang muss erwähnt werden, dass sich die einzelnen Sport-Verbände und damit, wie in der weiteren Kette die Sport-Vereine und letztendlich in dieser Kette die Sportler, durch ihre Zugehörigkeit zum Verein und zum Verband, diesen Vorgaben endgültig unterwerfen.

Daraus resultiert im übrigen auch die Pflicht und Aufgabe, sich bei jeder wettbewerbsmäßigen sportlichen Betätigung vorher bei Einnahme irgendwelcher Medikamente darüber zu erkundigen, welche Mittel und Substanzen aktuell in den jeweiligen Doping-Listen aufgeführt sind. Als weitere besondere Doping-Form gilt nunmehr auch das sogenannte "Blut-Doping" mit Eigenblut, wozu durch die Wissenschaftler zwischenzeitlich auch Nachweisbarkeitsmethoden entwickelt worden sind.

II. Wesen der Disziplinarmaßnahmen

Im Rahmen der wettbewerbsmäßigen sportlichen Betätigung und veranlasst durch die Einzelrechtsordnungen der entsprechenden Sport-Verbände findet eine Sanktionierung des Doping statt.

Diesseits wird bewusst der Begriff der Sanktionierung gewählt, obwohl die deutsche Übersetzung der Bestrafung passend wäre.

Da die Bestrafung jedoch sofort die Möglichkeit der Strafbarkeit im Sinne des Strafgesetzes impliziert, soll in diesem Zusammenhang hier der Begriff der Sanktionierung voranstehen.

Die vorgesehenen Einzelmaßnahmen zur Sanktionierung sind unterschiedlich ausgeprägt, jedoch in ihrer Tendenz eindeutig dahingehend, dass Sperren für Sportler und mitverantwortliche Funktionäre ausgesprochen werden, dass Vereine Ausschlüsse von Wettbewerbsveranstaltungen des Verbandes erleiden und dass zusätzlich Geldstrafen gegen die Doping-Sünder ausgesprochen werden.

Die für den deutschen Schwimmverband einschlägigen Regelung finden sich in der Rechtsordnung in der Fassung vom 17.06.2006 aktuell wieder und sind dort abgehandelt tautologisch über §§ 34 I und 34 III, die jeweils auf die Spezialregelung der Anti-Doping-Ordnung in der derzeit geltenden Fassung vom 18.11.2006 verweisen.


III. Strafwirkung der Disziplinarmaßnahme

Es lässt sich trefflich formulieren, dass für prominente Sportler mit entsprechender Presse-Veröffentlichung national und international und für Sportler in unteren Klassen in ihrem Bekanntheitsbereich die Sanktionierung wegen Doping eine Stigmatisierung nach sich zieht.

Die sozialen Folgen einer Doping-Bestrafung im Rahmen der Disziplinarordnung ist somit erheblich, woraus sich sodann auch wirtschaftliche Nachteile ergeben können.

Damit nimmt die Disziplinarmaßnahme mittelbar auch eine Strafwirkung ein, die auch durchaus gewollt ist und ihre Berechtigung findet.

Sie stellt jedoch keine Bestrafung im Sinne der Strafrechtsverfolgung dar.

Eine Strafrechtsverfolgung ist überhaupt nur dann vorstellbar, wenn der Gesetzgeber eingreift und einen Tatbestand schafft, der die Verfolgung auslöst.

In diesem Falle ist sodann auch automatisch und ausnahmslos die Strafverfolgungsbehörde, Staatsanwaltschaft, zuständig, und kann parallel zu den verbandsinternen Disziplinarmaßnahmen eigene Ermittlungen anstellen und die Bestrafung durch Strafanklage oder Strafbefehl einfordern.


IV. Straflosigkeit des Doping in Deutschland

Bisher ist eine eigenständige Strafbarkeit im vorbeschriebenen Sinne in Deutschland nicht gegeben.

Die einzige Anknüpfungsnorm, die sich mit Doping-Mitteln beschäftigt, ist § 6 a I des Arzneimittelgesetzes, eingefügt durch das 8. Arzneimittel-Änderungsgesetz vom 07.09.1998, wonach das gesetzliche Verbot normiert ist, Arzneimittel zu Doping-Zwecken im Sport in den Verkehr zu bringen, zu verschreiben oder bei anderen anzuwenden.


Die Strafbarkeit ergibt sich sodann aus §§ 95 I Nr. 2 a AMG mit einer Strafandrohung einer Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren oder Geldstrafe. In besonders schweren Fällen, zu dem die Abgabe von Doping-Mittel an Minderjährige gehört, sieht § 95 III AMG eine Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu 10 Jahren vor. Über diese Qualifizierung ergibt sich der Tatbestand des Verbrechens.

Die Einnahme von Doping-Mitteln selbst ist jedoch gemäß § 6 a AMG nicht verboten und demgemäß auch nicht strafbar.

Dies bedeutet für die Praxis, dass eine Unterscheidung zwischen dem sogenannten Doping-Sünder, also dem Sportler und den Personen stattfindet, die ihm die Möglichkeit zum Doping verschaffen. Die gesetzliche Beschreibung des in Verkehrbringens, der Verschreibung oder der Anwendung bei anderen besagt nichts anderes, als dass alle Personen hier strafrechtlich verfolgt werden, die es dem Sportler ermöglichen, das entsprechende Arzneimittel einzunehmen.

Weiter ist hier zu berücksichtigen, dass in diesem Zusammenhang nur eine Strafbarkeit besteht für Substanzen und Mittel, die dem Arzneimittel-Gesetz unterliegen.

Ist also eine Substanz oder ein Mittel nicht als Arznei definiert, so findet eine Strafrechtsverfolgung auch in diesem Zusammenhang nicht statt.

Damit ist der einzige derzeitige Ansatzpunkt strafrechtlicher Natur abgeschlossen.

Die Diskussion geht jedoch dahin, jede Form des Doping, also auch durch den Sportler, unter Strafe zu stellen und damit der Strafrechtsverfolgung des Staates zuzuweisen.

Die vorliegende Darstellung setzt sich jedoch nicht mit den diesbzgl. geäußerten Meinungen auseinander, sondern soll lediglich den Status strafrechtlicher Anknüpfungspunkt wiedergeben.

Danach verhält es sich so, dass die doch eingeschränkten Möglichkeiten des Verbandsrechts in Deutschland von vielen Beteiligten als unzureichend angesehen werden. Die Rechtskommission des Sports gegen Doping hat entsprechende Vorschläge unterbreitet, wonach die Einrichtung von Schwerpunkts-Staatsanwaltschaften, die Verschärfung der Strafbarkeit nach den bereits erwähnten § 6 a AMG und auch die Strafbarkeit des Besitzes anaboler Steroide vorgesehen sein soll.

Interessanter Weise weist die Kommission in ihrem Abschlussbericht jedoch ausdrücklich darauf hin, dass eine Strafrechts-Gesetzgebung gegen Doping dem Ultima Ratio-Gedanken unterstellt ist, wonach erst nach Ausschöpfung der sich in anderen Rechtsgebieten ergebenden gesetzgeberischen Handlungsmöglichkeiten diese weitere Möglichkeit überhaupt in Betracht kommen soll.

Nach der Vorstellung dieser Kommission, die im übrigen als übereinstimmend geschildert
wird, soll es nicht Aufgabe des Strafrechts sein, Menschen vor den negativen gesundheitlichen Folgen ihres eigenen Handelns zu schützen. Demgemäß sind Überlegungen, den Besitz entsprechender Doping-Substanzen unter Strafe zu stellen, als bereits bezeichnete Ultima Ratio anzusehen und daher nur dann zu verfolgen, wenn nicht andere gesetzliche Regelungen Abhilfe schaffen können.

Die insoweit dargestellte Position ist vergleichbar mit der des Umgangs mit leichten Drogen, wie Haschisch.

Auch hier hat eine jahrelange Diskussion darüber stattgefunden, ob der Besitz von Haschisch bereits unter Strafe stehen soll oder nicht.

Im weiteren steht dort zur Diskussion ein Straftatbestand "Sportbetrug", auf den im folgenden eingegangen werden soll.

V. Doping als "Sportbetrug"

Der Betrugstatbestand des § 263 StGB (Strafgesetzbuch) geht davon aus, dass bestraft wird, wer in der Absicht sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen und dadurch das Vermögen eines anderen beschädigt, dass er den anderen täuscht, bestraft wird.

Angewandt auf einen gedopten Sportler bedeutet dies, dass er mindestens den Veranstalter einer Sportveranstaltung betrügt, der den Sportler für seine Beteiligung oder für einen errungenen Erfolg zahlt. Der Sportler hat nämlich seine Leistungsfähigkeit künstlich und unerlaubter Weise gesteigert und dadurch über die Ordnungsgemäßheit der Durchführung des Wettbewerbs getäuscht und dadurch letztendlich den Veranstalter dazu bewogen, ihm ein Antrittsgeld zu zahlen oder einen Gewinn auszuzahlen.

Im Verhältnis zu den Mitbewerbern jedoch stellt sich die entsprechende Subsumtion als deutlich schwieriger dar und ist demgemäß die vorhandene Strafrechtsnorm nicht ausreichend.

Die gleiche Problematik besteht auch im Verhältnis zu Zuschauern, die ein Eintrittsgeld zahlen, um die sportliche Leistung auch dieses Sportlers zu sehen.

Letztlich ist auch im Verhältnis z.B. zu jemanden, der auf das sportliche Ergebnis wettet, die Frage der strafrechtlichen Konsequenz noch ungeklärt.

Man bedenke hier die Entscheidung im Manipulationsfall des Schiedsrichters Hoyzer, die Mitte Dezember erst abgeschlossen werden wird. Hier wird offen diskutiert, dass gegebenenfalls der Tatbestand des Betrugs nicht erfüllt sei.

Die Problematik kann nur erfasst und aufgefangen werden durch die Ergänzung einer weiteren Vorschrift.

Der Kommissionsvorschlag sieht deshalb eine neue Vorschrift nach § 298 a des Strafgesetzbuches vor, mit der Überschrift

§ 298 a Wettbewerbsverfälschungen im Sport

1. Wer in der Absicht sich oder einem Dritten einen Vermögensvorteil zu verschaffen, auf den Ablauf eines sportlichen Wettkampfs durch den Einsatz verbotener Wirkstoffe und Methoden zu Doping-Zwecken mit wissentlich falschen Entscheidungen oder ähnlich schwerwiegenden unbefugten Manipulationen einwirkt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bestraft.

2. In besonders schweren Fällen ist die Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter

1. gewerbsmäßig oder als Mitglied einer Bande handelt, die zur fortgesetzten Bege-
hung von Wettbewerbsverfälschungen nach Abs. 1 verbunden hat,
2. einen Vermögensverlust großen Ausmaßes herbeiführt,
3. seine Vertrauensstellung als Arzt, Trainer, Schiedsrichter oder Funktionsträger
missbraucht.


Es ist hier - wenn auch nur in Kürze - darauf hinzuweisen, dass gegen die Einführung einer solchen Regelung ganz beträchtliche verfassungsmäßige Bedenken bestehen.

Diese Bedenken gründen auf der Vorstellung des Grundgesetzes, wonach die sogenannten "Kerngüter" zu schützen sind, zu denen Gesichtspunkt der Sport-Ethik und der sozialen Funktionseinheit des Sports nicht gehören.


Andererseits aber ist der erhöhte Kommerzialisierungsgrad im Sport ein solcher, der klassisch pekuniäre Interessen verfolgt und demgemäß genauso zu schützen ist, wie jeder andere geschäftliche Abschluss.

Indes wird damit die weitergehende Problematik offenkundig. Der mögliche Vorschlag einer Gesetzesergänzung sieht vor, dass der Täter sich einen Vermögensvorteil zu verschaffen versucht.

Mithin werden über diese Strafrechtsnorm Amateur-Sportler, die keine Antrittsgelder oder Gewinnprämien oder Erfolgszahlungen erhalten, von diesem Tatbestand überhaupt nicht umfasst.

Nach dem bisherigen Stand der Diskussion ist auch im Hinblick auf die mögliche Betrugs-Thematik nicht vorgesehen, diesbzgl. Änderungen vorzunehmen.

Mithin wird hier ein ganz erheblicher Bereich des Sports, in dem Doping vorkommen kann und auch vorkommt, über diese Regelung nicht umfasst.


VI. Doping als Körperverletzung

Völlig unstreitig ist seit etlichen Jahren, dass Doping den Körper schädigt und sogar zum Tode führen kann. Einige prominente Sportler sind Opfer ihrer eigenen Doping-Praxis geworden.

Auch ist unstreitig, dass Doping nicht etwa als Heilmaßnahme - mittelbar - angesehen werden kann, weil eine Kraftsteigerung ja grundsätzlich eine Verbesserung der Gesundheit bedeuten könnte. Auch wird durch eine ärztliche Verordnung der Tatbestand des Doping nicht ausgeräumt.

Daher ist eine Strafbarkeit bereits gegeben über den einschlägigen Tatbestand des § 223 StGB, in dem normiert ist, dass jede Schädigung der Gesundheit als Körperverletzung anzusehen ist, es sei denn, es liegt eine wirksame Einwilligung des Sportlers vor.

Eine wirksame Einwilligung kann nur dann angenommen werden, wenn der Sportler über alle möglichen Folgen der Einnahme des Doping-Mittels informiert ist und die schädlichen Nebenwirkungen für sich realisiert hat.


Darüber hinaus sieht die Vorschrift des § 228 StGB vor, dass selbst dann wenn der Sportler die Folgen erkennen kann, die Einwilligung dann unwirksam ist, wenn ernste und weitergehende körperliche Schäden zu befürchten sind. In diesem Falle wird die Einwilligung als sittenwidrig angesehen. Dieser Gedanke kann auch ergänzt werden dadurch, dass das Ziel der Einnahme bereits eine sittenwidrige Komponente beinhaltet, so dass eine Bestrafung desjenigen, der entsprechende Doping.Mittel weiter reicht, auch über den § 223 StGB möglich ist.

Nicht umfasst wird jedoch hier eine mögliche Strafbarkeit des Sportlers selbst.

Die Selbstschädigung ist nicht strafbar. Nicht einmal der Versuch des Selbstmordes steht unter Strafe, mithin ist das geringere Gut der Gesundheit im Verhältnis zum höheren Gut des Lebens auch ein solches, das nicht durch Eigenhandlungen verletzt werden kann, jedenfalls nicht im Sinne einer gesetzlichen Strafbarkeit.

Hier sind also verfassungsrechtliche und auch historisch strafrechtsmäßige Beschränkungen einer Strafbarkeit gegeben.

Weitergehende Ansatzpunkte strafrechtlicher Verfolgung gegenüber dem sich selbst dopenden Sportler, sind derzeit nicht erkennbar und stehen auch nicht in der Diskussion.


Demgemäß muss im Fazit festgehalten werden, dass es diesbzgl. wohl auf absehbare Zeit bei der Verbands-internen disziplinarischen Sanktion bleiben muss.

Hinsichtlich der durch Beteiligung am Doping möglicherweise zu erfüllenden Straftatbestände sind Ansätze bereits geschaffen und müssen diese lediglich durch die Strafverfolgungsbehörden und die angerufenen Gerichte mit Leben gefüllt werden.

Es bleibt jedoch die Diskussion grundsätzlich offen, inwieweit weitergehende strafrechtliche Sanktionsmaßnahmen vorstellbar sind.

Da der Sport unstreitig in der Öffentlichkeit eine immer größere Bedeutung einnimmt, müssen auch die Folgen ungewünschten Handelns für eine strafrechtliche Sanktionierung offen sein.

Inwieweit diesbzgl. die Einführung neuer strafrechtlicher Vorschriften tatsächlich erforderlich ist, wird die weitere Diskussion zeigen.


Dr.rer.pol. Helmut Reitz

Rechtsanwalt


 


 

Deutsche Schwimmtrainer Vereinigung

Höhen und Tiefen einer Deutschen Meisterschaft
Zwänge und Idealvorstellungen eines Team Chefs

Alles Neu!!!!! Nichts in gewohnten Bahnen
Kurzbahnmeisterschaften auf der langen Bahn— gleichzeitig Qualifikation für die Kurzbahn – Europameisterschaften 2006 in Helsinki und Qualifikation für die im März 2007 stattfindenden Weltmeisterschaften in Melbourne.

Klare Aussage zu den Europameisterschaften Helsinki: die Erst - und Zweitplazierten sind nominiert
Bei der am Schluß der Meisterschaften statt findenden Pressekonferenz wird durch den Team Chef Dr. Örjan Madsen das Aufgebot für Helsinki bekanntgegeben.
40 Aktive 6 Trainer und das übliche Begleitpersonal Arzt – Physiotherapeuten - Team Chef u.s.w. werden nach Helsinki reisen.

Dann fangen jedoch die Schwierigkeiten an!
Vorgaben für die Qualifikation Melbourne sind vorgegebene Normzeiten erreichen und Platz 1 oder 2 bei den Meisterschaften.
Wer also die Normzeit bereits bei den Europameisterschaften in Budapest im Sommer 2006 erreicht hatte mußte jetzt in Hannover mindestens Platz 1 oder Platz 2 belegen , und somit die Güte seiner Leistungen bestätigen oder wiederum die Norm unterbieten.

Die anfängliche Hochstimmung unter den Athleten, welche sich im Höhentraining 4 Wochen in der Sierra Nevada in Südspanien vorbereitet hatten, wechselte in Unsicherheit und Enttäuschung über die geschwommenen Leistungen.
Beim Finale 100 m Freistil Männer wurden die ersten 4 Plätze unter den Flachland – Schwimmern verteilt und den Höhentrainings – Schwimmern blieben Platz 5 - 8. Kein einziger unterbot die Normzeit für Melbourne
Frustriert und unsicher äußerte sich Steffen Deibler zu seinen Leistungen nach dem Höhentraining , da er sich weder für Helsinki noch für Melbourne qualifiziert hat. Über 50 m Freistil war die Enttäuschung noch größer, da er sich als deutscher Rekordhalter
mit Platz 4 im Finale zufriedengeben mußte.

Die erwarteten Leistungen blieben aus. Krankheitsbedingt fehlten Top Weltklasseschwimmer bei ihren Spezialstrecken z. B. Helge Meeuw über 200m und 50 m Rücken
Britta Steffen zog kurzfristig die Meldung über 200 m Freistil wegen einer Magen – Darm Erkrankung zurück.

Dagegen brillierte Jana Schäfer TV Jahn Wolfsburg gleich am ersten Tag mit einer Top Leistung und neuem deutschen Rekord über 50 m Brust in 0:30,89 Sie hat sich in Bath /GBR vorbereitet, hier absolviert sie auch ihr Studium und konnte aus diesem Grund auch nicht am Höhentraining teilnehmen.
Den Leistungsschub erklärt sie mit einer Technikumstellung , welche ihr neuer Trainer Kim Swanwick ( Trainer von Zoe Baker Europarekordhalterin über 50 m Brust) mit ihr erarbeitet hat. Daß es sich aber so schnell auszahlt, hatte auch sie nicht vermutet. Über 100 m Brust belegte sie dann auch ganz souverän Platz 1 in 1:08,10 und konnte sich in beiden Disziplinen für Melbourne qualifizieren.

Der Familien Clan Lurz mit Annika und Thomas Lurz und Trainer Stephan Lurz erzeugte nur Weltklasse. Annika Lurz verpaßte mit ihrer Weltjahresbestzeit über 200 m Freistil in 1:56,73 nur hauchdünn den Weltrekord von Franziska van Almsick (1:56,64).
Außerdem konnte sie einen weiteren Meistertitel über 400 m Freistil einheimsen und auch hier die Qualifikation für Melbourne erreichen.
Nur wenige Minuten nach dem phänomenalen Rennen über 200 m Freistil von Annika erschwamm ihr Schwager Thomas Lurz (Doppelweltmeister über 5 und 10 km) über 800 m einen deutschen Rekord in 7:51,59 und konnte sich über diese Disziplin zusätzlich für Melbourne qualifizieren, dies gelang ihm auch noch am Schlußtag der Meisterschaften über 1.500 m
Trainer Stephan Lurz ( Ehemann von Annika und Bruder von Thomas) nach den Erfolgen befragt woher diese Leistungssteigerungen, erklärte: ein solides Umfeld, Ausbildung und Spitzensport im Einklang. Die berufliche Ausbildung hat bei beiden Spitzenathleten im Moment Vorrang, daher auch keine Experimente und kein Höhentraining, für Annika ist ein ausgeglichenes tägliches Umfeld sehr wichtig, daher wird es nach Beendigung des Studiums im Sommer 2007 keine Vollkonzentration nur auf Training geben, sondern ein weiteres Studienfach als Ausgleich begonnen. Dieser Weg der Vorbereitung auf Peking ist mit Team Chef Dr. Örjan Madsen abgesprochen.

Für weitere positive Überraschungen sorgte zum einen Birte Steven AMTV – FTV Hamburg über 200 m Brust mit ihrer Zeit 2:27,26 und Daniela Samulski SG Bayer Wuppertal / Uerdingen / Dormagen mit ihrem Deutschen Rekord über 100 m Schmetterling in 0:58,75, sie löste damit einen Uralt Rekord von 1988, gehalten von Kristin Otto, aus. In diesem Rennen blieb auch noch Antje Buscschhulte mit 0:58,83 unter dem alten Rekord von 0:59,00

Bei den Männern war es Steffen Driesen SV Bayer W`tal Uer./Dor. Über 50 und 100 m Rücken und Jens Thiele SV Eidelstedt Hamburg über 200 m Rücken, welche die Normzeiten unterboten

Eines der ganz großen Glanzlichter dieser Meisterschaft war das Finale über 100 m Freistil der Frauen. Mit Britta Steffen SG Neukölln an der Spitze in 0:53.78 unterboten 4 weitere Schwimmerinnen Annika Lurz – Daniela Samuski – Petra Dallmann und Meike Freitag die geforderte Richtzeit von 0:55,25 eine gute Garantie für die 4 x 100 m Freistilstaffel.

Team Chef Dr. Örjan Madsen zeigte sich mit den Leistungen nicht ganz zufrieden zumal einige Teilnehmer des Höhentrainings bei den DMS - Kämpfen mit Super Zeiten aufwarteten und hier auf der langen Bahn knapp 10 Tage später nicht die Normzeiten für Melbourne erreichten. Zu diesen Verlierern gehörte auch Paul Biedermann, welcher mit einer Meldezeit von 3:39,88 über 400 m Freistil als schnellster gemeldet war und im Finale mit 3:51,08 und Platz 2 fast 3,3 Sekunden über der Richtzeit für Melbourne das Rennen beendete. Er konnte jedoch über 200 m Freistil dann sein Können unter Beweis stellen und siegte hier in 1.48,05 und erreichte damit die Richtzeit für Melbourne.

Auch Antje Buschschulte SC Magdeburg im Höhentraining in bestechender Form konnte teilweise ihre gewohnten Leistungen nicht abrufen und belegte über 100 m Rücken den 2. Platz hinter Janine Pietsch SC Delphin Ingolstadt. Jedoch über 50 m Schmetterling verbesserte sie sich und wurde mit neuem deutschen Rekord in 0:26,35 Deutsche Meisterin und qualifizierte sich für Melbourne.

Team Chef Dr. Örjan Madsen verteidigte sein Projekt Weltklasse 2008 mit den Worten:
Nach 3 Monaten ohne Wettkämpfe auf der langen Bahn müssen sich die Athleten erst wieder einfinden, und nach einem Höhentraining kann man noch keine endgültigen Schlußfolgerungen über das Für und wider dieser Trainingsgestaltung erzeugen.
Es ist und bleibt ein spannendes Experiment und man muß unterwegs dazulernen, sollte sich jedoch zeigen, daß für einige das Höhentraining nicht die gewünschte Leistungsverbesserung erzeugt, muß man eben für diese Aktiven eine andere Lösung im Flachland finden. Letztendlich entscheiden noch viele anderen Faktoren über die erzeugte Leistung bei diesen Meisterschaften, die Taperphase wird sehr unterschiedlich gehandhabt, zudem spielen Krankheiten eine große und nicht zu unterschätzende Rolle, da gerade die Teilnehmer des Höhentrainings nach ihrer Rückkehr sehr anfällig sind. Aber so folgerte der Team Chef weiter, auch dies muß ein Hochleistungssportler in den Griff bekommen um eine Hochleistung zu vollbringen.

Entgegen aller bisher gemachten Erfahrungen und Aussagen konnten die Teilnehmer des Höhentrainings teilweise ihre Leistungen über die Kurzen Strecken abrufen jedoch bei den längeren Disziplinen sprich 200 und 400 m fehlten die nötigen Sekunden um die Richtzeiten zu erreichen.

Auch Höhentraining muß gelernt sein, hier haben die Athleten aus den neuen Bundesländern einiges voraus. Sie sind dies gewöhnt und gehen ein solches Training auch ganz anders an. Ein gutes Beispiel ist hierzu Nicole Hetzer SV Wacker Burghausen, souverän konnte sie ihre Leistung über 400 m Lagen abrufen und gewann in 4:43,53 unter der geforderten Richtzeit den Meistertitel.
Als Gegenbeispiel ist Anne Poleska SG Essen anzusehen, dies war ihr erstes Höhentraining, obwohl begeistert und voller Zuversicht schrammte sie mit 5/hundertstel an der Richtzeit vorbei. Ob es tatsächlich am Höhentraining gelegen hat, kann man jetzt noch nicht abschließend beurteilen, jedoch ist eine Verunsicherung da.

Abschließend kann man übereinstimmend mit Örjan Madsen feststellen, daß es noch ein weiter und steiniger Weg ist, um das Projekt Weltklasse bis Peking 2008 auf den Weg zu bringen.
Das Leistungsniveau der Frauen kann man teilweise als zufriedenstellend bezeichnen und ist breiter gestreut als bei den Männern. Immerhin unterboten 11 Teilnehmerinnen 19 x die geforderten Richtzeiten im Gegenzug erreichten nur 6 männliche Teilnehmer 8 x die geforderten Richtzeiten.
Bei den Frauen sind 6 Disziplinen und bei den Männern 11 Disziplinen von jeweils 17 zu erreichenden Strecken unbelegt.

Zum Abschluß der Meisterschaften tat sich Team Chef Dr. Örjan Madsen schwer mit seinen Entscheidungen, wer mit nach Melbourne darf und wer nicht.
Würde er bei seiner harten Linie bleiben, so müßten Anna Poleska und Mark Warnecke zu Hause bleiben, ausgerechnet diese beiden aber haben in den letzten Jahren Medaillenplätze belegt.
Daher gab er in der abschließenden Pressekonferenz noch keine endgültige Nominierung für Melbourne bekannt und verschob diese auf den folgenden Tag.
( Mark Warnecke und Anne Poleska wurden nachträglich nominiert und in das Aufgebot für Melbourne aufgenommen )

Anni Vandenhirtz


Deutsche Schwimmtrainer Vereinigung
DSTV


Gespräche am Info Stand der DSTV

Unser Infostand gut positioniert war Anlaufstelle für viele Trainer und Aktive, welche uns mittlerweile als alte Bekannte begrüßten.
Bei den Gesprächen am Tisch kamen viele Meinungen und Gedankenaustauschs zustande.

Anne Poleska begrüßte uns mit ihrem extra aus Amerika angereisten Trainer Mike Lohberg aus Coral Springs Florida eine der amerikanischen Städte in der es sich gut leben läßt. .
Als alter Bekannter aus Bonner Zeiten konnten interessante Rückblicke und Ausblicke über die Schwimmsituation in Deutschland und Amerika ausgetauscht werden.
Amerika verfügt über 265.000 registrierte Schwimmer und wie bekannt, herrscht in Amerika das Konzept der totalen Kontrolle und Höchstleistung zum erforderlichen Höhepunkt.
Der Leistungssport ist unmittelbar in den weiterführenden Hochschulen angesiedelt. Nachgefragt was mit den Aktiven passiert, welche ihr Studium beendet haben erläuterte Mike Lohberg die neue Konzeption der Amerikaner
Die besten 96 Hochleistungssportler werden zur Zeit als Vollprofis in Charlotte, North Carolina zusammengezogen und dort von dem ehemaligen Uni Trainer David Marsh trainiert. Das Konzept wurde nach den Plänen von Marc Schubert realisiert und trägt sich durch privates Sponsoring.
Nachgefragt nach bestimmten Abständen - Qualifikation zum Top Ereignis-, konnte keine feste Zeit bestimmt werden. Hier wird aus rein organisatorischen und zeitlichen Zwängen der Abstand festgelegt.
Trainer Mike Lohberg begrüßte die Gangart und den Ausspruch von Dr. Örjan Madsen:


„Es gibt nur eine Chance – und die muß man nutzen.“


Er bezweifelte jedoch, daß sich dies bis zur letzten Konsequenz in Deutschland bei der relativ schmalen Spitze durchführen läßt.

Dagegen befürwortete unser DSTV Mitglied Norbert Warnatzsch voll und ganz die klare vorgegebene Linie von Dr. Örjan Madsen. Befragt nach dem Fehlen von Britta Steffen über 200 m Freistil, dadurch kein Start in Melbourne über diese Strecke, erklärte er, da kann man nichts machen, die Kriterien waren vorher bekannt.
Das Höhentraining fand voll seine Unterstützung und er war des Lobes voll, daß trotz 4 Wochen Länge, keine Langeweile aufkam.
Über die Terminzwänge DMS und DM befragt, fand auch er die Terminierung nicht günstig, jedoch Terminzwänge seien nun einmal vorhanden, und diese wären ja für alle gleich.

Interessante Ausführungen erhielten wir vom Verbandsarzt Dr. Arno Schmidt Truchsäss zum stattgefundenen Höhentraining.
Die Anpassung mußte sehr individuell erfolgen, da einige Athleten nicht vollkommen gesund oder mit wenig Grundkondition angereist waren. So konnten teilweise die geplanten und erforderlichen Umfänge nicht trainiert werden. Das 1. gemeinsame Höhentraining ist eine Standortbestimmung, welche nun als Grundlage für die weitere Arbeit ausgewertet und genutzt werden soll, wobei die Erfahrungen bei den Deutschen Wintermeisterschaften mit dem Abrufen der unterschiedlichen Leistungen mit einfließen wird.

Der Trainerassistent von Dr. Örjan Madsen Olav Spahl berichtete uns über die neu erstellte Konzeption einer einheitlichen Auswertung der Trainingsarbeit, welche während des vierwöchigen Aufenthaltes in der Sierra Nevada installiert wurde und mit den anwesenden Trainern diskutiert und eingestellt wurde. Nach der Installation dieser Konzeption ist es jederzeit möglich den augenblicklichen Trainingszustand abzurufen und eventuell Trainingspläne abzuändern oder zu besprechen. Dies erleichtert natürlich auch die Arbeit der anwesenden Trainer im Höhentraining mit den Heimtrainern.

Auch Dr. Örjan Madsen stellte sich für ein Video Interview zur Verfügung indem er nochmals betonte und auch darauf einging, daß der Maßstab Weltklasse sein muß. Auf die auffallend vielen Ausfälle wegen Krankheit angesprochen, war die Meinung von Dr. Örjan Madsen, daß auch die Gesundheit ein wichtiger Mosaikstein zum Erfolg im Hochleistungssport darstellt und von den Leistungssportlern richtig gehandhabt werden muß.

Daß die Höhe nicht für alle gleich gut ist und es sicherlich Anpaßungsschwierigkeiten gibt, ist wohl jedem im Team Weltklasse klar. Höhentraining ist auf jeden Fall effektiver als Training im Flachland, jedoch auch mit höheren Risiken behaftet, daher auch alle Experten zu Rate ziehen um bei jedem Aktiven die ganz individuelle Trainingslinie zu bestimmen. Es sind eben Menschen und keine Roboter. Auf die harte Linie der Nominierungskriterien angesprochen: „ es gibt immer Gewinner und Verlierer, so ist das Leben, es werden jedoch Gespräche stattfinden um eventuelle Kursänderungen in der individuellen Planung mit den einzelnen Aktiven zu besprechen und für die Nichtnominierten von Melbourne noch internationale Wettkämpfe anbieten um Erfahrungen zu sammeln.

DSTV Mitglied Peter Dlucik vom VFL Sindelfingen ärgerte sich über die Abschaffung der Semifinales, Franzosen und Engländer führen diese durch, dadurch Erfassung einer breiteren Masse.

Manfred Thiesmann mittlerweile 26 Jahre als Bundestrainer im DSV tätig sieht ebenfalls die Konzeption Weltklasse 2008 als sehr gelungen jedoch auch als große Herausforderung an. Der Trainingsaubau mit 4 wöchigen Höhentraining bedeutet für viele Athleten eine komplette Umstellung. Positiv bewertet er die Zusammenarbeit innerhalb des Teams und mit den Aktiven. Nach den teilweise enttäuschenden Ergebnissen bei den Wintermeisterschaften werden wohl noch viele Gespräche und Aufbauarbeit stattfinden müssen um wieder die gute Aufbruchstimmung in das Team einzubringen.
Auf die mäßigen und teilweise schlechten Leistungen der Männer vor allen Dingen im Brustschwimmen angesprochen, werde zur Zeit noch an keinen neuen oder zusätzlichen Konzepten zur Verbesserung der Brust Technik um wieder Weltniveau zu erreichen, gearbeitet. Aus Sicht der DSTV ein großes Manko im Projekt Weltklasse Peking 2008.

Trainer Stefan Hetzer, Burghausen bemängelte, daß für den Nachwuchs im Moment wenig zur Motivierung angeboten wird. Er sieht vor allen Dingen ein großes Loch nach den Deutschen Meisterschaften im April 2007

Birte Steven AMTV – FTV Hamburg die große Überraschungssiegerin über 200 m Brust mit Nominierung für Melbourne wird aus studienbedingten Gründen nicht an den Höhentrainngseinheiten teilnehmen. Sie promoviert am Uniklinikum Hamburg Eppendorf. Überglücklich und fröhlich stellte sie sich an unseren Stand und hofft natürlich, daß auch im Flachland die Nominierung zu den Olympischen Spielen glücken wird.

Deprimiert und traurig verabschiedeten sich krankheitsbedingt und durch Zwischenprüfungen nicht in Top Form Annika Mehlhorn, auch Simone Weiler konnte sich bei diesen Meisterschaften nicht in gewohnter Weise präsentieren
Die Deutschen Wintermeisterschaften waren für beide nicht optimal verlaufen.

Ganz herzlich wurde Stefan Lurz Trainer und Ehemann von Annika Lurz, früher Liebs an unserem Stand begrüßt und natürlich Glückwünsche für die fantastische Leistung über 200 m Freistil von Annika Lurz ausgesprochen.
Trainer Stefan Lurz nach den Erfolgen befragt, woher diese Leistungssteigerungen kommen, erklärte: ein solides Umfeld Ausbildung und Spitzensport im Einklang. Für Annika soll es in der weiteren Vorbereitung keine Experimente sprich Höhentraining geben, sie wird sich weiterhin im Flachland in ihrer gewohnten Umgebung auf Peking vorbereiten. Dieser Weg ist mit Team Chef Dr. Örjan Madsen abgesprochen.

Trainer Gerold Seifert Biberach war ratlos über das Abschneiden seines Schützlings Steffen Deibler Höhentraining, keine Krankheit, keine DMS keine Änderung der Taperphase und trotzdem keine guten Leistungen. Hier muß aus seiner Sicht analysiert werden, wieso ?????

Über die Terminierung der Deutschen Meisterschaften im April 2007 wurden natürlich heftig diskutiert. Zum einen liegt der Termin der Deutschen Meisterschaft in einigen Bundesländern genau auf den Abi Klausuren, in anderen Bundesländern sind die Osterferien bereits mit Trainingslagern verplant.

Es gab viele Interessierte bezüglich unserer Jahrestagung in Braunschweig 2007 und wir haben die Ausschreibungen an Interessierte verteilt.

Hochstimmung und Unsicherheit lagen in den Tagen in Hannover genau so dicht beieinander wie Hochleistungen und erschreckend niedrige Niveaus auf einigen Disziplinen.
Es gibt noch viel zu tun!!!!!


Anni und Claus Vandenhirtz


Deutsche Schwimmtrainer – Vereinigung
DSTV

Günter Herma Verabschiedung in den Ruhestand

Günter Herma aus dem Deutschen Schwimmsport nicht wegzudenken, war er doch seit 1974 durchgehend für den Bereich Schwimmen im BAL und später BL zuständig, wurde bei den Deutschen Wintermeisterschaften in Hannover 2006 offiziell als Mitglied des Fachausschusses Schwimmen verabschiedet.
Nach seinem Studium Diplom Sport war er von 1969 – 1974 im Schuldienst tätig, ehe er seine Arbeit beim BAL (Bundesausschuß für Leistungssport) begann.
Unter seiner Regie wurde die Konzeption der Stützpunkte erarbeitet, welche im Deutschen Schwimmverband als eine der ersten Verbände eingerichtet wurden und somit eine Vorbildfunktion ausübten

Er begleitete von 1981 – 1983 das Krafttrainingsprojekt in Darmstadt in Zusammenarbeit mit Trainer Clemens Hildebrandt, Professor Kindermann und Professor Coen.
Hier wurde über 2 Jahre der Einfluß des Krafttrainings auf die schwimmspezifischen Fähigkeiten auf Schwimmtechnik und Schnelligkeit getestet und überprüft.


Bei allen DM und Großereignissen EM – WM und OS war er dabei und konnte die Leistungen im Schwimmsport zu jeder Zeit im BAL und später BL abrufen und vertreten.

Privat nach seinem größten Erlebnis mit der Arbeit im DSV gefragt, waren es die Weltmeisterschaften 1975 in Cali / Kolumbien mit dem Weltrekord von Michael Groß über 200 m Schmetterling und der so erfolgreichen Deutschen Mannschaft.

Sein Rat und sein Einsatz für den deutschen Schwimmsport waren zu jeder Zeit gefragt und eine Bereicherung für den Deutschen Schwimmverband insgesamt.


Anni Vandenhirtz
DSTV

 

 


 

 

Deutsche Schwimmtrainer Vereinigung
DSTV

Trainerehrung 2006

Zum 10. Mal wurden die erfolgreichsten Trainer im Schwimmsport für ihre Erfolge im Jahr 2006 durch die Deutsche Schwimmtrainer Vereinigung geehrt. Die jährliche Ehrung erfolgte im Rahmen der Deutschen Wintermeisterschaften in Hannover.

Der frühe Zeitpunkt der Ehrung wurde nötig, da durch die schon im März 2007 stattfindenden Weltmeisterschaften in Melbourne eine Doppelehrung auf den nachfolgenden Deutschen Meisterschaften in Berlin 2007 hätte stattfinden müssen.

Geehrt als erfolgreichster Trainer innerhalb der Nationalmannschaft während der Europameisterschaften in Budapest / Ungarn wurde Norbert Warnatzsch (Leitender Trainer Olympia – Stützpunkt Berlin) für die Erfolge der von ihm und in Zusammenarbeit mit dem Landestrainer Schwimmen Berlin Frank Weib betreuten Schwimmerin Britta Steffen SG Neukölln.
Britta gewann 2 Goldmedaillen über 100 m Freistil mit Weltrekord und 50 m Freistil.
Ebenso war sie Teilnehmerin in den erfolgreichen Staffeln 4 x 100 m und 4 x 200 m Freistil jeweils mit Gold und Weltrekord.
Weiter erreichte sie als Teilnehmerin der 4 x 100 Lagenstaffel noch Silber.
Ebenso war Norbert Warnatzsch an den Erfolgen von Nicole Hetzer beteiligt, da Nicole durch Studium nicht immer in Burghausen bei ihrem Vater das Training absolvieren kann und so in Zusammenarbeit zwischen den beiden Trainern eine erfolgreiche Balance für Nicole gefunden wurde.

Als erfolgreichste Trainerin während der erstmals stattfindenden Junioren Weltmeister-schaften in Rio de Janeiro / Brasilien wurde Carmela Ertel Landestrainerin in Sachsen – Anhalt für die Erfolge der Schwimmerin Daniela Schreiber SV Halle / Saale ausgezeichnet.
Daniela erreichte Gold über 100 m Freistil und 50 m Freistil, Silber mit der 4 x 100 m Freistilstaffel und Bronze mit der 4 x 200 m Freistilstaffel

Frank Lamodke Landestrainer in Hannover wurde für die Erfolge seiner Schwimmerin Lena-Celina Hiller während der Junioren Europameisterschaften in Palma de Mallorca / Spanien ausgezeichnet.
Lena-Celina erreichte Gold über 50 m Schmetterling und Silber mit der 4 x 100 m Freistilstaffel.

(von l. n. r.: Frank Lamodke, Carmela Ertel, Norbert Warnatzsch)

Portraits:

Norbert Warnatzsch Diplomsportlehrer, seit 1969 im Schwimmsport tätig, kann auf ein weit gestreutes Erfahrungspotential zurückblicken. Als Trainer für den Nachwuchs beim SC Dynamo Berlin und weiter als Trainer im Hochleistungssport innerhalb der National-mannschaft der DDR lernte er die breiten Facetten im Hochleistungssport kennen.
Seine ersten internationalen Erfolge konnte er bei den 1977 stattfindenden Europameisterschaften in Jönköping / Schweden mit Frank Pfütze Bronzemedaille 400 m Freistil und Bronzemedaille 4 x 200 m Freistil erreichen.

So waren es dann auch in den nachfolgenden Jahren ausschließlich Männer welche von ihm zum Erfolg geführt wurden, wie z. B. Jörg Woithe und Thorsten Spanneberg.

2002 kam der große Durchbruch mit einer weiblichen Aktiven - Franziska van Almsick -
Bei den Europameisterschaften in Berlin 2002 gelang eine große Sensation
Nach vielen Höhen und Tiefen in der Laufbahn von Franziska van Almsick führte Norbert Warnatzsch sie wieder zu einer triumphalen Rückkehr im Hochleistungssport Schwimmen, gekrönt durch die Goldmedaille mit Weltrekord über 200 m Freistil in 1.56,64

2004 bei den Olympischen Spielen in Athen das große Aus von Franziska van Almsick.

2006 nun die neuerliche große Überraschung mit Britta Steffen auch sie eine Ausnahme-erscheinung.
Mit ihrem Weltrekord über 100 m Freistil und der Beteiligung an 2 weiteren Weltrekorden über 4 x 100 m F und 4 x 200 F ist sie aus dem Schatten von Franziska van Almsick herausgetreten.

Camela Ertel Dipl. Sportlehrerin mit Trainer A – Lizenz Landestrainerin seit 1991 in Sachsen – Anhalt, hat als Jugendliche unter dem Namen Camela Schmidt selbst Hochleistungssport betrieben. Ihre Erfolge reichten von den Olympischen Spielen in Moskau 1980 zwei Bronzemedaillen über 200 und 400 m Freistil bis 1982 Weltmeisterschaften Guayaquil / Equador mit Gold über 400 und Bronze 800 m Freistil
1988 Hochschulabschluss als Diplom Sportlehrerin und Beginn der Tätigkeit als Trainerin im Schwimmen.
1989 erreichte sie die Qualifikation zur Schul – Sportlehrerin und war im Nachwuchsbereich Schwimmen tätig.
Seit 1991 ist sie Landestrainerin und trainiert den weiblichen Bereich. 2006 wurde sie Deutscher Mannschaftsmeister mit den Frauen des SV Halle / Saale in der 1. Bundesliga.
Bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin konnten ihre Schützlinge in den verschiedenen Jahrgansstufen 8 erste und zahlreiche 2. und 3 Plätze belegen, damit zählt sie zu den erfolgreichsten Trainerinnen im Nachwuchsbereich.
Bestätigt wurde dieser Erfolg durch das Abschneiden ihrer Aktiven Daniela Schreiber, die bei den 1. Junioren Weltmeisterschaften in Rio de Janeiro / Brasilien 2 x Gold über 50 + 100 Freistil 1 x Silber mit 4 x 100 m Freistilstaffel und 1 x Bronze mit der 4 x 200 m Freistilstaffel gewann.

Frank Lamodke ehemaliger Schwimmer und seit 1993 im Besitz der A Lizenz begann seine Trainertätigkeit in Dortmund beim Schwimmverein Hansa Dortmund.
2002 wechselte er nach Hannover und ist seitdem leitender Landestrainer des Landesleistungsstützpunktes Hannover. Seine erfolgreichste Schwimmerin Lena – Celina Hiller erreichte bei den Junioren Europameisterschaften in Palma de Mallorca / Spanien Gold über 50 m Schmetterling und Silber mit der 4 x 100 m Freistil Staffel. Bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften konnte er mit der Männermannschaft den 1. Platz in der ersten Bundesliga verteidigen.
Bei den Wintermeisterschaften wurde seine bisherige Trainerarbeit mit einem Deutschen Rekord in der 4 x 50 Freistil Staffel 1.32,16 sowie 3 Deutsche Meistertitel über 100 m Freistil Jens Schreiber 49.61, Thomas Rupprath über 50 + 100 m Schmetterling im heimischen Stadionbad gekrönt.


Claus Vandenhirtz


DSTV
Deutsche Schwimmtrainer Vereinigung

Ehrung der erfolgreichsten Trainer im Deutschen Schwimmverband für die Saison 2006
Die Ehrungen erfolgen im Rahmen der Deutschen Wintermeisterschaften im Schwimmen in Hannover


Nationalmannschaft

Norbert Warnatzsch SG Neukölln Berlin
Erfolgreichster Trainer während der Europameisterschaften in Budapest / Ungarn

Britta Steffen Gold 100 m Freistil 0:53,30 WR Gold 50 m Freistil 0:24,72
Gold 4 x 100 m Freistil 3:35,22 WR
Gold 4 x 200 m Freistil 7:50,82 WR
Silber 4 x 100 m Lagen 4:02,35


Jugend – und Junioren Nationalmannschaft

Carmela Ertel SV Halle / Saale

Erfolgreichste Trainerin während der Junioren Weltmeisterschaften in
Rio de Janeiro / Brasilien

Daniela Schreiber Gold 100 m Freistil 0:55,59 Gold 50 m Freistil 0:25,55
Silber 4 x 100 m Freistil 3:46,66
Bronze 4 x 200 m Freistil 8:17,74


Frank Lamodke S.V. Wasserfreunde 98 Hannover

Erfolgreichster Trainer während der Junioren Europameisterschaften in
Palma de Mallorca / Spanien


Lena – Celina Hiller Gold 50 m Schmetterling 0:27,29
Silber 4 x 100 m Freistil 3:49,23

 



 

DSTV
Deutsche Schwimmtrainer Vereinigung

Ehrung der erfolgreichsten Trainer im Deutschen Schwimmverband für die Saison 2005
Die Ehrungen erfolgen im Rahmen der Deutschen Meisterschaften im Schwimmen in Berlin


Nationalmannschaft
Horst Melzer SG Essen
Für die Erfolge während der Weltmeisterschaften in Montreal / Kanada

Mark Warnecke Gold 50 m Brust 0.27,63
Anne Poleska Silber 200 m Brust 2.25,84


Junioren Nationalmannschaft
Gerold Seifert TG Biberach

Für die Erfolge währen der Junioren Europameisterschaften2005 Budapest / Ungarn

Steffen Deibler Gold 50 m Freistil 0:22,26 JEM und D. Rekord
Gold 100 m Freistil 0:49,26 JEM Rekord Gold 4 x 100 m Lagen 3:44,92 Gold 4 x 100 m Freistil 3:24,48 Silber 50 m Schmetterling 0:24,53
Bronze 200 m Freistil 1:50.10
Bronze 4 x 200 m Freistil 7:33,45


Beste Nachwuchsarbeit im Jugendbereich
SC Magdeburg e. V.

Für die Erfolge während der Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin 2005

1. SC Magdeburg 353 Punkte
2. SV Halle 351 Punkte
3. SG Neukölln Berlin 269 Punkte

Bewertung Platz 1 bis Platz 6 im Endlauf
1. = 7 P. - 2. = 5 P. - 3. = 4 P. - 4. - 3 P. - 5. = 2 P. - 6. = 1 P.

(v.l.n.r. Gerold Seifert, Horst Melzer, Wolfgang Sack)


Ehrung der erfolgreichen Trainer im DSV

Jahr Nationalmannschaft   Junioren   Nachwuchs
1997

Bernd Henneberg

Magedeburg

EM Sevilla/Spanien

 

Olaf Bünde

Bayreuth

JEM Glasgow/Schottland

   
1998

Bernd Henneberg

Magdeburg

WM Perth/Australien

 

Klaus Thiedmann

Dresden

JEM Antwerpen/Belgien

 

SC Magdeburg

DSV JM Regensburg

 

1999

Dirk Lange

Hamburg

EM Instanbul/Türkei

 

Thomas Rother

Baunatal

JEM Moskau/Russland

 

SC Magdeburg

DSV JM Bruanschweig

 

2000

Ute Schinkitz

Chemnitz

OS Sydney/Australien

 

Jürgen Schmitz

Remscheid

JEM Dünkirchen/Frankreich

 

SV Halle

DSV JM Sindelfingen

 

2001

Roland Böller

Erlangen

WM Fukuoka/Japan

 

Jörg Freyher

Norderstedt

JEM Malta/Malta

 

SC Magdeburg

DSV JM Berlin

 

2002

Norbert Warnatzsch

Berlin

EM Berlin/Deutschland

 

Peter Rund

Berlin

JEM Linz/Österreich

 

SV Halle

DSV JM Bremen

 

2003

Roland Böller

Erlangen

WM Barcelona/Spanien

 

Chrsitian Brandner

TSV Katzwang

JEM Glasgow/Schottland

 

SC Magdeburg

DSV JM Wuppertal

 

2004

Bernd Henneberg

Magdeburg

OS Athen/Griechenland

 

Frank Embacher

SV Halle

JEM Lissabon/Portugal

 

SC Magdeburg

DSV Leipzig

 

2005

Horst Melzer

Essen

WM Montreal/Kanda

 

Gerold Seifert

TG Biberach

JEM Budapest/Ungarn

 

SC Magdeburg

DSV JM Berlin

 

2006

Norbert Warnatzsch

Berlin

EM Budapest/Ungarn

 

Carmela Ertel

SV Halle

JWM Rio de Janeiro / Brasilien

 

SV Halle

DSV JM Berlin

     

Frank Lamodke

Wasserfreunde Hannover

JEM Palma de Mallorca / Spanien

   
2007

Stefan Lurz

Würzburg

WM Melbourne / Australien

 

Jaqueline Zenner

VfV Hildesheim

JEM Antwerpen / Belgien

 

Wfr. Hannover

DSV JM Dortmund ´

2008

Norbert Warnatzsch

Berlin

OS Peking/China

 

Alexander Kreisel

DSW 1912 Darmstadt

JEM Belgrad/Serbien

 

SG Dortmund

DSV JM Berlin

 

 



Deutsche Meisterschaften 2006
Leistungsschau mit 330 Titelvergaben


Die 118. Deutschen Meisterschaften boten noch einmal wie im vergangenen Jahr in der Tradition der „Schwimmwoche“ eine komplette Leistungsschau der DSV Aktiven.

273 Vereine mit insgesamt 1.436 Aktiven hatten insgesamt 4.441 Einzelmeldungen und 126 Staffelmeldungen abgegeben.

Diese Leistungsschau war gleichzeitig Qualifikation für die Europa-Meisterschaften in Budapest vom 26.7. – 6.8.2006, die Junioren EM in Palma de Mallorca vom 6 – 9.7.2006 und auch für die Premiere der Junioren Weltmeisterschaften in Rio de Janeiro vom 22. – 27.8.2006, hier wird jedoch laut Aussage nur eine kleine Mannschaft an den Start gegen.

Der Zeitplan dieser Schwimmwoche richtete sich nach den zugesagten TV Übertragungen, so daß ab spätem Vormittag die Jugend und Junioren Finalläufe über die Mittagszeit die Finalläufe der offen Klasse und nachmittags bis in den späten Abend die Vorläufe stattfanden.

Für Aktive Trainer, Betreuer und Kampfrichter eine fast unlösbare Aufgabe, denn Pausen zwischen den einzelnen Abschnitten fanden entweder gar nicht oder so kurz statt, daß die Halle fast nicht verlassen werden konnte.

Die Betreuer der großen Mannschaften waren voll mit Fahrtdienst der Aktiven ausgelastet.
Jedoch erstaunlich genug, es wurde gelassen mit stoischer Ruhe hingenommen und das beste aus den jeweiligen Situationen herausgekitzelt.

So standen dann auch die Finalläufe für manche Stars unter keinem guten Stern. Exakt um 13:00 Uhr in Topform gute Leistungen zu bringen erfordert viel Disziplin und ist natürlich nicht jedermanns Sache.
So wurden manche guten Zeiten welche in den Vorläufen nachmittags und abends geschwommen wurden in den Finalläufen nicht unterboten.

Einen Paukenschlag gelang am ersten Tag dann trotzdem Britta Steffen von der SG Neukölln Berlin mit einem neuen Deutschen Rekord über 100 m Freistil in 54,29 und löste den bestehenden Rekord von Franziska van Almsick und Antje Buschschulte 54,39 ab.

Ein weiterer Rekord von Franziska van Almsick wurde beinahe von Annika Liebs SV Würzburg 05 über 200 m Freistil in Angriff genommen.
Annika schwamm in 1.57,56 über 200 m Freistil die schnellste Zeit die jemals über diese Strecke bei Deutschen Meisterschaften auf der 50 m Bahn geschwommen wurden und ist nur noch eine knappe Sekunde vom Weltrekord entfernt.

Erfolgreichster Aktiver und Star der DM in Berlin war und ist Helge Meeuw.
Mit 5 Deutschen Meistertiteln und 2 Europarekorden avancierte er zum Star der Meisterschaften.
Europarekord und Jahresbestzeit über 200 m Rücken in 1.56,34 und zum Abschluß der Meisterschaften noch einmal als Startschwimmer in der 4 x 100 m Lagenstaffel Europarekord über 100 m Rücken in 53,46
Er knackte damit den 15 Jahre alten Europarekord über 200 m Rücken in 1.56,57 von Martin Lopez – Zubero und ist nur noch 29/100 vom Weltrekord entfernt.
Verlierer dieser Meisterschaften waren Vize – Weltmeisterin Anne Poleska SG Essen und Thomas Rupprath Wfr. 98 Hannover, beide konnten sich für die Europameisterschaften nicht qualifizieren.
Dr. Örjan Madsen will einige Leute und vor allen Dingen diese beiden hervorragenden Athleten nicht abschreiben. Er ist sich ziemlich sicher, daß sich Anne und Thomas wie Profis auf Peking vorbereiten und letztendlich auch im Olympia Team stehen werden.

Zum Schluß zeigte sich Örjan Madsen mit den Leistungen bei den nationalen Titelkämpfen in der deutschen Hauptstadt zufrieden. Ein Aufgebot mit 27 Aktiven, 14 Schwimmerinnen und 13 Schwimmern wird in Budapest an den Start gehen, davon haben 18 Athleten die geforderte EM Norm für einen Einsatz in Einzelrennen erfüllt, neun erhalten ihre Berufung für Staffeleinsätze

So wurde zum Schluß die These widerlegt, man könne in der Mittagszeit keine guten Leistungen bringen. Der Teamchef lobte nicht nur die Aktiven, sondern auch deren Trainer die sich auf den erstmals bei Deutschen Meisterschaften veränderten Zeitplan hervorragend eingestellt hätten.

Im Anschluß an die EM wird dann das Top Team 2008 benannt, welches bis zu den Olympischen Spielen in Peking vorrangig gefördert werden soll und nach dem aufgestellten Trainings und Wettkampfplan gezielt eine hervorragende Plazierung in Peking einzunehmen in Angriff nehmen wird.

 

von Anni Vandenhirtz


 

Deutsche Meisterschaften 2006
aus der Sicht des Infostandes der DSTV


Infostand
Mittlerweile als Stammgäste bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin war unser alt bekannter Platz als Infostand gut vorbereitet.

In den ersten Tagen war es sehr schwierig Trainer, Aktive und Betreuer zu einem Gespräch zu bewegen, alles hastete treppauf – treppab zu den verschiedenen Wettkämpfen, brachten Aktive zur Schwimmhalle, Aktive in die Unterkünfte, gegessen wurde gar nicht und heiß war es auch noch.

Diese allgemeine Hektik wirkte sich natürlich auch nicht positiv auf den Verkauf an unserem DSTV Stand aus.

Ein trauriges Bild boten die Jahrgangssiegerehrungen, welche teilweise erst nach den offenen Finalläufen stattfinden konnten, da Teilnehmer aus den Jahrgängen in der offenen Klasse vertreten waren. Natürlich waren die Finalisten der Jugend und Junioren Endläufe nach Beendigung zu ihren Quartieren gefahren, um etwas Ruhe vor den Vorläufen welche im frühen Nachmittag begannen zu finden.

Jedoch alles spielt sich ein und allmählich kehrte Ruhe insofern ein, da man sich arrangiert hatte.
Nun konnten wir auch Trainer und Aktive dazu bewegen sich einigen Fragen zu stellen.
Dominique Leidl, deutscher Meister über 200 Lagen, jedoch knapp an der Normzeit vorbeigeschrammt, äußerte sich eher enttäuscht von der harten Gangart der Nominierung zu den EM in Budapest. Seiner Meinung nach sollten die Deutschen Meister eine Fahrkarte erhalten und die zweiten, wenn sie die Normzeit unterbieten.

Zur Vorbereitung Peking wird es aus seiner Sicht sehr schwer sein, 170 Tage Höhentraining mit Studium und Arbeit zu vereinbaren. „ Man investiert dann und kommt trotzdem nicht nach Peking,“ waren seine abschließenden Worte.

Auch DSTV Mitglied Trainer Uwe Neumann schloß sich der Meinung von Dominique Leidl an, bei Europameisterschaften sollten die Deutschen Meister und die Zweitplazierten bei Norm Unterbietung gemeldet werden, um so mehr internationale Wettkampferfahrung zu sammeln. Jedoch auch er weiß um die finanziellen Nöte im Verband und so muß man sich halt den Vorgaben fügen.

Die Vorbereitung Peking mit vielen Trainingseinheiten in der Höhe muß natürlich finanziell und beruflich für den Athleten abgesichert sein. Die Terminierung der Deutschen Meisterschaften 2007 im April sieht er als folgerichtige Terminierung zum Ziel Peking an.

Anne Poleska kehrt nach dem nicht so erfolgreichen Abschneiden (nicht nominiert zur EM Budapest) nach Amerika zur Sonne und Freiluft zurück. Ihrer Meinung nach kann sie sich dort physisch und mental besser vorbereiten, wird jedoch an allen Maßnahmen des Deutschen Schwimmverbandes teilnehmen, da sie die Konzeption für Peking voll ausschöpfen will, um dort Top fit vorbereitet zu sein.
Beruflich und finanziell sei alles abgesichert, so daß einer professionellen Vorbereitung nichts im Wege steht.

Thomas Rupprath verstand die Welt nicht mehr, seine Form war in keinster Weise so wie sie sein sollte, aber auch er hakte die EM Budapest ab und will sich voll und ganz nun in das Unternehmen Peking stürzen. Als eine der Gründe nannte er den nicht richtigen Abstand zum Höhentraining.

Etwas unsicher sieht Annika Liebs, Deutsche Meisterin über 200 m Freistil mit der schnellsten je geschwommenen Zeit bei Deutschen Meisterschaften über diese Strecke auf der langen Bahn und Vizemeisterin über 100 m Freistil, den nächsten Jahren entgegen. Die deutschen Meisterschaften sind aus ihrer Sicht besser gelaufen als geplant. Ich will eins nach dem anderen abhaken, erst EM Budapest und dann sehe ich weiter, ich lasse alles auf mich zukommen und warte ab. Auf jeden Fall will sie weiter dem Leistungsprinzip und der Konzeption von Örjan Madsen folgen.

Die beiden Trainer Thomas Rother und Roland Böller unterstützen die Konzeption von Örjan Madsen voll und ganz und sehen dem ganzen sehr gelassen entgegen. Ausspruch von Roland Böller: „Planung und Finanzierung gut“

Zur Frage der Zeitplanung der diesjährigen Meisterschaften gab es von beiden eine knappe Antwort: „ Eine einzige Katastrophe“

Wohltuend während der ganzen Hektik waren lobende Worte von DSTV Mitgliedern aus dem Raum Hannover, welche das Konzept unserer Jahrestagung sehr gut fanden, vor allen Dingen verschiedene gleichzeitige Vorträge für unterschiedliche Niveaus, wobei das untere Niveau etwas in der Vergangenheit vernachlässigt wurde.

Auch sie äußerten sich äußerst knapp mit dem Wort „ Katastrophe“ zum Ablauf der diesjährigen Meisterschaften

Die Terminierung der Deutschen Meisterschaften in 2007 im April sahen sie sehr gelassen an, eben ein Höhepunkt zum anderen Zeitpunkt.
Es war schon erstaunlich mit welcher Gelassenheit die Terminierung von einigen Trainern angesehen wurde. Einzige Schwierigkeit, was passiert mit den Schwimmern nach der DM im April?

Unsere beiden Nominierten und Deutschen Meister über 100 m Brust Simone Weiler und Vipa Bernhardt über 200 m Brust freuten sich riesig über die Nominierung.
Bei Simone Weiler steht die Lebensplanung und der Teilnahme an dem Projekt Peking 2008 nichts im Wege, so daß sie sich optimal vorbereiten wird. Ganz anders bei Vipa Bernhardt, sie sieht einige Schwierigkeiten mit ihrem Studium und wird wahrscheinlich nicht an allen Maßnahmen teilnehmen können. Ihrer Meinung nach war sie auch ohne Höhentraining bei den diesjährigen Meisterschaften topfit, so daß aus ihrer Sicht daraus kein Nachteil für sie entstehen wird.

Ein besonderes Ehepaar welches nicht mehr so oft zu finden ist, fand auch den Weg zu unserem Infostand.
Susan und Reiner Tylinsky von der EVI Hildesheim früher SG Hildesheim.

Seit fast 20 Jahren wird hier von der Familie Tylinsky Thomas – Tina – Reiner und Susan systematische Trainingsarbeit betrieben, davon zeugen die Erste Bundesligazugehörigkeit bei den Damen und Herren sowie zahlreiche Jugend – Europameisterschaftsteilnehmer und die Nationalschwimmerin Sara Harstyk. In diesem Jahr konnte sich Katharina Schiller über 200 m Lagen zeitgleich mit Annika Mehlhorn in 2:15,95 für die EM in Budapest qualifizieren.

Das Unternehmen gleicht einem Familienbetrieb. Jedes Jahr werden nach der Nichtschwimmerausbildung 10 Kinder im Alter von 7 – 8 Jahren ausgesucht und in die Trainingsgruppe integriert. 80 – 100 Schwimmer werden wettkampfmäßig vorbereitet und betreut bis hin zum Höhentraining. Für sie ist die Konzeption von Örjan Madsen vorgegeben und wird auch so befolgt, einzige Schwierigkeit in 2007, die geteilte Saison April und Juni.


Videoaufnahmen
Die Videoaufnahmen der Finalläufe welche an unserem Infostand unmittelbar nach Beendigung der Finalläufe gezeigt wurden, fanden wie immer großen Zuspruch bei Aktiven und Trainern. Heiße Diskussionen entbrannten über Technik, verpatzte Wenden oder aber auch Freude, sein Rennen noch einmal in Ruhe zu genießen. Selbst die Kampfrichter wollten bei kritischen Entscheidungen diese Rennen noch einmal in Ruhe begutachten. Auch hier wurden einzelne Entscheidungen an unserem Stand diskutiert.
Hier stellt sich natürlich die Frage, ob eine Trainervereinigung dazu beitragen soll, Disqualifikationen zu fördern, da bei den Unterwasseraufnahmen natürlich so mancher Fehler zu Tage tritt, der bei den Rennen augenscheinlich nicht wahrgenommen wird.
Ein Interview mit Sportdirektor Örjan Madsen wird den Videofilm über die Deutschen Meisterschaften vervollständigen.

Trainerehrung
Die alljährlich stattfindende Trainerehrung durch die DSTV fand wie immer, in einem sehr würdigen Rahmen vor Beginn der Finalläufe am Samstag statt.
Diese Ehrung, inzwischen ein fester Bestandteil bei den Deutschen Meisterschaften findet mittlerweile auch bei der Presse große Beachtung, so daß die Nominierten schon einen Tag vorher in den Pressemitteilungen zu finden waren.
Die Trainer - Ehrung wurde im gleichen Rahmen einer Schwimm – Siegerehrung durchgeführt, so daß die Trainer einmal die gleiche Beachtung fanden, die sonst meist ihren Schützlingen zu teil wird.

Bei der Nationalmannschaft wurde Horst Melzer von der SG Essen für die Erfolge während der Weltmeisterschaften 2005 in Montreal / Kanada - Mark Warneke Gold über 50 m Brust und Anne Poleska Silber über 200 m Brust geehrt

Horst Melzer ist seit 1974 Sportlehrer und Sportreferent der Stadt Essen, Mitbegründer der SG Essen und des Teilzeit Sportinternates am Helmholtz Gymnasium Essen. Seit 1992 Trainer der Sportelite in der SG Essen. Vier mal nahm er als offizieller Trainer bei Olympischen Spielen und seit 1992 regelmäßig als Trainer der Nationalmannschaft des DSV bei Europa – und Weltmeisterschaften teil.

Bei der Junioren Nationalmannschaft wurde Gerold Seifert von der TG Biberach für die Erfolge während der Junioren Europameisterschaften 2005 in Budapest / Ungarn - Steffen Deibler Gold über 50 – 100 m Freistil – 4 x 100 Lagen – 4 x 100 Freistil Silber über 50 m Schmetterling und Bronze über 200 m Freistil und in der 4 x 200 m Freistil Staffel geehrt.

Gerold Seifert seit 1976 Trainer in Freiberg, gewann bereits 1978 den Nachwuchspokal innerhalb des DSSV in Berlin. Bei den „Kleinen“ DDR Meisterschaften holte er insgesamt 9 x Gold – 7 x Silber und 10 x Bronze. Nach der Wende Übersiedlung nach Kießlegg und seit 1992 – 93 Nachwuchstrainer und seit 1995 verantwortlicher Trainer in Biberach.
Seit 1997 regelmäßige Teilnahme an den Jahrgangsmeisterschaften mit vielen jährlichen Plazierungen.

Die beste Nachwuchsarbeit im Jugendbereich erreichte wieder nunmehr zum 6. Male der SC Magdeburg e. V. für die Erfolge während der Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin 2005 mit 353 Punkten ganz knapp mit 2 Punkten Vorsprung vor dem SV Halle.

Neue Mitglieder
Unsere Mitgliedswerbung für die DSTV und Gespräche zeigten endlich Wirkung:
Die Wiedervereinigung bahnt sich nun auch einen Weg in die DSTV.
Insgesamt 12 Neuanmeldungen konnten wir verbuchen.
Die Landestrainerin Frau Caren Mahn vormals Metschuck Olympiasiegerin 1980 in Moskau über 100 m Schmetterling, tätig im Schwimmverein Empor Rostock 2000, Trainerin von Thomas Rupprath, konnte als neues Mitglied geworben werden. Ihre Tochter Antje Mahn wurde von der Deutschen Schwimmjugend als erfolgreichste Teilnehmerin bei den Jugend Europameisterschaften in Budapest 2005 geehrt.

Bernd Henneberg, Magdeburg mehrmals geehrt als erfolgreichster Trainer im A Bereich sowie Norbert Warnatzsch Berlin einer der erfolgreichsten Trainer überhaupt – von Örjan Madsen als Trainer für die Nationalmannschaft bei den diesjährigen Europameisterschaften in Budapest nominiert – sind nun Mitglieder in der DSTV.
Zwei weitere Berlinerinnen konnten gewonnen werden Uta Rosenkranz und Petra Kegel.

Eine nachträgliche Ehrung anläßlich der Jugend – Europameisterschaften 2001 auf Malta mit Jörg Freyher, lange Jahre Trainer der SG Norderstedt nun Trainer im OSP Hamburg nahm dies sofort zum Anlaß, Mitglied in unserer Vereinigung zu werden.

Eine ehemalige Nationalschwimmerin Annelies Maas verheiratet mit dem bekannten Schwimmer Michael Kraus von der SG Gladbeck nun Trainerin, hatte schon immer vor Mitglied zu werden, nun machte sie ihr Vorhaben war.

Zu unserer großen Freude fand auch Michael Kropp aus Osnabrück, Referent für DMS im Deutschen Schwimmverband, den Weg zu uns.

Weitere Trainer sind nun Mitglied in unserer DSTV
Sigisbert Ackermann – Dietmar Gartz – Frank Bartheidel – und
Matthias Woyde


Pressekonferenz

Bei der abschließenden Pressekonferenz von Sportdirektor Örjan Madsen wurden die 28 Aktiven für die EM in Budapest vorgestellt und gleichzeitig die Richtung der nächsten Jahre bis 2008 OS Peking bestätigt. Die Leistungen waren zufriedenstellend mit einigen Höhepunkten, diese Athleten werden bei Gesundheit um die Medaillenränge mitkämpfen können.

Seine harte Gangart, keine zusätzlichen Nominierungen, wenn die Normzeit nicht erreicht wird, unterstrich er noch einmal eindeutig. Top - Athleten müssen sich grundsätzlich daran gewöhnen bei den Top Ereignissen fit zu sein, dazu zählen auch die Deutschen Meisterschaften, es gibt keine zweite Chance. Aus diesem Grund sind die Normen bindend.


Die DSV Präsidentin Frau Dr. Thiele bestätigte die Zustimmung der Verbandsleitung zum Projekt Peking 2008, anders können keine Erfolge auf Weltklasse – Niveau erzielt werden.
Zudem will der Verband vermehrt eine sehr individuelle Förderung seiner Athleten vorsehen. Nicht nur im Schwimmen, sondern unter anderem ist daran gedacht Privatlehrer für die Trainingslager zu engagieren und viele andere Dinge, welche noch nicht genau feststehen, jedoch bestätigte sie ganz klar, daß die Finanzierung für das Projekt Weltklasse Peking 2008 gesichert ist.

Weitvorausschauend gibt es jetzt schon Probleme mit den Olympischen Spielen in Peking. Hier geht es um günstige Sendezeiten. Im August sollen die Anfangszeiten der Endläufe im Schwimmen nach Absprache zwischen dem Internationalen Olympischen Komitee IOC und den wichtigsten Fernsehanstalten weltweit festgelegt werden.
Auslöser dieser Gespräche ist ein Antrag des US amerikanischen TV Senders NBC die Finals um 10:00 Uhr Ortszeit auszutragen, diese könnten dann zur sogenannten Primetime am Abend in den USA gesendet werden, jedoch in Mitteleuropa und damit auch in Deutschland wäre es dann 4:00 in der Nacht. Dies sind für uns natürlich keine günstigen Sendezeiten, nun muß man abwarten wie sich die Dinge entwickeln.

Alles in allem waren es anstrengende, lange und heiße Tage in Berlin, welche sich, so hoffen wir, wieder für die DSTV positiv auswirken werden.


von Anni und Claus Vandenhirtz


 

 

 


 

Der neue DSV Sportdirektor und Cheftrainer
Dr. Örjan Madsen

Nach Ralf Beckmann ein weiteres Mitglied der DSTV
Dr. Örjan Madsen neuer Sportdirektor im DSV.


Die DSV Präsidentin Frau Dr. Christa Thiel präsentierte am 1. Tag des Arena World Cup Berlin 2006 den neuen DSV Sportdirektor Dr. Örjan Madsen.
Für die Anwesenden eine gelungene Überraschung, da Örjan Madsen im deutschen Schwimmsport aus seiner erfolgreichen vergangenen Arbeit mehr als bekannt ist.
Schon sein Studium als Diplomsportlehrer und Dr. der Sportwissenschaften in den Fächern Sportmedizin und Trainingslehre an der Deutschen Sporthochschule Köln ist ein Garant für seine Befähigung zum neuen Amt im DSV
Eng mit dem Schwimmsport verbunden kennen wir ihn aus der Zeit als Cheftrainer beim SSF Bonn und der SG Hamburg
Sein Mitwirken an der Trainerakademie Köln verantwortlich für die schwimmspezifische Ausbildung sowie Berater im NOK sind nur einige Meilensteine seiner Laufbahn.
Als langjähriges Mitglied und teilweise Vorstandsmitglied der Deutschen Schwimm-Trainervereinigung (DSTV) ist er nicht nur den Schwimmtrainern eine bekannte Persönlichkeit sondern auch für seine gute Zusammenarbeit und dem Austausch von internationalem Trainingswissen bekannt.

Die DSTV begrüßt ganz besonders seine Nominierung
Bei einem ersten Interview mit der DSTV freute er sich, trotz längerer Abwesenheit aus dem aktiven Geschehen in Deutschland noch viele bekannte Trainer wiederzusehen und erklärte selbstverständlich seine Bereitschaft genauso wie seine Vorgänger Ralf Beckmann die Zusammenarbeit mit der Deutschen Schwimmtrainervereinigung zu suchen und zu fördern.
Die Technik Ausbildung der Trainer und Umsetzung auf die Aktiven wird auch unter seiner Leitung ein Schwerpunkt seiner Arbeit ausmachen und mit der DSTV eine gute Umsetzung erfahren.
Der Termin unserer Jahrestagung in Miesbach vom 29.4. - 1.5.2006 wurde ihm warm ans Herz gelegt und er sagte grundsätzlich sein Erscheinen zu.
Hier können sich dann eine Vielzahl der Mitglieder auf ein Wiedersehen mit Örjan Madsen, welcher immer noch Mitglied in der DSTV ist freuen und sich auf neue Ideen in der Entwicklung unseres Schwimmsports einstellen.
Bei dem weiteren Gespräch will er grundsätzlich die Linie innerhalb der Nationalmannschaft von Ralf fortführen, aber ein neuer Wind wird sicherlich auch hier wieder neue zusätzliche Akzente setzen. Ein Blick auf die Biathleten und Skilangläufer welche vom Trainingspensum den Schwimmern in vielem gleichzusetzen sind zeigt eine andere Vorbereitung auf das Topereignis als es im Schwimmen im Moment noch durchgeführt wird. Hier werden sicherlich Ansatzpunkte für eine Optimierung im Sportgeschehen sorgen.


Anni und Claus Vandenhirtz


 

Deutsche Schwimmtrainervereinigung
DSTV

Fachtagung 2005 der DSTV im Erzgebirge


Rabenberg ein El Dorado für Schwimmtraining


Vom 29.4. – 1.5.2005 weilte die Deutsche Schwimmtrainervereinigung zu ihrer jährlichen Fachtagung im Sport – und Bildungszentrum Rabenberg e. V., dem Landesleistungszentrum des Landessportbundes Sachsen in Breitenbrunn.

Im äußersten Zipfel des Freistaates Sachsen nahe der tschechischen Grenze liegt die Sportschule in ca. 1.000 m Höhe. Sie läßt keine Wünsche offen:
25 m und 50 m Hallenbad, Lehrschwimmbecken, Naß – Seminarraum, angepaßte Wassertiefen und Temperaturen, sowie Solarien, Trockensauna, Dampfbad, Trocken- und Unterwassermassagemöglichkeiten außerdem Sporthallen und Fitneßräume, eröffnen alle Möglichkeiten um optimales Schwimmtraining durchzuführen.


Weit über 100 Trainer haben dann auch nicht die teilweise weite Anfahrt gescheut um dort die Auffrischung ihres Wissens und die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zu erfahren.
Von der Fachtagung und den Möglichkeiten der Sportschule waren alle hellauf begeistert.

Die teilnehmenden Trainer waren erfreulicherweise eine gesunde Mischung zwischen Jung und Alt. Bei der Begrüßung und Eröffnung der Tagung konnte „Präsident Georg M. Fuchs“ auch Trainer aus Österreich und der Scheiz begrüßen.
Alle Referenten Wurden bei der Begrüßungsrunde am ersten Abend mit einem Gläschen „Rotkäppchen“ Sekt in den Tagungsplan eingeweiht

Auch in diesem Jahr hatte die DSTV wieder für Mitglieder das Angebot erwirkt, ein Meßplatztraining Start – Wende – Schwimmtechnik des Instituts für angewandte Trainingswissenschaften Leipzig für Schwimmer und Schwimmerinnen von interessierten Trainern im Rahmen der DSTV Tagung durchzuführen.
Lebhafter Zuspruch war der Dank für die Mitarbeiter, welche mit den neuesten Möglichkeiten den Aktiven Aufzeichnungen und Möglichkeiten der Fehlerbeseitigung in Form einer extra für sie angefertigten CD mit auf den Weg gaben.

Die bei den Vorträgen, Referaten und Arbeitsrunden entstehenden Diskussionen wurden mit den teilnehmenden Referenten noch munter aufgemischt.
Tagungs- Organisator und- Leiter „Vizepräsident Winfried Leopold“ hatte dann teilweise Mühe die bei den Vorträgen, Referaten und Arbeitsrunden vielfach entbrannten Diskussionen so zeitgerecht zu beenden, damit der Tagungsplan nicht durcheinander geriet.

Ein Rahmenprogramm für Begleitpersonen stand ebenso auf dem Programm, wie die alljährlich stattfindende Mitgliederversammlung der Deutschen Schwimmtrainervereinigung.

Bei dieser wurde nach lebhafter und teilweise konträrer Diskussion die vom Präsidium vorgeschlagene Satzungsänderung mit dem Wegfall des Trainerrates zugunsten einer Berufung von Referenten für besondere Aufgaben mit nur neuen Gegenstimmen beschlossen.

Die Stelle des Geschäftsführers konnte nicht neu besetzt werden, hierfür soll das Präsidium bis zum nächsten Jahr eine kommissarische Berufung vornehmen.

Ein großes Manko der DSTV liegt in der Öffentlichkeitsarbeit. Nach vielen vergeblichen Versuchen ist man noch immer auf der Suche nach einem qualifizierten Mitarbeiter, da auch bei dieser Tagung deutlich wurde, das die DSTV insbesondere in den neuen Bundesländern noch wenig bekannt ist.

Nach einer straff geführten Jahreshauptversammlung durch den „Präsidenten Georg M. Fuchs“ schloß der Abend mit weiteren lebhaften Diskussionen, gemütlichem Beisammensein und reichhaltigem landsüblichen Essen.

Die Sportschule Rabenberg liegt zwar absolut einsam, jedoch auch hier fanden die angereisten Aktiven noch viele Möglichkeiten der Freizeitbeschäftigung.
Unter anderem Kuchen backen für ein Geburtstagskind, - in den Mai feiern mit Sterne zählen und um eine Birke tanzen, - Ralf Beckmann interviewen und um Autogramme bitten, für sich selbst und für das Geburtstagskind, - Wettessen veranstalten u.s.w.

Die DSTV ist mit ihren Fortbildungstagungen auf dem richtigen Weg um immer wieder neue Anreize zu schaffen, Trainern den Umgang und die Arbeit mit den Aktiven zu erleichtern.

Zum Schluß konnte auch schon die nächste Tagung bekanntgegeben werden, sie wird vom

29.4. – 1.5. 2006 in Miesbach im Freistaat Bayern stattfinden.


Ehrung der erfolgreichsten Trainer im Deutschen Schwimmverband für die Saison 2004
Die Ehrungen erfolgen im Rahmen der Deutschen Meisterschaften im Schwimmen in Berlin


Nationalmannschaft: Bernd Henneberg SC Magdeburg
Für die Erfolge während der Olympischen Spiele 2004 in Athen Griechenland

Antje Buschschulte Bronze 200 m Rücken 2:09,88 p.BZ
Bronze 4 x 200 m Freistil 7:57,35
Bronze 4 x 100 m Lagen 4:00,72 ER


Junioren Nationalmannschaft Frank Embacher S.V. Halle

Für die Erfolge währen der Junioren Europameisterschaften2004 Lissabon / Portugal

Paul Biedermann Gold 200 m Freistil 1.48,62 JEM Rekord
Gold 400 m Freistil 3.51,52 JEM Rekord
Gold 1.500 m Freistil 15.18,94
Silber 4 x 200 m Freistil 7.27,88
Bronze 4 x 100 m Lagen 3.45,22

Toni Embacher Bronze 100 m Schmetterling 0.54,84
Alexander Schendel Bronze 4 x 100 m Lagen 3.45,94

Beste Nachwuchsarbeit im Jugendbereich: SC Magdeburg e. V.

Für die Erfolge während der Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Leipzig 2004

1. SC Magdeburg 258 Punkte
2. SG Neukölln 153 Punkte
3. SV Halle 149 Punkte

Bewertung Platz 1 bis Platz 6 im Endlauf
1. = 7 P. - 2. = 5 P. - 3. = 4 P. - 4. - 3 P. - 5. = 2 P. - 6. = 1 P.



Verabschiedung aus dem Leistungssport
Christian Keller

Christian Keller seit 16 Jahren Mitglied in der Deutschen Nationalmannschaft im Schwimmen wurde bei einem offiziellen Empfang im Ratssaal der Stadt Essen vom Leistungssport verabschiedet.
Vor ca 400 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Sport wurde die sportliche Laufbahn dieses hervorragenden Athleten aufgerollt.
Dr. Wolfgang Reiniger Oberbürgermeister der Stadt Essen würdigte Christian Keller in seiner Vorbildfunktion als Repräsentant für die Stadt Essen und dem Ruhrgebiet
Der Vizepräsident des Deutschen Schwimmverbandes Herbert Peters entschuldigte die Präsidentin Christa Thiele, die leider an diesem Abend verhindert war und bedankte sich bei Christian Keller für sein Mitwirken und Mitdenken im Deutschen Schwimmverband. Als Aktivensprecher konnte er durch seine Fürsprache viele Probleme im Vorfeld bereits klären oder dazu beitragen, Lösungen zu finden. .
Sein Werdegang im Essener WTB mit seinem 1. Trainer Wilhelm Löbbert , anschließend mit seinem Trainer Horst Melzer in der SG Essen wurde mit Anekdoten aus seinen jungen Jahren
frisch und fröhlich kundgetan.
Mark Warneke und Thomas Rupprath als Begleiter im Training und in der Nationalmannschaft trugen das ihre dazu bei.
Doch bei allen Anmerkungen und Erzählungen wurde eins doch sehr deutlich. Sein eiserner Wille zum Sieg und seine Disziplin im Training
Gerade diese Eigenschaften wurden auch durch Beiträge der Bundestrainer und des Sportdirektors Ralf Beckmann deutlich. Ohne diesen unbändigen Siegeswillen bis zur vollständigen Erschöpfung ist eine solche Beständigkeit nicht zu erreichen. 16 Jahre Zugehörigkeit Nationalmannschaft bedeuten 16 Jahre lang tägliches Training, tägliche Disziplin und Planung.
Durch die Durchführung der Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Essen vom 25. – 28.11.2004 hat sich die sportliche Laufbahn von Christian geschlossen, Beginn und Schlußpunkt Essen
Christian Keller bedankte sich bei allen Anwesenden, vor allen Dingen bei seinen Eltern, bei der SG Essen, bei seinen beruflichen Vorgesetzten und bei allen Sponsoren
die ihn in diesen 16 Jahren begleitet haben und ihm auch die Unterstützung gegeben haben, seinen Sport auszuüben,
Untermalt und unterbrochen wurden die Beiträge durch die bekannte Band „Ruhrschnellweg „
die auch noch ein eigens für Christian Keller komponiertes Lied vortrugen. „ Ich bleibe immer ein Essener Junge“
Von den Aktiven aus der SG Essen wurde eine Riesentorte „sein letztes Schwimmbad aus Marzipan“ überreicht.
Mit einem riesigen Buffet für alle Gäste und fröhlichem Beisammensein schloß sich der Kreis der 16 Jahre

Anni Vandenhirtz


Helmuth Kempf
Ein Leben im und für den Schwimmsport

Schwimmsport ohne Helmuth Kempf geboren 27.6.1935 ist nicht vorstellbar
Seit 1949 ist Helmuth im Wasser zu hause, erst als aktiver Schwimmer und Wasserballspieler in seiner Geburtsstadt Michelstadt beimVFL .
Bereits 4 Jahre später 1953 bricht sein organisatorisches Talent durch, er wird Sportleiter und Trainer der Schwimmabteilung des Vfl Michelstadt
1954 ist er bereits Organisator der Hess. Schwimm – Meisterschaften in Michelstadt.
1955 Wechsel zum DSW 1912 Darmstadt dem er bis heute treu geblieben ist.
Ob als Jugendleiter, Wasserballspieler, Sportleiter, Erfinder und Organisator des berühmten Internationalen Schwimmfestes des Darmstädter Schwimmvereins, Kassenwart nichts wurde ausgelassen der Schwimmverein konnte immer auf ihn zählen.
Doch Helmuth wurde über die Stadt und Landesgrenzen aktiv.
Die Presse war sein Steckpferd, seit 1959 bis heute ist er freier Mitarbeiter der Sportredaktion des „Darmstädter Echo“
Über Bezirkspressewart bis Bezirksschwimmwart in Südhessen, wurde der Bogen gespannt zum Deutschen Schwimmverband.
Vom Delegationschef bis zum FINA Kampfrichter bei Europa- Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen als Schwimmwart im Deutschen Schwimmverband (6.2.88 – 6.5.1989) oder als Berater des OK der Olympischen Spiele 1972 in München, und Wettkampfleiter Schwimmen bei den Weltmeisterschaften in Berlin war und ist Helmuth tätig gewesen.

37 Jahre war er von 1967 bis 31.12.2004 als Mitglied des Fachausschusses Schwimmen im Deutschen Schwimmverband eingebunden und damit dienstältester Funktionsträger im DSV

Das bis heute bestehende Ligensystem „Deutsche Mannschaftsmeisterschaften“ (DMS) im DSV ist seine Erfindung. Mannschaftswettkämpfe gehören zum Schwimmen, war sein Motto.

Vor der Gründung der Deutschen Schwimmtrainervereinigung 1971 war Helmuth von 1968 – 1972 bereits Vizepräsident der World Swimming Coaches Association (Welt Trainervereinigung)
Selbstredend das er bis zum heutigen Tag Mitglied in der DSTV ist.

Bei soviel Engagement bleiben Ehrungen nicht aus und sind verdient.
Silberne und goldene Ehrennadel des DSW 1912 und des Hessischen Schwimmverbandes
Silberne und goldene Ehrennadel des DSV
Silberne Verdienstplakette der DOG
Goldene Ehrenplakette des DSV
Silberne Sportplakette der Stadt Darmstadt, Ehrennadel in Bronze des LDSB Hessen
Sportplakette des Landes Hessen , Freundschaftsplakette der Stadt Darmstadt
und viele mehr.

Mit seiner fröhlichen Schlagfertigkeit, konnte er viele Zwistigkeiten regeln. Trotz aller Ehrungen ist er immer ein Arbeiter für den Schwimmsport geblieben, sein Humor wird uns in Zukunft bei vielenWettkämpfen und Sitzungen fehlen.
Die DSTV wünscht Dir noch viele gesunde Jahre im Kreise Deiner Familie,

Anni Vandenhirtz


Trainerportrait Bernd Henneberg SC Magdeburg

Seit 8 Jahren kürt die DSTV die besten Jahrestrainer innerhalb der Nationalmannschaft.

Zum 3. Mal wurde Bernd Henneberg zum erfolgreichsten Trainer innerhalb der Nationalmannschaft nach 1997 und 1998 nun für das Jahr 2004 geehrt.

Bernd Henneberg 59 Jahre alt, verheiratet 1 Sohn und 1 Tochter ist Diplom Sportlehrer am Sportgymnasium des SC Magdeburg und somit Trainer der Leistungsgruppe Schwimmen.

Seine Trainertätigkeit begann nach seinem Studium 1969 als Vereinstrainer beim SC Chemie Halle
Seit 1982 ist er verantwortlicher Trainer im SC Magdeburg.

Viele Europameister- Weltmeister und Olympiasieger wie z. B. Kathleen Nord Olympiasiegerin 88 in Seoul über 200 S oder Dagmar Hase Olympiasiegerin 92 in Barcelona über 400 F dazu zahlreiche Weltmeisterinnen und Europameisterinnen wie Camela Schmidt Europameisterin 1989 in Bonn über 200 S sowie Anke Möhring Europameisterin 1989 in Bonn über 400 + 800 F oder Antje Buschschulte Weltmeisterin 2003 über 100 m Rücken zählen zu seinen Schützlingen.

Hinzu kommen noch zahlreiche 2. + 3. Plätze auf den jeweiligen Olympischen Spielen, Welt – und Europameisterschaften.

Magdeburg ist eine der wenigen Stützpunkte die es geschafft haben die politische Wende ohne Schließung zu überstehen.
Die Anbindung an das Sportgymnasium mit sportorientiertem Schulunterricht ist erhalten geblieben und schafft natürlich eine gute Grundlage den Leistungssport zu fördern.

Als langjähriger Trainer durchlebte er verschiedene politische Systeme innerhalb des Schwimmsports. Vor der Wende bedeutete Trainer sein, straffe Führung und vor allen Dingen gute Auswahlkriterien um Talente zu finden, sowie keine Sorgen über Finanzierung der Trainingslager und Wettkämpfe.
Das heutige Training verlangt große Kreativität und Flexibilität auf allen Gebieten.
Ein großes Manko sieht er in der Talentsuche und Förderung der Aktiven nach der JEM. Viele fallen in ein Loch und hören auf, dies kann natürlich auch durch eine zu frühe optimale Förderung entstehen, die im SC Magdeburg gegeben ist. Hier sieht er ein breites Aufgabengebiet vor sich.
Wir wünschen Bernd Henneberg noch weitere erfolgreiche Jahre im und für den Schwimmsport und kein Nachlassen seines Enthusiasmus für Schwimmer von morgen.

Anni Vandenhirtz

 

 

 

 

 


 

Bericht

117. Deutsche Meisterschaften Schwimmen
Berlin vom 21.5. – 26.5.2005

Berlin und Deutsche Meisterschaften im Schwimmen ein Superlativ

Die Schwimmwoche, zuletzt 1989 in Dortmund und Kamen durchgeführt, erlebte mit den 117. Deutschen Meisterschaften in Berlin in der Schwimm – und Sprunghalle im Europasportpark an der Landsberger Allee eine Art Wiederauferstehung.
Jugend - Mehrkampf, Jahrgangsmeisterschaften und offene Klasse alles unter einem Dach, so optimale Verhältnisse gibt es eben nur in Berlin. Zwei komplette 50 m Schwimmhallen mit je 10 Bahnen standen zur Verfügung. Beide Hallen mit zusätzlichen Zuschauer- bzw. Aktiventribünen bestens hergerichtet, warteten auf Aktive, Kampfrichter, Presse und Zuschauer.
270 Vereine aus 18 Landesverbänden mit 4.400 Einzelmeldungen und 114 Staffelmeldungen hatten gemeldet. Eine gewaltige Aufgabe, die das Team um Gunnar Kiupel bestens bewältigte. Ausspruch von DSV Sportdirektor Ralf Beckmann: „Das OK Team um Gunnar Kuipel hat eine Goldmedaille verdient.“
Hier muß ein besonderes Lob an alle Mitarbeiter und Helfer ausgesprochen werden, freundlich, hilfsbereit und mit bestem Berliner Mutterwitz ausgestattet, wurde jede und sei sie auch zum wiederholten mal gestellte Frage freundlich und meist umgehend beantwortet.

Für einige Verwirrung sorgten am ersten Tag die Siegerehrungen in den Jahrgängen, da nicht klar erkennbar war welche Jahrgänge in welcher Halle geehrt werden sollten, einigte man sich darauf alle Siegerehrungen im Hauptbad durch zuführen. Dies wurde zu Beginn von einigen Trainern als Kritik geäußert.

Bei dieser kompakten Schwimm-Woche konnte so einheitlich eine breitere Leistungsplattform erzielt werden.
Dadurch, das die Medaillen in den Jahrgangswertungen bereits in den Vorläufen vergeben wurden, konnten sich die Top Leute keine Poker Spielchen in den Vorläufen erlauben, dies ist bei internationalen Einsätzen ja auch nicht möglich.
Diese Konzentration aller aktiven Wettkampfschwimmer forderte seinen Tribut
Einschwimmen ab 6:30 Uhr, Ende Finalläufe ca. 19:00 Uhr.

Die jungen Wilden auf dem Vormarsch
Deutsche Meisterschaften nach Olympischen Spielen bedeuten Neuanfang für die nächsten Olympischen Spiele 2008 in Peking
Der Nachwuchs rückte mächtig nach vorne, es weht ein frischer Wind durch die neu aufzustellende Riege zur Weltmeisterschaften Montreal
Thomas Rupprath Wfr. 1898 Hannover nach zuletzt fünf Erfolgen in Folge über 100 m Schmetterling bei Deutschen Meisterschaften mußte sich mit Platz 2 hinter Helge Meeuw SC Wiesbaden zufriedengeben.

Über 100 m Rücken teilten sich gleich 2 junge Nachwuchstalente Marco di Carli SV Sigiltra Sögel und Helge Meeuw SC Wiesbaden den Titel in 54,78 und verwiesen Thomas Rupprath auf den undankbaren 4. Platz in 54,82 obwohl auch er die Richtzeit 55,10 zur WM Montreal unterbot.

Paul Biedermann SV Halle / Saale, 3 facher Goldmedaillengewinner der JEM 2004 SV Halle / Saale konnte sich über 200 m Freistil in 1:48,73 ebenfalls in der offenen Klasse für Montreal empfehlen.

Bei den Frauen gelang Daniela Götz SSG 81 Erlangen, zweifache Goldmedaillengewinnerin bei den JEM 2003 der Sprung in die offene Klasse, Siegerin über 100 m Freistil in 54,94 und damit Erreichung der Richtzeit für Montreal
Ihr Wechsel vom TSV Katzwang zur SSG 81 Erlangen nach den Olympischen Spielen in Athen hat laut ihrer Aussage einen neuen Schub gebracht. Sportorientierter Unterricht begleitet das Training, dies bedeutet für Frühtraining nicht schon um 5 Uhr aufstehen zu müssen.

Teresa Rohmann ebenfalls SSG 81 Erlangen, Deutsche Meisterin über 400 und 200 L konnte über 200 m Lagen die WM Norm unterbieten. Noch keine 18 Jahre alt will Sie nach Ihrem Schulabschluß ihr Hauptaugenmerk auf den Sport richten und Peking 2008 ist ihr erklärtes Ziel. Auch Sportdirektor Ralf Beckmann sieht bei ihr durchaus noch Potential auf der längeren Lagenstrecke.

Weltrekord
Zu den Highlights bei den Frauen gehörte der Weltrekord über 50 m Rücken in 28,19 von Janine Pietsch SC Delphin Ingolstadt Für sie selbst eine große Überraschung, da sie durch immer wiederkehrende krankheitsbedingte Zwangspausen das Wassertraining stark reduziert hatte und eigentlich die WM Qualifikation schon innerlich abgehakt hatte.
Zu den großen Überraschungen der sogenannten Senioren im Nationalteam zählte Mark Warnecke
SG Essen Rank und schlank um 14 Kilo leichter präsentierte sich Mark in Berlin im Finale 100 m Brust und ließ mit 1.01,71 Min. das gesamte Feld hinter sich. Der 35 Jahre alte Assistenz Arzt war so schnell wie seit seinem Bronze Rennen bei den Olympischen Spielen vor neun Jahren in Atlanta (1:01,33 ) nicht mehr.
Über 50 m Brust reichte es sogar zu einem Deutschen Rekord in 27,44, obwohl ihm beim Start die Badekappe nach vorne gerutscht und dadurch die Chlorbrille umgeklappt und mit Wasser vollgelaufen war.
Sein Kommentar: Bei der WM in Montreal will ich mich auf jeden Fall noch steigern, um absolut konkurrenzfähig zu sein.

Verabschiedung
Ihren endgültigen Abschied vom Leistungssport zogen Franziska van Almsick SG Neukölln, Katrin Meißner Wfr. Spandau 04, Christian Keller SG Essen und Sven Lodziewski Zehlendorfer TSV 88

120 internationale Medaillen bei Europa – Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen wurden durch dieses Quartett erschwommen und gewonnen. Aber wie Ralf Beckmann in seiner Laudatio betonte, bleiben alle 4 dem Schwimmsport erhalten. Franziska van Almsick arbeitet künftig als Expertin für die ARD, Christian Keller für das ZDF, Katrin Meißner ist Vize Präsidentin einer der erfolgreichsten DSV Verein, der Wasserfreunde Spandau 04 Berlin und Sven Loziewski wird als Arzt in das medizinische Betreuerteam des DSV eingebunden. DSV Präsidentin Christa Thiel überreichte den ehemaligen Aktiven im Rahmen der Finalläufe am Sonntag, d. 22.5. 2005 neben einem Blumenstrauß als Ehrengabe je einen 500 Gramm schweren Silber – Barren

DSV Fazit
DSV Präsidentin Dr. Christa Thiel zog aus Verbandssicht eine grundsätzlich positive Bilanz der 117. Deutschen Schwimm – Meisterschaften in Berlin Es freute Sie, das der Nachwuchs dem DSV eine Langzeit Perspektive mit dem Visier auf Peking einräume, die Chance nach dem Rücktritt etlicher Größen genutzt habe und eine gewisse Wachablösung unverkennbar sei. Der Aufstieg in die Weltklasse wird nach Auffassung von Ralf Beckmann immer schwerer, die Professionalisierung im Weltschwimmsport schreitet immer weiter fort, und besonders der asiatische Raum mit Japan und Gastgeber China bereitet sich intensiv auf Olympia vor.

Trotz aller Überraschungen und guter Zeiten gibt es auch einige Schwachstellen im Internationalen Vergleich erkennbar sind, so wurden bei insgesamt 34 Einzeldisziplinen für Frauen und Männer bei den Frauen in 7 Disziplinen und bei den Männern sogar in 10 Disziplinen die WM Norm für Montreal nicht erreicht

In Montreal werden die Karten neu gemischt, 16 Frauen und 15 Männer werden den DSV vertreten.
Wir hoffen bei der ersten nacholympischen Standortbestimmung auf dem Weg nach Peking auf einen Platz in der Nationenwertung unter den ersten 5
Rund 13.500 Zuschauer besuchten an den sechs Wettkampftagen die Meisterschaften und bescherten damit dem Veranstalter ausverkaufte Ränge bei den Finalrennen am Nachmittag.

Und die DSTV mittendrin

Wie seit Jahren üblich wurde der Infostand an bewährter Position plaziert. Alle Trainer, Betreuer und Aktiven mußten an unserem Stand vorbei.
Tisch und Stühle waren in diesem Jahr kein Problem, alles stand zur Arbeit bereit. Das die Stühle über Nacht mit einer Kette an den Tisch gefesselt werden mußten, versteht sich von selbst, denn trotz wirklich ausreichender Aktiventribünen, waren unsere Stühle heiß begehrt.
Alle Bücher, Zeitschriften, Klemmbretter Kulis und Schlüsselanhänger lagen zum Verkauf bereit.
Infoblätter für unsere nächste Tagung 2006 in Miesbach wurden mit Zeitungen an Interessierte abgegeben.

Unser Hauptaugenmerk richteten wir auf die Werbung neuer Mitglieder besonders auf Trainer und Betreuer aus den neuen Bundesländern, die teilweise keine Ahnung von der DSTV hatten. Unsere Bemühungen wurden mit 2 Sofort - Anmeldungen belohnt.

Internationaler Besuch
Internationalen Flair erhielt unser Stand durch den Besuch von Mark Taz Taylor Head Swim Coach an der University of Houston USA. Er war in der Eigenschaft als Organisator von Studenten – Weltmeisterschaften in Berlin um Erfahrungen für die Durchführung und Gestaltung solch großer Schwimmveranstaltungen zu sammeln.

Ebenso erreichte unser Stand die in England lebende Australierin Chelsea Wall. In ihrer Eigenschaft als verantwortliche Mitarbeiterin im englischen Schwimmverband für die Sichtung und Förderung im Nachwuchsbereich, besuchte sie vor allen Dingen den Jugend Mehrkampf um Erfahrungen für die Durchführung solcher Wettkämpfe in Großbritannien zu sammeln. Viele Ideen und Anregungen habe Sie für ihre Arbeit mitnehmen können. Bei unserer Nachfrage bestätigte sie, das sie Mitglied der englischen Swimming Coaches Association ist. Weiterhin erklärte sie, wie schon von Nils Bouws bei einem früheren Treffen der WSCA in Berlin ausgeführt, das die Trainer, welche die Nationalmannschaft zu Europa – Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen begleiten, selbstverständlich Mitglied in der englischen Swimming Coaches Association sein müssen. Ein langgehegter Wunschtraum der DSTV

Unser Stand entwickelte sich in diesen Tagen zu einem breiten Diskussionsforum, welches wir dann nutzten um Trainer, Aktive und Betreuer zum Modus der Veranstaltung zu befragen, da die 117 Deutschen Schwimm- Meisterschaften nicht nur Lob sondern auch einige Kritik hervor riefen.

Interviews am DSTV Stand
Unsere Befragung fiel zufällig aus, vom Nationaltrainer angefangen bis zum Betreuer ( Vater ) und Jahrgangsschwimmerin stellten wir allen die gleichen Fragen.

1. Finden Sie diesen Austragungsmodus gut?
2. Terminierung für die Jüngeren zu früh ?
3. Was halten Sie davon, das die Jahrgangsmeister in den Vorläufen ermittelt werden?
4. Haben Sie Verbesserungs- oder alternative Vorschläge?


Trainer Roland Böller SG Erlangen Martin Grabowski SSF Bonn - bejahten die kompakte Schwimmwoche, da alle das gleiche Ziel verfolgen und im Heimtraining eine bessere Gesamtvorbereitung erfolgen konnte.
Kritikpunkte sind, das die Vorläufe nicht nach Jahrgängen getrennt oben oder unten stattfanden.

( Zur Erklärung: die Vorläufe waren alle grundsätzlich nach Schnelligkeit gesetzt und z.B. bei 24 Vorläufen 100 F männlich fanden die ersten 6 Vorläufe im Nebenbecken und zeitgleich die restlichen Läufe im Hauptbecken statt, dadurch konnte es passieren, das 2 Aktive eines Vereins zeitgleich in beiden Schwimmhallen an den Start gingen, dies hatte zur Folge, das Trainer und Betreuer sich im sportlichen Ausgleich Treppe rauf, Treppe runter outeten. )

Auch Landestrainerin Beate Schroeder Leistungszentrum Weser – Ems Oldenburg möchte in Zukunft die Jahrgänge getrennt in den Schwimmhallen starten lassen, jedoch nicht die 8 Zeitschnellsten im Vorlauf zusammen, sondern die gesamten Jahrgänge streng nach Schnelligkeit gesetzt, um so Bummelanten den Garaus zu machen. Bei den Finalläufen möchte sie das Junioren Finale II durch ein offenes B Finale ersetzen, da das Junioren Finale II teilweise zu wenig Teilnehmer aufwies.

Ein weiterer Kritikpunkt äußerte Frank Embacher SV Halle: Die jüngeren Jahrgänge haben kein Finalrennen am Nachmittag, daher keine Vorbereitung für spätere Jahre 2 x an einem Tag in der gleichen Disziplin zu starten Seine Vorstellung, die jüngeren Jahrgange in einer separaten Veranstaltung da sie in diesem Gefüge untergehen. Falls dies nicht möglich zumindest die 8 Schnellsten eines jeden Jahrgangs im Vorlauf zusammen ihr Rennen austragen lassen.

Dieser Meinung schloss sich auch Trainer Michael Vogel Schwimmverein Hof 1911 und Betreuer Bernd Mehlan SC Blau Weiß Moers an.

Auch Trainerin Katrin Jäke am OlympiaStützpunkt Schleswig Holstein - Hamburg war der Meinung: Separate Meisterschaften zu einem späteren Zeitpunkt für die Kleineren um ihnen die Möglichkeit zu geben auch Finalrennen zu schwimmen.

Frau Mangold SV Halle, Lehrwartin in Sachsen Anhalt lehnt ebenfalls diese Konzentration einer kompakten Schwimmwoche ab. Die jüngeren Jahrgange bis zum JEM Jahrgang sollten eine eigene Veranstaltung haben um die Aktiven hier schon auf den Modus Vor – und Endläufe vorzubereiten.

Betreuer der SG Bückeburg Herr Sorban und Trainer Uwe Hermann KSG Bieber / Hessen finden diesen Austragungsmodus dagegen gut, Motivation für die Jüngeren, einmal mit den Internationalen Stars in einem Wettkampf vereint zu sein, jedoch sei die Finanzierung für kleine Vereine durch die Länge der Veranstaltung stark angestiegen.

Olympia Stützpunkt Trainer Bernd Henneberg SC Magdeburg und Trainer Thomas Rother SG ACT Baunatal haben zwei Seelen in ihrer Brust.
Auf der einen Seite große Motivation für die Kleinen sehen die Großen schwimmen, negativ dagegen, daß die jüngeren Jahrgänge etwas untergehen, da keine Endläufe. Zur Verbesserung die 8 Zeitschnellsten eines jeden Jahrganges im Vorlauf zusammen. Weiter ist bei so frühen Meisterschaften die Motivation zum weiteren Training bei den Jüngsten nicht mehr gegeben.

Der neue Deutsche Meister über 200 Lagen Dominique Lendjel,VFL Sindelfingen sowie Europarekordhalter Thomas Rupprath SV Wfr. 1898 Hannover fanden alles super, für sie ist dieser Veranstaltungsablauf gut und sollte so beibehalten werden.

Dagegen sprachen sich der Deutsche Meister über 50 und 100 m Brust Mark Warnecke und die neue Aktivensprecherin Anne Poleska Deutsche Meisterin über 200 m Brust beide SG Essen gegen den Veranstaltungsmodus aus.
Zu voll, zu laut, zu warm und super Vorteile der zweiten 50 m Halle zum Einschwimmen zu Nichte gemacht.
Der Einwand, selbst bei Weltmeisterschaften wären diese Bedingungen nicht gegeben, wurde mit den Worten, „aber wir haben diese Möglichkeiten, dann sollte man sie auch nutzen können“ beantwortet.

Aus ganz anderer Sicht äußerte sich Lisa Schott SGEWR Rheinhessen zur Schwimmwoche:
Die Schwimmwoche finde ich gut, aber teuer, eine Eigenbeteiligung von täglich 20,00 € und Selbstfinanzierung des Abendessen, machten die Meldung in Berlin erst möglich. Die Frage der Schulbefreiung stellte keine Schwierigkeit dar, im Gegenteil, die Schulleitung war stolz eine Leistungsschwimmerin in ihren Reihen zu besitzen, und haben ihr viel Erfolg gewünscht.


Konzentration der Leistung
Tjark Schroeder, Vorsitzender der Fachsparte Schwimmen äußerte sich zufrieden mit dem Konzept, welches weltweit ein Novum darstellt. Einige kleine Verbesserungen werden noch eingebracht, jedoch bis 2008 ist Berlin gebucht und so kann der Veranstaltungsmodus beibehalten werden. Nach Peking werden die Karten neu gemischt.

Zum Schluß unserer Befragungen konnten wir dann auch Sportdirektor Ralf Beckmann und Bundestrainer Manfred Thiesmann zum Verlauf der Veranstaltung befragen und per Video aufnehmen.

Ralf Beckmann sah sich in seinen Erwartungen bestätigt. Wie üblich nach Olympischen Spielen standen bei vielen Athleten Studium, Berufsausbildung oder Schule im Vordergrund, jedoch durch die nachrückende Jugend konnte eine Stabilisation auf hohem Leistungsniveau erreicht werden. Um auf der Internationalen Bühne mitmischen zu können, muß noch eine Leistungssteigerung bis zu den Weltmeisterschaften in Montreal erfolgen, aber auch hier sieht Ralf Beckmann optimistisch in die Zukunft. Das neue Konzept hat seine Bewährungsprobe bestanden, einige Nachbesserungen wird es sicherlich noch geben, jedoch die Idee der kompakten Leistungsschau verpackt in 6 Tagen ist voll aufgegangen.

Manfred Thiesmann äußerte sich ebenfalls zufrieden: „so eine Veranstaltung ist eben nur in Berlin möglich“ Einige Kompromisse muß man halt eingehen, aber im großen und ganzen ist es eine gute Sache, auch andere Länder ändern nach Olympischen Spielen ihre Vorbereitungen und ohne Änderungen und neue Wege bleibt man stehen. Bei dieser Konzentration und Leistungsschau der nachrückenden Jugend können wir nur hoffen, daß der Internationale Platz gehalten werden kann.
Die Kritik an der Länge der Veranstaltung entkräftete Manfred Thiesmann mit dem Argument: Europameisterschaften, Weltmeisterschaften und Olympische Spiele dauern die gleiche Länge, daher eine gute Gewöhnung die Form und Spannung über einen längeren Zeitraum zu halten.

Trainerehrung
Ein weiterer zentraler Punkt der DSTV Arbeit war wie in den vergangenen Jahren die Ehrung der erfolgreichsten Trainer des Jahres 2004
Die Ehrung erfolgte im Rahmen der Finalkämpfe am Samstag d. 21.5.2005 und wurde gemeinsam durch die DSV Präsidentin Christa Thiel und unserem Vizepräsidenten Claus Vandenhirtz durchgeführt.

Nach 1997 und 1998 wurde Bernd Henneberg zum 3. Mal als erfolgreichster Trainer innerhalb der Nationalmannschaft für die Erfolge während der Olympischen Spiele in Athen 2004 geehrt.

Frank Embacher SV Halle wurde für die Erfolge bei der JEM in Lissabon geehrt und beim Nachwuchs stand zum 5. Mal nach 1998 – 1999 – 2001 – 2003 der SC Magdeburg zur Ehrung an; Hier wurde die Ehrung von Wolfgang Sack entgegen genommen.

Videoservice
Der Videoservice wurde wiederum von vielen Athleten in Anspruch genommen, die sich in Ruhe ihre aktuellen Rennen noch einmal hautnah an unserem DSTV Stand ansehen und analysieren konnten.
Über 7 Stunden Videoaufnahmen warten nun auf den Zusammenschnitt und Bearbeitung, damit auch in diesem Jahr wieder aktuelle Videoaufnahmen zum Verkauf angeboten werden können. Bestellungen liegen bereits schon vor.

Das Fazit für die DSTV :
Die DSTV war gut vertreten, und ist hoffentlich auch in den neuen Bundesländern etwas bekannter geworden. Diese Bemühungen der Werbung für neue Mitglieder und Öffentlichkeitsarbeit sind die dringendsten Probleme, die die DSTV in Angriff nehmen muß.

Anni Vandenhirtz


 

"Wettkampfpass für Alle"

Neuregelungen bezüglich der Teilnahme an Wettkampfveranstaltungen

am Wochenende tagten der Hauptausschuss und das Prsäidium des Deutschen Schwimm-Verbandes mit dem Auftrag des Verbandstages, eine Entscheidung hinsichtlich des zukünftigen Ablaufs und der Preisgestaltung unseres wettkampfpasssystems zu beschließen. Die Tagung erbrachte nachfolgende Regelungen:

Zum einen sind einige Regelungen neu und zum anderen wurden alte Regelkungen nur mit der neuen Begrifflichkeit versehen.

Definition Wettkampf:

Wettkampf im Sinne der nachfolgenden Bestimmungen ist jede Wettkampfveranstaltung, an der Mitglieder von mehr als einem Verein im Bereich des DSV teilnehmen.

Klärung weiterer Begrifflichkeiten:

Die zukünftigen Regelungen enthalten nur noch zwei Elemente:

1. Die einmalige, lebenslange Registrierung, die mit der Ausgabe einer persönlichen ID-Karte bestätigt wird.

2. Die Jahreslizenz. Diese wird für den Bereich Schwimmen nur als "virtuelle Lizenz" existieren. Für die FAchsparte Wasserball wird es einen zusätzlichen, jährliche erneuerbaren Lizenznachweis in Papierform geben. Für Wasserspringen und Synchronschwimmen werden ebenfalls jährlich erneuerbare Lizenznachweise diskutiert.

Registrierung

Durch den Verbandstag in Zwickau wurde der Beschluss bereits gefasst, dass jeder der an einer Wettkampfveranstaltung teilnimmt, registriert sein muss. Die Registrierung ist ab dem 01.01.2005 ohne Altersbeschränkung einmalig vorzunehmen und ist unabhängig von der Zahlung einer Jahreslizenz.

Die Registrierung wird auf einem Formular durchgeführt. zuständig für die REgistrierung ist die DSV Geschäftsstelle. Alle Inhaber von gültigen Wettkampfpässen sind registriert. eine erneute Registrierung ist nicht erforderlich.

Für die Erstregistrierung wird eine einmalige Registrierungsgebühr von 10,- Euro erhoben.

Durch DSV Geschäftsstelle wird eine Bestätigung der Registrierung versandt. Auf dem Begleitschreiben und auf der ID-Karte wird unter Anderem die Registierungsnummer mitgeteilt.

Startrechtwechsel

Alle Startrechtswechsel werden ab dem 01.01.2005 durch die DSV Geschäftsstelle vollzogen. Die gemäß WB erforderlichen Unterlagen sind dem Antrag (Antragsformular als Download unter www.dsv.de erhältlich) beizufügen. Die Gebühr beträgt 35,- Euro pro Startrechtswechsel. Die pauschalen Verwaltungsgebühren bei Übertritt ganzer Abteilungen in eine Startgemeinschaft o. Ä. mit mehr als 10 SportlerInnen betragen 350,- Euro.

Jahreslizenz

Ab dem vollendeten 10. Lebensjahr (Stichtag 31.12. des jeweiligen Jahres) ist pro Jahr an den DSV eine Jahreslizenz für die Teilnahme an allen Wettkampfveranstaltungen, an denen mehr als ein Verein teilnimmt, zu zahlen. Die Gebühr hierfür beträgt ab dem 01.01.2006 12,- Euro.

Sonderregeleungen bei mehrfachen Startrechten für mehrere Fachsparten

Bei Startrechten für mehrere Fachsparten und unterschiedlichen Vereinen ist jeweils die Jahreslizenz pro Startrecht zu zahlen.

Zeitstartrecht

Die Verwaltungsgebühren für die Erteilung des Zweitstartrechts betragen 35,- Euro. Das Zweitstartrecht wird von der DSV Geschäftsstelle erteilt.

Übergangslösung für 2005

Im Jahr 2005 ist gemäss der gültigen Wettkampfbestimmungen bei amtlichen Wettkämpfen ab Bezirksebene wie bisher ein Pass, versehen mit einer Wertmarke für das Jahr 2005, vorzulegen.

Die bis zu diesem Zeitpunkt ungültig werdenden Pässe sind automatisch bis zum 31.12.2005 verlängert.

Die Wertmarke ist in diesen Pass einzukleben. Die Wertmarken sind wie bisher bei den Landesschwimmverbänden zu beziehen. Neue Wettkampfpässe können wie bisher bezogen werden, sind aber - wie ausgeführt - nur bis zum 31.12.2005 gültig. Die Gebühr für die Erstausstellung des Wettkampfpasses für amtliche Wettkämpfe beträgt 10,- Euro.

Ende 2005 verlieren alle vergebenen Pässe automatisch ihre Gültigkeit und werden durch eine ID-Karte kostenfrei ersetzt.

Die notwendigen Anpassungen der WB bzw. der Wettkampfpassordnung sind in Vorbereitung und werden am 26.02.2005 vom Ausschuss für Satzungs- und Rechtsfragen beraten und vom Hauptausschuss gemäß Verbandstagsbeschluss beschlossen.

Weitere Erläuterungen und Ausführungsbestimmungen zu den einzelnen o.g. Punkten werden in Kürze veröffentlicht und auch an dieser Stelle kommuniziert.

 

DSV-WB Koordinator

Manfred Dürrbecker

und

Generalsekretär

Jürgen Fornhoff

 

 

 

 


 

Verabschiedung aus dem Leistungssport:
Christian Keller

Christian Keller seit 16 Jahren Mitglied in der Deutschen Nationalmannschaft im Schwimmen wurde am 26.11.2004 bei einem offiziellen Empfang im Ratssaal der Stadt Essen vom Leistungssport verabschiedet.
Vor ca 400 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Sport wurde die sportliche Laufbahn dieses hervorragenden Athleten aufgerollt.
Dr. Wolfgang Reiniger Oberbürgermeister der Stadt Essen würdigte Christian Keller in seiner Vorbildfunktion als Repräsentant für die Stadt Essen und dem Ruhrgebiet
Der Vizepräsident des Deutschen Schwimmverbandes Herbert Peters entschuldigte die Präsidentin Christa Thiele, die leider an diesem Abend verhindert war und bedankte sich bei Christian Keller für sein Mitwirken und Mitdenken im Deutschen Schwimmverband. Als Aktivensprecher konnte er durch seine Fürsprache viele Probleme im Vorfeld bereits klären oder dazu beitragen, Lösungen zu finden. .
Sein Werdegang im Essener WTB mit seinem 1. Trainer Wilhelm Löbbert , anschließend mit seinem Trainer Horst Melzer in der SG Essen wurde mit Anekdoten aus seinen jungen Jahren
frisch und fröhlich kundgetan.
Mark Warneke und Thomas Rupprath als Begleiter im Training und in der Nationalmannschaft trugen das ihre bei.
Doch bei allen Anmerkungen und Erzählungen wurde eins doch sehr deutlich. Sein eiserner Wille zum Sieg und seine Disziplin im Training
Gerade diese Eigenschaften wurden auch durch Beiträge der Bundestrainer und des Sportdirektors Ralf Beckmann deutlich. Ohne diesen unbändigen Siegeswillen bis zur vollständigen Erschöpfung ist eine solche Beständigkeit nicht zu erreichen. 16 Jahre Zugehörigkeit Nationalmannschaft bedeuten 16 Jahre lang tägliches Training, tägliche Disziplin und Planung.
Durch die Durchführung der Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Essen vom 25. – 28.11.2004 hat sich die sportliche Laufbahn von Christian geschlossen, Beginn und Schlußpunkt Essen
Christian Keller bedankte sich bei allen Anwesenden, vor allen Dingen bei seinen Eltern, bei der SG Essen, bei seinen beruflichen Vorgesetzten und bei allen Sponsoren
die ihn in diesen 16 Jahren begleitet haben und ihm auch die Unterstützung gegeben haben, seinen Sport auszuüben,
Untermalt und unterbrochen wurden die Beiträge durch die bekannte Band „Ruhrschnellweg „
die auch noch ein eigens für Christian Keller komponiertes Lied vortrugen. „ Ich bleibe immer ein Essener Junge“
Von den Aktiven aus der SG Essen wurde eine Riesentorte „sein letztes Schwimmbad aus Marzipan“ überreicht.
Mit einem riesigen Buffet für alle Gäste und fröhlichem Beisammensein schloß sich der Kreis der 16 Jahre

Anni Vandenhirtz


 

 

 

Deutsche Schwimm Trainer Vereinigung
Jahrestagung 21.2. - 23.2.2003 in Warendorf

(meine Beobachtungen während dieser Tagung)

Von der DSTV wurde getreu den Vorgaben des Sportdirektors Beckmann entsprechend, die Tagung zu einem anderen Zeitpunkt und wieder einmal nach Warendorf verlegt. Eine geringe Teilnehmerzahl ( 50 %) waren die Folge.

Die DSTV sollte ihrem Motto: \"eine etwas andere Tagung\" treu bleiben. Ein lukrativer Ort, welcher auch für Ehepartner und Freunde des Schwimmsport lohnenswert ist und der Termin im Frühling sowie ein kleines Rahmenprogramm haben sich immer als gut erwiesen. Anmerkung: Dies wurde bei der Jahres Versammlung Samstag nachmittag auch so beschlossen.

Hochkarätige Vorträge bestimmten das Geschehen der Tagung in Warendorf. Spitzentrainer wie Roland Böller / Hanna Stockbauer - Ute Schinkitz / Stev Theloke und Henning Lambertz / Thomas Rupprath berichteten über Ihre Arbeit und Besonderheiten im Training. Stammgäste wie Dr. Jürgen Küchler Leipzig, Dr. Klaus Rudolph Hamburg und Dr. Falk Hildebrandt Leipzig warteten wie immer mit interessanten Vorträgen auf.

Ein Highlight sicherlich der Vortrag von Kathrin Reitz, über neue sport-psychologische Methoden (EMDR) zum Lösen von Erfolgsblockaden zum speziellen Einsatz in der Wettkampfvorbereitung , welche hoffentlich in Zukunft noch einmal für einen längeren Vortrag gewonnen werden kann, dies war der ausdrückliche Wunsch aller Beteiligten.

Gedanken zur Förderung unseres Nachwuchses wurden sehr interessant von Achim Jedamsky /Reinhardt Kautz und Jens Graumnitz vorgestellt, da festgestellt worden ist, daß die Goldmedaillengewinner der JEM nicht immer im A Kader wiederzufinden sind. Hier werden große Anstrengungen unternommen auch die Jugend in der 2. Reihe sprich Spätentwickler mit einem breit gefächerten Angebot zu fördern.

Zu den praktischen Teilen kann ich leider nichts sagen, dies ist das Dilemma der Gleichzeitigkeit von manchmal 3 Vorträgen und Praxis gleichzeitig. Aber erhitzte Köpfe in den Pausen zeigten zumindest das die Teilnehmer gefordert wurden.

Leider waren die Wege zwischen den Vorträgen sehr lang und die Kommunikation untereinander kam dadurch leider zu kurz.

Die soldatische Umgebung prägte den Tagesablauf: Betten machen - Essen fassen -abräumen - Betten abziehen - Wäsche falten gehört eben zum Ablauf des Geschehens in einer Kaserne, daran kamen wir nicht vorbei.

Freitag nachmittag zu Beginn der Tagung waren als Tagungspunkte Vortrag Beckmann \"Zur Situation des Deutschen Schwimmsports\" und Nils Bouws über die \"Welt Schwimm Trainervereinigung WSCA\" angesetzt, für beide Vorträge waren zusammen 1,5 Stunden vorgesehen. Herr Beckmann geißelte erst einmal in schulmeisterlicher Art Berichte über die EM Berlin welche in unserer Zeitschrift \"Der Schwimmtrainer \"erschienen waren, herunter. Anmerkung: Die Verfasser dieses Berichtes haben Beobachtungen wieder gegeben, die sie nicht für gut befunden haben, sicherlich ist der Erscheinungstermin erst jetzt nicht sehr glücklich gewählt, die Berichte sind unmittelbar nach Beendigung der EM geschrieben worden und erheben keinen Anspruch auf wissenschaftliche Ausarbeitung, sondern sollten einen Erlebnisbericht für die Mitglieder in der DSTV darstellen.

Desweiteren wurden von Herrn Beckmann die Erfolge der EM aufgezählt und seine sprichwörtlichen und scheinbar geliebten Abkürzungen erläutert. z. B. AOL = A für Auftritt O für Outfit und L für Leistung Im Zuhörersaal saßen alles interessierte Trainer, welche bestimmt die Erfolge bei der EM in Zeitungen,Radio und Fernsehen verfolgt haben, ich glaube eine Aufzählung war hier meines Erachtens überflüssig.

Staffelbesetzungen die in Berlin viel Diskussion hervorriefen, als Miß-verständnisse abzutun und zu erläutern, das diese später in Frankfurt bei einem 2 stündlichen Gespräch wieder aus der Welt geschaffen wurden, kann ich nicht kommentieren.

Fast 600 Mitglieder sind in der DSTV vereinigt, dann darauf hinzuweisen, die Spitzentrainer würden fehlen und alte Fehler die schon mehr als 10 Jahre zurückliegen aufzugreifen, sehe ich als eine Abqualifizierung dieser Vereinigung an. Sicherlich ist es schade, daß einige Spitzentrainer nicht Mitglied in der Vereinigung sind, aber ich denke hier spielen verschiedene Faktoren eine Rolle und die Kräfte müssen eben gebündelt werden, dies wieder zu erreichen.

Die erstellte Zeitplanung von Martina Hoßfeld spielte keine Rolle mehr. 1,45 Stunden wurden wir bombardiert und nur durch den Verzicht von Rechtsanwalt Reitz seinen Vortrag nicht in gesamterLänge zu halten, konnte der Zeitplan wieder aufgeholt werdenDie DSTV hat hervorragende Mitarbeiter, welche jedes Jahr immense Arbeit ehrenamtlich leisten, um diese Tagung auf den Weg zu bringen. Die DSTV kann stolz darauf sein.!!!

Ich wünsche mir nichts mehr als das diese Arbeit wieder durch mehr Teilnehmer an diesen Tagungen gewürdigt wird, daher mein Aufruf:


Besucht die nächste Jahrestagung 20004 vom 30.4. - 2.5.2004 an einem hoffentlich schönen Ort


Aachen, 25.2.2003
Anni Vandenhirtz


World Swimming Coaches Association
WSCA

Niels Bouws organisierte zwei Treffen der WSCA (World Swimming Coaches Association ) deren Präsident er zur Zeit ist. Er stellte die Ziele und Aufgaben der WSCA vor, und forderte eine Gründung der WSCA Euope mit Beteiligung Afrika, da es bisher die WSCA Amerika ( Amerika , Kanada und Südamerika) und WSCA Australia ( Australien und Asien ) gibt. Die Schwierigkeit für eine Gründung WSCA Europe ergibt sich aus mehren Gründen:

1. Viele europäischen Länder verfügen über keine Trainervereinigung
2. Die Kommunikationsschwierigkeit bezogen auf die Sprachunterschiede.
3. Die Finanzbeschaffung ( Beiträge )

Anzumerken ist, daß die DSTV bisher als einzige europäische Vereinigung Mitglied der WSCA ist.

Interessant für uns war, während der lebhaften Diskussion, das der Vertreter der englischen Schwimmtrainervereinigung berichtete, daß seine Vereinigung bereits einer Gewerkschaft angeschlossen ist und das der englische Schwimmverband nur Trainer für internationale Aufgaben innerhalb der Nationalmannschaft nominiert, wenn diese Mitglied in der englischen Schwimmtrainervereinigung sind, ich denke ein interessanter Denkanstoß für uns.

Der Vorschlag von Nils Bouws und seine Vorlage für die WSCA Section Europe wurde nach sehr umfangreicher Diskussion letztlich für gut empfunden. Um das ganze europäisch populär und bekannt zu machen übernahmen spontan die Vertreter Finnlands die Einrichtung einer Webside Es zeigte sich jedoch auch bei der Diskussion, daß das Vorhaben Europa in der WSCA einzubinden ein schwieriger und langwieriger Weg sein wird.


Einige Fakten, Termine und Zahlen


DSV bewirbt sich um Schwimm - WM 2007


Der Deutsche Schwimm - Verband hat eine offizielle Bewerbung für die Ausrichtung der Langbahn - Weltmeisterschaften 2007 beim Welt Verband FINA in Lausanne eingereicht. Laut DSV Präsidentin Dr. Christa Thiel gibt es noch keine DSV interne Entscheidung über den möglichen Austragungsort.

Die Weltmeisterschaften 2003 finden in Barcelona statt.
Die Weltmeisterschaften 2005 finden in Montreal statt.

Zum WM Programm gehört neben Schwimmen, Wasserspringen Synchronschwimmen und
Langstreckenschwimmen auch Wasserball bei den Männern und Frauen .

Die Weltmeisterschaften 2003 in Barcelona finden vom 13. - 27.7.2003 statt

13. - 19. 7. 2003 Synchronschwimmen
13. - 20. 7. 2003 Springen und Langstreckenschwimmen
14. - 27.7. 2003 Wasserball
20. - 27.7. 2003 Schwimmen im für Olympia 1992 errichteten Palau Sant Jordi Stadion ,hier wird bei einer Kapazität von 12. 000 Zuschauern ein temporäres Schwimmbecken installiert, wie dies bereits bei der WM im vergangenen Jahr in Fukuoka in Japan der Fall war.


Die nächsten Europameisterschaften im Schwimmen, Wasserspringen, Synchron -
und Langstreckenschwimmen
finden vom 6. - 16.5.2004 in Madrid statt.

Die diesjährigen Kurzbahn - Europameisterschaften finden vom 12. - 15. 12.2002 in Riesa statt

Die frühere sächsische Stahlmetropole sprang für Monpellier Frankreich ein, welche die Austragung kurzfristig zurück gegeben hatte. Für die EM wird in der Erdgas Arena eigens ein temporäres 25 m Schwimmbecken aus Edelstahl installiert werden, das bereits bei der Kurzbahn WM 1997 in Göteborg zum Einsatz kam und vorläufig nur gemietet wird. Die Zuschauerränge werden in der bis zu 13.000 Besucher fassenden Halle auf 4.500 ausgerichtet.

Die Kurzbahn Europameisterschaften 2003 finden in der irischen Hauptstadt Dublin vom
11. - 14.12.2003 statt.


Mit Berlin war jetzt zum 4. Mal eine Deutsche Stadt Austragungsort einer Europameisterschaft:
1934 Magdeburg, 1962 Leipzig, 1989 Bonn

Rostock erlebte 1996 die Premiere der Kurzbahn Europameisterschaften Gelsenkirchen war Austragungsort 1991 der Sprint EM

Berlin war zudem Gastgeber der 3. Weltmeisterschaften 1978 und 1986 aus Anlaß des 100 jährigen Bestehens des DSV fand ebenfalls in Berlin die bislang einzigen Jugend Europameisterschaften auf deutschen Boden statt.


Mit olympischen Aufwand wurde von ARD und ZDF die europaweiten Fernsehübertragungen produziert. Bei den Schwimm Entscheidungen liefen 23 Kameras welche die Bilder für 30 angeschlossenen Stationen in Europa lieferten, dazu kamen noch zehn ARD / ZDF eigene elektronische Augen die zusätzliche Bilder für die nationale Übertragung aufnahmen.

320 Mitarbeiter sorgten für den möglichst reibungslosen Ablauf der Übertragungen. Für die Bedienung der Unterwasser Schienenkamera am Beckenboden der Bahn 4 wurde extra ein Expertenteam aus Australien eingeflogen.

Arena und die LEN haben Ihre Partnerschaft um 2 Jahre bis einschließlich 2004 verlängert. So ist Arena nun bereits seit 20 Jahren Partner des europäischen Schwimmsport.

Nur 200 Karten wurden nicht verkauft. Die letzten Tage der Schwimm EM waren immer restlos ausverkauft in der 4000 Besucher fassenden Schwimm und Sprunghalle .


216.000 Flaschen Wasser wurden kostenlos verteilt.

350.000 Kopien wurden erstellt.

3.400 Akkreditierungen wurden ausgestellt.


zusammengestellt von
Anni und Claus Vandenhirtz


Bericht Europameisterschaften 25.7. - 4.8.2002 in Berlin
DSTV Beobachtergruppe

Direkt nach unserer Ankunft erfuhren wir eine hervorragende Unterstützung von Jürgen Grewe, der mit uns Standort, und gewünschte Akkreditierungen besprach und sich selber bei einem Rundgang durch die Schwimmhalle darum kümmerte. Hier muß man Jürgen Grewe ein großes Dankeschön seitens der DSTV aussprechen.

Zum 1. Mal haben wir mit zwei zusätzlichen festmontierten Kameras zur Aufnahme des gesamten Starts und der Wende gearbeitet. Dieser Aufwand war natürlich erheblich. Es mußten ca 150 m Kabel zwischen Fernseh- Telefon - und Kommunikationskabel verlegt werden, was schon einen chaotischen Abbau für den letzten Tag ahnen ließ. Die größte Schwierigkeit war die Beschaffung von Tischen. Glücklicherweise, hatten wir schon eine gute Vorahnung und trotz des umfangreichen Gepäcks einen Campingtisch mitgebracht. So war unsere gesamte Installation u. Transport innerhalb der Halle und sämtliche Besprechungen zu den Standorten nach gut zwei Tagen abgeschlossen.

Eine weitere Schwierigkeit war jedoch die Beschaffung eines Tisches für unseren DSTV Stand. Auch hier mußten zähe Verhandlungen wegen des Standortes geführt werden, letztlich jedoch erfolgreich da unser Stand direkt neben dem Stand von Swim & more einen hervorragenden Platz einnahm.
Die Tischbeschaffung war jedoch wesentlich schwieriger, erst nach tagelangen Suchen und Gesprächen unter hilfreicher Mitwirkung von Niels Bouws stellte er uns den Thekentisch aus dem Akkreditierungsbüro zur Verfügung, den wir jedoch mit Kette und Schloß direkt befestigen mußten. Damit unser Stand sich dem gesamten Erscheinungsbild einfügte, mußten wir laut dem OK den Tisch weiß abdecken und einkleiden.

Felicitas Hahne, die dann in gewohnter Weise unseren Stand in hervorragend betreute, war mit dem großen Zuspruch restlos zu frieden. Die kurzfristig angeschafften Polohemden mit original eingestickten DSTV Emblem machten sehr lebhaft auf die DSTV aufmerksam. Die Nachfrage nach unserer nächsten Jahrestagung wurde ebenfalls an unserem Stand sehr lebhaft und konträr diskutiert.

Endlich waren alle Vorbereitungen abgeschlossen und wir konnten uns den eigentlichen Beobachtungen der Schwimmtechniken zuwenden. Die direkten Vorbereitungen der einzelnen Mannschaften waren hoch interessant, unseren Schwerpunkt der Beobachtungen legten wir auf die italienischen, schwedischen und teilweise deutschen Teilnehmer. Hier kann mit Sicherheit vieles auf unserer nächsten Jahrestagung berichtet werden. Während der Vorläufe konnten wir mit der 3. beweglichen Kamera an den vorhandenen Unterwasserfenstern teilweise sehr gute Unterwasseraufnahmen tätigen. Dies war jedoch Schwerstarbeit, Temperaturen bis zu 39 °, hohe Luftfeuchtigkeit und der ständige Kampf mit teilweise bis zu 15 ruppigen und rücksichtslosen Fotoreportern machten das Aufnehmen sehr schwierig. Alle Endläufe wurden mit den zwei festmontierten Kameras und einer beweglichen Kamera von der obersten Galerie aufgenommen. Die Entfernung war natürlich nicht optimal aber ich denke, daß wir trotzdem gutes Bildmaterial mitgebracht haben.


Auf Einladung des Berliner Schwimmverbandes nahmen wir an einem Kameradschaftsabend teil, der Zuspruch war sehr groß, jedoch wurde auch hier intern die Durchführung unserer DSTV Tagung lebhaft diskutiert.

Unser Abbau insgesamt gestaltete sich wie befürchtet sehr chaotisch, da natürlich die insgesamt installierten Leitungen und Gerätschaften zwischen den hektischen Aktionen der Medienvertreter eingepackt und transportiert werden mußten. So konnten wir Sonntag nacht gegen 24:00 Uhr die Heimreise antreten. Wir denken, daß die Präsentation der DSTV bei der EM in Berlin eine sehr gute war und unsere dort anwesendenden Mitglieder auch mit einem gewissen Stolz erfüllte ihre Vereinigung dort so präsent zu sehen. Die Investition hat sich mit Sicherheit auch in Hinblick auf internationalen Bekanntheitsgrad der Vereinigung gelohnt.

Anni und Claus Vandenhirtz


Pressebericht EM 2002 Berlin aus Sicht der DSTV Beobachtergruppe

Berlin und die Europameisterschaften waren wohl für den DSV ein krönender Abschluß der intensiven und hervorragenden Vorbereitung der gesamten Veranstaltung. Nach 57 Entscheidungen im Schwimmen, Wasserspringen Synchron - und Langstreckenschwimmen gab es insgesamt 36 Medaillen, davon 15 x Gold - 12 x Silber und 9 x Bronze Den größten Medaillenanteil hatten natürlich unsere Schwimmer Hier lag die Verbesserungsrate zu den Qualifikationszeiten der Deutschen Meisterschaften in Warendorf mit 69 % so hoch wie wohl selten zuvor. Nur 31 % konnten ihre Qualifikationszeit von Warendorf nicht verbessern. Bei einer so positiven Bilanz war es natürlich auch relativ einfach für Cheftrainer Ralf Beckmann eine gute Stimmung und hervorragenden Teamgeist zu erzeugen. Die Begeisterung des Berliner Publikums war sicherlich eine weiterer Garant dafür.

Lars Conrad freute sich nach dem Sieg über 4 x 100 m Freistil \" Das war eine Klasse Teamleistung vor diesem grandiosen Publikum, das uns zu diesem Sieg getragen hat. Für mich, der erst vor zwei Wochen nachnominiert wurde, ist es natürlich umso schöner, heute Gold geholt zu haben.

Nicole Hetzer nach Ihrer Bronzemedaille über 400 m Lagen \" Endlich, endlich die lang ersehnte Medaille auf der Langbahn! Ich wollte zwar Bestzeit schwimmen, aber letztlich ist mir das auch egal, dass es nicht ganz geklappt hat. Es war allerding schon etwas deprimierend für mich, dass Klotschkowa und Risztow direkt so weit wegzogen. Die Stimmung in der Halle ist riesig, ein tolles Erlebnis für uns Schwimmer.

Schon vor Beginn der ersten Entscheidungen im Schwimmen gab es für das 50 m Becken in der Schwimm - und Sprunghalle im Europasportpark an der Landsberger Allee viel Lob, ein schnelles Becken lautet die allgemeine Einschätzung von Trainern und Aktiven. Christian Tröger als Schwimm - Experte am Mikrofon der ARDäußerte sich ebenfalls zum schnellen Becken. Es gibt mehrere Faktoren, Die Wasserhärte spielt eine entscheidende Rolle für das "schnelle" Wasser, die gleich bleibende Tiefe von 3 Metern, spezielle Trennleinen und eine Umlaufrinne, die fast sämtliche Wellen schluckt. Auch Mark Warnecke war voll des Lobes für das "schnelle" Becken. Für Ihn ist es eines der schnellsten überhaupt auf der Welt und sein Favorit rund um den Globus.

Stev Theloke war mit seinem Vor - und Zwischenlauf absolut nicht zufrieden. Im Finale schwamm er laut Aussage vom Markus Rogan Silbermedaillengewinner über 100 m Rücken wie aufgedreht und Stev äußerte sich nach dem Sieg, Wie ich gewonnen habe, weiß ich immer noch nicht.

Thomas Rupprath hat bei seinen 50 m Schmetterling die erste internationale Medaille auf Langbahn auf dieser Strecke gewonnen, trotzdem er seinen Start etwas verschlafen hat. Nach der Goldmedaille über 100 m Schmetterling konnte er kaum noch stehen, so war er an seine Grenzen gegangen, jedoch ein überglücklicher Thomas Rupprath sahen wir bei der Siegerehrung.

Franziska van Almsick der große Star der EM in Berlin, freute sich nach dem Sieg über 100 Freistil, unglaublich, dass ich jetzt nach sieben Jahren erstmals wieder ganz oben auf dem Podest bei einer großen Meisteschaft stehe. In den zehn Jahren meiner Karriere hab ich noch nie so viel Beifall und Zustimmung bekommen wie in dieser Woche, ich habe geradezu Angst, dass dieser Zustand schnell wieder verschwindet. Im Augenblick bin ich jedenfalls sportlich wieder auferstanden. Nach dem Sieg mit Weltrekord über 200 m Freistil konnte Franziska ihre Tränen nicht mehr zurückhalten. Ich bin der glücklichste Mensch der Welt und könnte sie alle umarmen, vor allen Dingen das Publikum war die größte Hilfe bei meinem Sieg. Die Vorbereitung durch meinen früheren Trainer Norbert Warnatzsch ging voll auf und er hat mein volles Vertrauen. Der junge FAN Club am Ausgang wartete unermüdlich mit Gesängen " Wir wollen unsere Franzi sehen" um ein Autogramm zu ergattern.

Jana Henke nach ihrem Sieg über 800 m Freistil, " Es ist einfach Wahnsinn, ich bin sprachlos, ich bin eine Superzeit geschwommen, mit der ich im vergangenen Jahr sogar Weltmeisterin geworden wäre. Ich weiß nicht wie ich das geschafft habe, weil ich in diesem Jahr weniger trainiert habe als sonst. Wenn es gut läuft, kann es sein, daß ich bis 2005 schwimme."

Hannah Stockbauer dagegen, war über Ihre 8:30,97 etwas enttäuscht, wollte Sie doch unbedingt unter 8: 30 schwimmen.

Auch Sandra Völker hatte mit einer besseren Zeit über 100 m Rücken 1.01,42 gerechnet. Weshalb es nur Silber wurde, kann sie selber nicht verstehen.

Christian Keller wurde am 3. August 30 Jahre alt, auch die DSTV gratulierte natürlich . Christian will auf jeden Fall bis Athen 2004 weitermachen und vielleicht noch seinen eigenen Rekord über 200 m Lagen verbessern, dieser steht bei 2.01,06 in Berlin schwamm er 2. 01.47 Unsere 4 x 200 m Freistil Staffel der Herren mit Silber wußten, dass die Italiener nicht zu schlagen waren, aber die übereinstimmende Meinung war, dass sie selten eine solche Stimmung in einer Schwimmhalle erlebt haben. Jeder Athlet wird hier nach vorne gepeitscht.

Anna Poleska trainiert in den USA und behauptet, dass dort im Schwimmen viel auf den Kopf gesetzt wird, aber auch Sie war begeistert von dem Publikum, man steht auf dem Startblock und alle toben.

Die zur Betreuung der Mannschaft eingesetzten Trainer kann nicht als optimal bezeichnet werden, zumal die EM im eigenen Land stattfand. Unser DSTV Mitglied Peter Fischer mit seinen 3 erfolgreichen Teilnehmern Lars Conrad, Stephan Künzelmann und Carolin Böhm saß auf der Tribüne und hatte außer Blickkontakt nur wenig Verbindung zu seinen Aktiven. Dies nur als Beispiel. Hier sollten in Zukunft seitens des DSV klare Kriterien zur Nominierung der betreuenden Trainer vorgegeben werden. Ein Mitspracherecht der DSTV wäre wohl auch im Sinne der Trainer angebracht, beispielsweise in der englischen Mannschaft können nur Trainer nominiert werden, die auch Mitglied in der englischen Schwimmtrainervereinigung sind.

Nach all den großen Erfolgen und der positiven Bilanz insgesamt darf jedoch nicht vergessen werden, daß die dem Commonwealth angehörigen englischen Mannschaften nicht am Start waren und einige Nationen nach eigener Aussage diese Europameisterschaften nur als Durchgang für die Konzentration auf Olympia 2004 sahen. Bleibt zu hoffen, daß unsere Mannschaft den gleichen Teamgeist und den vollen Einsatz auch für die Zukunft aufrecht erhält. Mit Sicherheit wird die WM 2003 in Barcelona ganz andere Maßstäbe setzen und erst recht die Olympischen Spiele 2004 in Athen die noch größere Herausforderung für den DSV
sein.

Anni und Claus Vandenhirtz
2. Bericht Deutsche Schwimmtrainer Vereinigung DSTV



Ehrung der erfolgreichsten Trainer im Deutschen Schwimmverband für die Saison 2001

Die Ehrungen erfolgen im Rahmen der Deutschen Schwimm Meisterschaften in Warendorf am 25.5.2002


Nationalmannschaft

Roland Böller SSG 81 Erlangen
Für die Erfolge während der Weltmeisterschaften 2001 in Fukuoka Japan

Hanna Stockbauer
Gold 800 m Freistil
Gold 1.500 m Freistil
Silber 4 x 200 m Freistilstaffel
Bronze 400 m Freistil


Junioren NationalmannschaftJörg Freyher Norderstedt

Für die Erfolge während der Junioren Europameisterschaften auf Malta 2001

 


Beste Nachwuchsarbeit im Jugendbereich

Detlef Schrader SC Magdeburg


Für die Erfolge während der Deutschen Jugendmeisterschaften in Berlin
Bewertung der Platzierungen 1 - 3

1. SC Magdeburg 113 Punkte
2. SC Chemnitz 108 Punkte
3. SV Halle 106 Punkte


Werdegang Roland Boeller

1985 - 1989 Mitglied der Junioren Nationalmannschaft und Herren Nationalmannschaft im DSV
seit 1991 Trainer SSG 81 Erlangen
1995 Erwerb der Trainer A Lizenz
1997 Abschluß des Studiums für das lehramt an Realschulen
1998 Assistenztrainer bei den JEM in Antwerpen
1999 Assistenztrainer bei den Europameisterschaften in Istambul
2000 Assistenztrainer bei den Olympischen Spielen in Sydney
2001 Assistenztrainer bei den Weltmeisterschaften in Fukuoka

Mitglied im DSV - Trainer Team 2004


Seit 1996 10 Deutsche Meistertitel , 5 JEM Teilnehmer mit 10 Medaillen , 27 Deutsche Jahrgangstitel



Neuwahl des Präsidiums der Deutschen Schwimmtrainer-Vereinigung


Die Arbeit in jüngere Hände legen und sich nicht ganz zurückziehen, so wollten es Fred Wachholder und Wolfgang Cempirek, seit vielen Jahrzehnten in der DSTV aktive Prä-sidiumsmitglieder. Das Durchschnittsalter senken, so forderte es Präsident Georg M. Fuchs und referierte bei der Jahreshauptversammlung (dem Trainertag) der Deutschen Schwimm-trainer-Vereinigung am 27.04.2002 im Lindner-Hotel in Leipzig. Georg M. Fuchs führte vor den zahlreich erschienenden Mitglieder aus, dass das Präsidium der Deutschen Schwimmtrainer-Vereinigung kurz nach der Gründung 1973 einen Altersschnitt von 42 Jahren hatte und dieser Schnitt jetzt bei 64 Jahren liegt. Georg M. Fuchs selbst wollte sich eigentlich auch schon zurückziehen; jedoch ergab die aktuelle Lage, dass dies noch nicht möglich ist. So fand die DSTV zu einem Präsidium, dem die ausgeschiedenen Mitglieder Fred Wachholder und Wolfgang Cempirek nunmehr als Ehrenmitglieder angehören. Beide erklärten sich bereit, auch weiterhin im Sinne der DSTV mitzuarbeiten; jedoch nur nicht mehr in vorderster Front.

Das Präsidium der Deutschen Schwimmtrainer-Vereinigung setzt sich jetzt nach den Wahlen so zusammen:

Präsident: Georg M. Fuchs
Vizepräsidenten: Felicitas Hahne und Claus Vandenhirtz
Schatzmeister: Karl-Heinz Dinter
Geschäftsführer: Holger Höhmann

Ehrenpräsident, der auch in Leipzig anwesend war und die Wahl des Präsidenten durch-führte, ist Heinz Hoffmann und Ehrenmitglieder des Präsidiums sind Ruth Hötger und Horst Planert. Weitere Mit-glieder des Präsidiums (Trainerratsmitglieder) sind Martina Hossfeld, Dr. Bodo Ungerechts, Joachim Hornuff, Thorsten Perk.

Während der Wahl des Präsidiums wurden nachrückende Mitglieder von dem Trainerrat nicht gewählt. Allerdings wurde der Trainerrat bei der nächsten Sitzung des Präsidiums der Deutschen Schwimmtrainer-Vereinigung vervollständigt.

Kommissarisch in den Trainerrat berief das Präsidium einstimmig Sylvia Reif aus Georgsma-rienhütte und Stefanie Döring aus Velbert. Mit beiden jungen Frauen kommen "Fachfrauen" in den Trainerrat, da beide von Studium/Berufstätigkeit mit Sport beschäftigt sind.

 



Jahrestagung der DSTV in Leipzig


Mit über 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war die Jahrestagung der Deutschen Schwimmtrainer-Vereinigung erneut sehr gut besucht. Ergebnis der guten Zusammenarbeit mit dem Deutschen Schwimmverband war auch, dass sowohl der Sportdirektor als auch einige Bundestrainer sich aktiv am Geschehen beteiligten. So hielt Ralf Beckmann ein Grundsatzreferat und ging auf die derzeitige Lage im DSV ein. Er entwickelte Zukunftsvor-stellungen, die viel Zuspruch fanden und analysierte die Lage nicht nur auf Verbandsebene, sondern auch darunter aus Sicht der Teilnehmer präzise. Die Auswahl der Referentinnen und Referenten, die von Martina Hossfeld und Dr. Werner Freitag mit Unterstützung des Ehepaares Leopold wieder hervorragend vorbereitet war, sorgte dafür, dass bei den Teil-nehmern große Zufriedenheit herrschte.

Die Verbindung zur Wissenschaft war hergestellt, weil von den Universitäten und Instituten viele Referenten gekommen waren, die z. B. über die Praxis der mentalen Vorbereitung auf Wettkämpfe oder auch die Entwicklung psychischer Leistungsvoraussetzungen im Kinder- und Jugendalter berichteten.

Auch die Regelauslegung im Schwimmen fand Beachtung und das Ergebnis einer durch-geführten Qualitätsanalyse zeigte, dass nicht nur die wissenschaftlichen Referate, sondern auch die praktischen Anteile als besonders interessant beurteilt wurden. Herausragend war das Grundsatzreferat von Ralf Beckmann, das ca. 160 Zuhörer hatte und unter der Über-schrift zur Situation des Deutschen Schwimmsportes die eingangs zitierten Anteile hatte. Auch der Vortrag von Prof. Dr. Hohmann "Problem und Perspektiven der Nachwuchsför-derung" fand 160 Zuhörer.

Auch praktische Anteile wie die des Kleinkinderschwimmens und der Wassergewöhnung fand erhebliche Beachtung. Die Erwerbung der Rettungsfähigkeit war auch sehr stark nachgefragt.

Abschließend konnte das Präsidium der DSTV eine sehr positive Bilanz ziehen. Die Ver-besserung der Jahrestagung wurde durch über 50 abgegebene Fragebögen gewährleistet, weil auf deren Ergebnis bei der Ausgestaltung der zukünftigen Tagung Rücksicht genommen werden kann. Auch der Zeitpunkt der nächsten Tagung wurde nachgefragt und nicht zuletzt auf Anregung von Ralf Beckmann wird die nächste Jahrestagung vom 21. bis 23.02.2003 stattfinden. Voraussichtlicher Austragungsort ist Bonn. Näheres wird die DSTV noch sehr rechtzeitig bekannt geben.

 



Neu gewähltes Präsidium der DSTV trifft sich zur konstituierender Sitzung


Eine Woche nach der Jahrestagung der Deutschen Schwimmtrainer-Vereinigung tagte das neue Präsidium am 04.05.2002 in Langenfeld.

Ein wesentlicher Punkt war die grundsätzliche Standortbestimmung und Neuausrichtung, zu der Rechtsanwalt Reitz als assoziiertes Mitglied des Präsidiums wesentliche Anregungen gab.

Das Präsidium war sich einig, dass der Einfluss der Trainerinnen und Trainer auf allen Ebenen des Deutschen Schwimmsportes verbessert werden muss. Die doch immer weit überwiegend ehrenamtlich tätigen Trainerinnen und Trainer leisten nach Auffassung der DSTV im wahrsten Sinne Sozialarbeit, bemühen sie sich doch in unzähligen Vereinen um Kinder und Jugendliche und bieten Alternativen zu mehr oder minder sinnlosen Beschäfti-gungen.

Deshalb ist es wichtig, dass die DSTV dafür Sorge trägt, dass die Stimmen von Trainerinnen und Trainer in Zukunft besser gehört werden.

Auch die Anwendung der Wettkampfbestimmung, wobei als Reizworte das Zweitstartrecht (dankeswerter Weise mittlerweile vom Tisch) und die Einstartregel schon bei Kinderwett-kämpfen genannt wurden. Die DSTV entschloss sich, durch ihre Vertreterinnen und Vertreter in den Gremien des DSV noch stärker als bisher deutlich zu machen, wo im Sinne der Aktiven aber auch der Trainerinnen und Trainer Akzente zu legen sind.

Die DSTV stellte fest, dass ihre Ehrung als Trainerin oder Trainer des Jahres, die regelmäßig von Vizepräsident Claus Vandenhirtz durchgeführt wird, vor großer Kulisse ein schöner An-reiz für die Trainerkolleginnen und -kollegen ist.

Die Anstrengungen für die Mitglieder, mittlerweile weit über 600, sollen verstärkt werden. So ist es der DSTV als Verband möglich, Beratungen auch in Rechtsfragen für ihre Mitglieder durchzuführen oder zu vermitteln.

Die Weiterbildung der Trainer, gerade eine Woche vor dieser Sitzung in Leipzig eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wird durch einzelne Veranstaltungen regional orientiert noch verbes-sert werden. Die komplexe Leistungsdiagnostik als Service für Aktive und Trainerinnen und Trainer soll ebenfalls intensiviert werden.

Durch den Umstand, dass zwei neue Fachfrauen zur Mitarbeit im Präsidium gewonnen wer-den können, ist ein weiterer Grundstein für die noch bessere Arbeit in der Zukunft gelegt.


 


DSV-Hauptausschuss (mit der DSTV)

Exzellent vorbereitet und mit viel Energie leitete Dr. Christa Thiel erstmalig als gewählte Präsidentin die Sitzung des DSV-Hauptausschusses am 17./18. November in Kassel. Diesem Gremium gehören das DSV-Präsidium, die Vorsitzenden der DSV-Fachsparten und die Präsidenten / Vorsitzenden der Mitgliedsverbände (also auch der DSTV) an.


Erfreulich: Keine negative Pressemitteilung in diesem Jahr! Der Haushalt in Ordnung. Der DSV stieg im Ansehen von BMI, DSB und NOK. Michael Groß im NOK, Hans-Joachim ist DOG-Präsident.


Sportdirektor Ralf Beckmann konnte höchst Erfreuliches von den WM in Fukuoka berichten. Dennoch, seine Worte kann man auch so zusammenfassen: "Es gibt noch viel zu tun!" Ralf fordert eine bessere Ausbildung der Schwimmer zu Beginn ihrer Laufbahn, fordert langfristiges Denken und Handeln. Sein Ziel: 2012! Und: Die Förderung vor Ort bleibt der Dreh- und Angelpunkt.


Neuer Tagungsband und neuer "Der Schwimmtrainer"

Im November 2001 sind der Band 19 über die Jahrestagung 2001 in Marburg und die Ausgabe 85 "Der Schwimmtrainer" an alle Mitglieder - wie immer kostenlos - versandt worden. Unter "Literatur" ist das Inhaltsverzeichnis und die Bestellmöglichkeit aufgeführt. Die Mitglieder haben das 160-Seiten starke Werk bereits - wie immer kostenlos - zugesandt bekommen.


Neues von der DSTV

Sitzung: Das im Mai in Marburg teilweise neue gewählte Präsidium der Deutschen Schwimmtrainer-Vereinigung (DSTV) traf sich zur Vorbereitung der kommenden Schwimmsaison am 15. September in Rüsselsheim.
In der Rückschau wurde die zurückliegende erfolgreiche Weltmeisterschaft und die Jahrestagung der DSTV in diesem Jahr in Marburg, die noch ganz unter dem Eindruck der Leistungsschwäche von Sydney gestanden hatte, als wichtiger Beitrag zur Fortentwicklung des Schwimmsports gewürdigt. Mehr als 200 Trainer hatten die durch Referate und Praxis-Workshops gekennzeichnete Tagung zu Ihrer Weiterbildung besucht. Nahezu 600 Trainer und Übungsleiter gehören der Vereinigung aktuell an.


Ein Schwerpunkt der Präsidiumssitzung war die der Sachgebietsverteilung der neugewählten Mitglieder:


Joachim Hornuff übernimmt die Öffentlichkeitsarbeit der DSTV, wirkt mit bei der Erstellung der Zeitung, liefert Beiträge und gibt Mitteilungen / Presseveröffentlichungen an die Fachpresse.
Dr. Bodo Ungerechts organisiert die Kurzseminare der DSTV, wirkt mit bei der Fachtagung, erstellt Beiträge für unsere Zeitung und plant regionale Trainerabende.
Thorsten Perk vertritt die DSTV im DSV-Trainerrat, vermittelt wissenschaftliche Arbeiten aus dem Hochschulbereich, erstellt eine "Musterübungsstunde" und arbeitet bei dem DSV-Gremium "Neue Wettkampfformen" mit.


Nachdem die Ehrung der erfolgreichsten Trainer im DSV durch die DSTV bei den Aktiven, den Trainern und Mandatsträgern auf große Zustimmung stieß, hat das Präsidium die Vorlage einer Ehrungsrichtlinie abschließend beraten. Zukünftig werden auch Trainer und Personen durch die DSTV öffentlich gewürdigt, die sich um das Trainerwesen im Schwimmen verdient gemacht haben. Das Präsidium sieht es als wichtige Aufgabe an, durch herausgestellte Vorbilder einen Beitrag zum Stellenwert des Trainers in der Öffentlichkeit zu leisten und Anreize zur stetig verbesserten Ausbildung der Trainer zu geben.


Der dem Präsidium assoziierte und jetzt im Ruhestand befindliche DSV-Bundestrainer Niels Bouws (Heidelberg) fand die uneingeschränkte Unterstützung für seine Nominierung als Kandidat für den Vorsitz der Welt-Schwimmtrainer-Vereinigung (WSCA). Aufgrund des erfolgreichen Abschneidens der DSV-Aktiven erhält die DSTV wieder einen zweiten Sitz im Board der WSCA, dafür will die DSTV den DSV-Sportdirektor, unser langjähriges DSTV-Trainerratsmitglied Ralf Beckmann vorschlagen.


Im November erscheint (wie vorliegend) das zweite Mal in neuer Form das Heft der Mitgliederzeitung der DSTV, nachdem das erste Heft in Zusammenarbeit mit dem Präzi-Druck, der auch die Verbandszeitung des DSV "swim & more" herausgibt, auf ein überaus positives Echo bei den Mitgliedern gestoßen war. Die Mischung aus Fachbeiträgen, Diskussionsforum und Informationen hat die Interessen der Mitglieder gut getroffen, wie auch das Diskussionsforum im Internet, das unter www.dstv-online.de rege für Fragen zur Trainingsarbeit genutzt wird.


Die DSTV will sich auch bei den kommenden Europameisterschaften 2002 in Berlin präsentieren und Wettkampfbeobachtungen bei diesem Großereignis im eigenen Land durchführen.
Ein neues Video von den Deutschen Jugend Meisterschaften in Berlin 2001 ist in Vorbereitung.
Das Band kann ab sofort bestellt werden gegen Einsendung eines Verrechnungsschecks in Höhe von 35,00 DM an Claus Vandenhirtz, Lagerhausstraße 13, 52064 Aachen (Telefon 0241 32438, E-Mail: claus@vandenhirtz.de) oder durch Überweisung auf Konto Claus Vandenhirtz, Deutsche Bank 24 Aachen, Kontonummer 1 777 614 01, BLZ 390 700 24.

 


Dickes Lob für die Arbeit des DSTV

Alle Mitglieder der DSTV-Führung und alle Mitarbeiter der DSTV arbeiten ausnahmslos ehrenamtlich und uneigennützig für die Schwimmtrainer. Das bringt erhebliche Belastungen mit sich. Ein Schreiben wie das folgend angeführte zeigt jedoch auf, dass diese Arbeit nicht umsonst ist; uns freut es natürlich sehr.


Ein Trainer schrieb uns:
"An den Vorstand, Trainerrat und die Geschäftsstelle der DSTV!
Nach über drei Jahren Pause habe ich meine Mitgliedschaft in der DSTV beendet. (Mein eigener Nachwuchs ist drei Jahre alt und verlangt die rare Freizeit.)
Ich möchte jedoch nicht versäumen, mich für die geleistete Arbeit bei Ihnen zu bedanken. Meine Entwicklung als Trainer ist entscheidend von Ihrer Arbeit geprägt worden.
Jede Tagung bedeutete ein Überprüfen der eigenen Arbeit, und zusammen mit der DSTV-Zeitschrift floss das "Neue" in die nächste Saison mit ein. Nur so war es mir zum Beispiel möglich, mit meinem Team innerhalb von vier Jahren aus der Bezirksliga über die Landesliga in den Oberliga-Endkampf aufzusteigen.
Auch zahlreiche andere Erfolge im Landesverband lassen sich direkt auf Anregungen aus der DSTV zurückführen.
Ich wünsche Ihnen allen weiter viel Erfolg mit der DSTV (und vergessen Sie nicht den Praxisbezug: nicht jeder kann mit den ewigen Laktatkurven und seitenlangen Grafiken und Platzierungen bei WM/OSP etwas anfangen!).
Ein ganz besonderer Dank aber hier noch an die Ehepartner, ohne ihre Unterstützung und ihr Engagement wäre dies alles nicht möglich.
Mit sportlichen Grüßen (Unterschrift)